Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
VA Staat Vatikanstadt, Estado de la Ciudad del Vaticano, État de la Cité du Vatican, Stato della Città del Vaticano, State of the Vatican City
Redewendung, Expresión, Expression, Locuzione, Idiom

A

ab ovo ad malum (W3)

Lat. "ab ovo ad malum" = dt. "von A bis Z", wörtlich "Vom Ei bis zum Apfel" bezieht sich auf die Speisefolge der Römer, die mit "Ei" oder "Eierspeisen" begann und mit einem "Apfel" endete.

(E?)(L?) http://www.amici-online.eu/Cursor_04

AB OVO AD MALUM – Vom Ei bis zum Apfel
Fruamur deliciis! Wenn Sie sich wie die Teilnehmer und Besucher der feierlichen Siegerehrung beim Bundesbewerb Latein/Griechisch 2006 in Kremsmünster an Köstlichkeiten aus der römischen Küche ergötzen wollen, wünschen wir Ihnen viel Freude beim Nachkochen und Dekorieren! Wir haben die Teller mit einem Zitat verziert, das mit unserem „von A bis Z“ zu vergleichen ist. Viele Vorspeisen wurden mit "Ei" ("ovum") zubereitet, Obst, speziell der "Apfel" ("malum"), war eine beliebte Nachspeise, daher "ab ovo ad malum".
...


Erstellt: 2012-05

ad usum delphini (W3)

Als lat. "ad usum delphini" bzw. "in usum delphini", frz. "à l'usage du dauphin", kennzeichnete man früher jugendfreie Fassungen von Büchern. Diese wurden (sicherlich aber nicht zum ersten Mal) zur Benutzung durch den "Dauphin", lat. "delphinus", den Kronprinzen von Frankreich hergestellt.

Die Redewendung lat. "ad usum delphini" oder "in usum delphini" bezieht sich auf die Bezeichnung frz. "Dauphin" (lat. "Delphinus"), die von 1349 bis 1830 die Kronprinzen, also die französischen Thronfolger bezeichnete. Die Bezeichnung frz. "Dauphin" wiederum bezieht sich auf die historische französische Landschaft "Dauphiné" im Burgund. Diese Landschaft war traditionell der erste Besitz der französischen Thronfolger.

Das geschichtliche Vorspiel geht zurück ins 12. Jh.. Der Beiname frz. "Dauphin" bezog sich auf die Grafen von Albon, dann wurde frz. "Dauphin" zum Titel der Grafen von Vienne, deren Land, die "Dauphiné" im Jahr 1349 an die französische Krone fiel. In diesem Jahr 1349 verkaufte der letzte "Dauphin" die "Dauphiné" an die französische Krone. Diese bestimmte die "Dauphiné" zur Ausstattung (Apanage) des Thronfolgers, verlieh sie aber bald nicht mehr und vereinte sie 1560 mit der Krondomäne.

Die Bezeichnung frz. "Dauphin" bezog sich also zunächst auf den Herrscher der "Dauphiné". Diese wurde ab 1349 dem französischen Thronfolger als Apanage (zu lat. "ad" = dt. "zu", "hinzu" und lat. "panis" = dt. "Brot"), als Zubrot, überlassen, wodurch dieser standardmäßig zum "Dauphin" wurde. Und schließlich bezeichnete frz. "Dauphin" den französischen Thronfolger - und zwar ab 1560 auch unabhängig vom Besitz der "Dauphiné".

Damit war der Weg frei zur Bildung der Redewendung lat. "ad usum delphini" bzw. "in usum delphini", frz. "à l'usage du dauphin". Im Jahr 1668 ließ der von Ludwig XIV. zum Gouverneur des Dauphin ernannte Herzog von Montausier (1610-90) von Bossuet und Huet Ausgaben der alten Klassiker besorgen, worin die anstössigen Stellen aus dem Text weggelassen und erst am Schlusse zusammengestellt wurden. Es entstand also eine spezielle, "entschärfte" Ausgabe "zum Gebrauch des Dauphins". Seitdem wendet man diesen Ausdruck auf alle aus Sittlichkeitsgründen verstümmelte Schriften an.

Bleibt nur noch die Frage, wie die französische Landschaft "Dauphiné" zu ihrem Namen kam.

Es wird vermutet, dass der Graf von Vienne (Comte de Viennois), Guige IV, im 1100, sich und seinen ersten Sohn, zu Ehren eines Heiligen aus dem IV. Jh., auf den Namen "Dauphin" taufte. Bis zum 13. Jh. entwickelte sich "Dauphin" zum Synonym für "Graf", frz. "Comte". Und das Besitztum des Comte "Dauphin" wurde zum "Dauphiné".

Zu erwähnen wäre auch noch, dass das Wappen der "Comtes de Vienne" bzw. "Grafen der Dauphiné" seit 1063 einen "Delphin" im goldenen Schild führten.

Aber anscheinend ist die genaue Entwicklung vom "Delphin", "Delfin", zum frz. "Dauphin" = frz. "Thronfolger" bzw. zur Bezeichnung der Region "Dauphiné" noch nicht abschließend geklärt und wird immer noch diskutiert.

In dem Werk "Trésor du terroir" von Roger Brunet findet man an zwei Stellen etwas zur Namensgebung von "Dauphiné" bzw. "Dauphin":


S.121:

"Dauphin" fut un titre, porté notamment par le premier fils et futur successeur du roi. Le terme semble avoir été le surnom donné au premier fils du comte de Viennois, Guige IV, vers 1100, peut-être en hommage à un saint du IVeme siècle; il s'est ensuite étendu au comté à la fin du XIIIeme siècle puis à d'autres descendants titrés en "Dauphiné" et en Auvergne, a été considéré comme équivalent de "comte", puis est devenu un NP [Nom Personel (?)]. Outre le "Dauphiné" même, et la contrée du Bas-Dauphiné, le conservent les communes de "Dauphin" 04 et "Mont-Dauphin" 05, d'assez nombreux lieux-dits le "Dauphin", deux "Mont-Dauphin" à Colembert 62 et Barney 71, trois "Pont Dauphin" et, par la famille royale, la "Porte Dauphine" à Paris et la "Route Dauphine" dans les Yvelines.

S. 547:

Le "Dauphiné" vient du prénom d'un héritier du Comte de Vienne (début du XIIeme siecle), avant de devenir apanage du fils du roi de France; le prénom était alors rare, et peut-être importé par la mère, anglaise, du premier "Dauphin"; mais le sujet reste discuté.


(E?)(L?) http://anw.inl.nl/article/ad usum delphini

ad usum delphini


(E?)(L?) http://latinum.tantalosz.de/

"Ad usum Delphini": Zum Gebrauch des Dauphin. (Ein Werk, das für den Schulunterricht von anstößigen Stellen gereinigt wurde, Ausgaben griechischer/lateinischer Klassiker, die Ludwig XIV. für seinen Kronprinzen hatte fertigen lassen.)

"Delphinum cauda alligas": Er hält den Delphin am Schwanz (etwas verkehrt anfangen, am falschen Ende anpacken).

"In (ad) usum Delphini": Zum Gebrauch des Dauphins.

"In usum Delphini": Zum Gebrauch des Dauphin.


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_geflügelter_Worte/A

25 Ad usum Delphini


(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Latin_phrases

Ad usum Delphini


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=ad usum delphini
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "ad usum delphini" taucht in der Literatur um das Jahr 1860 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#ad usum delphini

This experiment brings together the power of Google Translate and the collective knowledge of Wikipedia to put into context the relationship between language and geographical space.


Erstellt: 2017-08

B

C

D

E

Exercitatio artem paravit
Übung schafft Kunst
Übung macht den Meister (W3)

In seinem Werk "Germania" schreibt römische Geschichtsschreiber Publius Cornelius Tacitus (55-120) in Kapitel 24 "Exercitatio artem paravit", was wörtlich übersetzt "Übung schafft Kunst" heißt. In den deutschen Sprachschatz ist die Redewendung allerdings in der Form "Übung macht den Meister" eingegangen.

(E?)(L?) http://www.gutenberg.org/ebooks/2995


(E?)(L?) http://www.novatlan-sound.de/facharbeit/fainhaltsverzeichnis.php


(E?)(L?) http://www.novatlan-sound.de/downloads/facharbeit.pdf


(E?)(L?) http://www.thelatinlibrary.com/tacitus/tac.ger.shtml#24


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Germania_(Tacitus)


F

G

H

I

in usum delphini (W3)

Als lat. "ad usum delphini" bzw. "in usum delphini", frz. "à l'usage du dauphin", kennzeichnete man früher jugendfreie Fassungen von Büchern. Diese wurden (sicherlich aber nicht zum ersten Mal) zur Benutzung durch den "Dauphin", lat. "delphinus", den Kronprinzen von Frankreich hergestellt.

Die Redewendung lat. "ad usum delphini" oder "in usum delphini" bezieht sich auf die Bezeichnung frz. "Dauphin" (lat. "Delphinus"), die von 1349 bis 1830 die Kronprinzen, also die französischen Thronfolger bezeichnete. Die Bezeichnung frz. "Dauphin" wiederum bezieht sich auf die historische französische Landschaft "Dauphiné" im Burgund. Diese Landschaft war traditionell der erste Besitz der französischen Thronfolger.

Das geschichtliche Vorspiel geht zurück ins 12. Jh.. Der Beiname frz. "Dauphin" bezog sich auf die Grafen von Albon, dann wurde frz. "Dauphin" zum Titel der Grafen von Vienne, deren Land, die "Dauphiné" im Jahr 1349 an die französische Krone fiel. In diesem Jahr 1349 verkaufte der letzte "Dauphin" die "Dauphiné" an die französische Krone. Diese bestimmte die "Dauphiné" zur Ausstattung (Apanage) des Thronfolgers, verlieh sie aber bald nicht mehr und vereinte sie 1560 mit der Krondomäne.

Die Bezeichnung frz. "Dauphin" bezog sich also zunächst auf den Herrscher der "Dauphiné". Diese wurde ab 1349 dem französischen Thronfolger als Apanage (zu lat. "ad" = dt. "zu", "hinzu" und lat. "panis" = dt. "Brot"), als Zubrot, überlassen, wodurch dieser standardmäßig zum "Dauphin" wurde. Und schließlich bezeichnete frz. "Dauphin" den französischen Thronfolger - und zwar ab 1560 auch unabhängig vom Besitz der "Dauphiné".

Damit war der Weg frei zur Bildung der Redewendung lat. "ad usum delphini" bzw. "in usum delphini". Im Jahr 1668 ließ der von Ludwig XIV. zum Gouverneur des Dauphin ernannte Herzog von Montausier (1610-90) von Bossuet und Huet Ausgaben der alten Klassiker besorgen, worin die anstössigen Stellen aus dem Text weggelassen und erst am Schlusse zusammengestellt wurden. Es entstand also eine spezielle, "entschärfte" Ausgabe "zum Gebrauch des Dauphins". Seitdem wendet man diesen Ausdruck auf alle aus Sittlichkeitsgründen verstümmelte Schriften an.

Bleibt nur noch die Frage, wie die französische Landschaft "Dauphiné" zu ihrem Namen kam.

Es wird vermutet, dass der Graf von Vienne (Comte de Viennois), Guige IV, im 1100, seinen ersten Sohn, zu Ehren eines Heiligen aus dem IV. Jh., auf den Namen "Dauphin" taufte. Bis zum 13. Jh. entwickelte sich "Dauphin" zum Synonym für "Graf", frz. "Comte". Und das Besitztum des Comte "Dauphin" wurde zum "Dauphiné".

Zu erwähnen wäre auch noch, dass das Wappen der "Comtes de Vienne" bzw. "Grafen der Dauphiné" seit 1063 einen "Delphin" im goldenen Schild führten.

Aber anscheinend ist die genaue Entwicklung vom "Delphin", "Delfin", zum frz. "Dauphin" = frz. "Thronfolger" bzw. zur Bezeichnung der Region "Dauphiné" noch nicht abschließend geklärt und wird immer noch diskutiert.

In dem Werk "Trésor du terroir" von Roger Brunet findet man an zwei Stellen etwas zur Namensgebung von "Dauphiné" bzw. "Dauphin":


S.121:

"Dauphin" fut un titre, porté notamment par le premier fils et futur successeur du roi. Le terme semble avoir été le surnom donné au premier fils du comte de Viennois, Guige IV, vers 1100, peut-être en hommage à un saint du IVeme siècle; il s'est ensuite étendu au comté à la fin du XIIIeme siècle puis à d'autres descendants titrés en "Dauphiné" et en Auvergne, a été considéré comme équivalent de "comte", puis est devenu un NP [Nom Personel (?)]. Outre le "Dauphiné" même, et la contrée du Bas-Dauphiné, le conservent les communes de "Dauphin" 04 et "Mont-Dauphin" 05, d'assez nombreux lieux-dits le "Dauphin", deux "Mont-Dauphin" à Colembert 62 et Barney 71, trois "Pont Dauphin" et, par la famille royale, la "Porte Dauphine" à Paris et la "Route Dauphine" dans les Yvelines.

S. 547:

Le "Dauphiné" vient du prénom d'un héritier du Comte de Vienne (début du XIIeme siecle), avant de devenir apanage du fils du roi de France; le prénom était alors rare, et peut-être importé par la mère, anglaise, du premier "Dauphin"; mais le sujet reste discuté.


(E?)(L?) http://www.gutenberg.org/files/43759/43759-h/43759-h.htm

"in usum delphini" - "zum Gebrauch für den Dauphin"

Der Herzog von Montausier (1610-90) von Ludwig XIV. 1668 zum Gouverneur des Dauphin ernannt, lies durch Bossuet und Huet Ausgaben der alten Klassiker besorgen, worin die anstössigen Stellen aus dem Texte weggelassen und erst am Schlusse zusammengestellt sind. Seitdem wendet man diesen Ausdruck auf alle aus Sittlichkeitsgründen verstümmelte Schriften an.


(E?)(L?) http://anw.inl.nl/article/in usum delphini

in usum delphini


(E?)(L?) http://www.spamula.net/col/index_lost.html

25.On the Editions of the Classics, in Usum Delphini


(E?)(L?) http://latinum.tantalosz.de/

"Ad usum Delphini": Zum Gebrauch des Dauphin. (Ein Werk, das für den Schulunterricht von anstößigen Stellen gereinigt wurde, Ausgaben griechischer / lateinischer Klassiker, die Ludwig XIV. für seinen Kronprinzen hatte fertigen lassen.)

"Delphinum cauda alligas": Er hält den Delphin am Schwanz (etwas verkehrt anfangen, am falschen Ende anpacken).

"In (ad) usum Delphini": Zum Gebrauch des Dauphins.

"In usum Delphini": Zum Gebrauch des Dauphin.


(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Latin_phrases

In usum Delphini


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=in usum delphini
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "in usum delphini" taucht in der Literatur um das Jahr 1820 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#in usum delphini

This experiment brings together the power of Google Translate and the collective knowledge of Wikipedia to put into context the relationship between language and geographical space.


Erstellt: 2017-08

J

K

L

lateinservice
Geflügelte Worte und römische Spruchweisheiten

(E?)(L?) http://www.lateinservice.de/dicta/dicta.htm




Erstellt: 2012-06

M

N

nolo episcopari (W3)

Der Ausdruck lat. "nolo episcopari" bedeutet wörtlich "Ich möchte kein Bischoff sein.". Es war üblich, dass die Kandidaten die Frage, ob sie Bischoff werden wollten, bescheidenerweise und der Etikette entsprechend, zweimal verneinten um beim dritten Mal die Ernennung anzunehmen. Verneinte der Kandidat die Frage jedoch auch beim dritten Mal, bedeutete es, dass es der Kandidat ernst meinte.

In anderem Kontext kann der Hinweis auf "nolo episcopari" also bedeuten, dass eine Einladung kein viertes Mal ausgesprochen wird. Wer eine Einladung oder ein Geschenk drei mal ablehnt hat seine Chance vertan.

(E1)(L1) http://www.bartleby.com/81/12154.html

Nolo Episcopari. [I am unwilling to accept the office of bishop.]


(E?)(L?) http://www.bookdrum.com/books/tom-jones/183034/bookmark/188795.html

The expression "Nolo Episcopari" is used to describe a modest refusal of something which is actually desired. It translates as ‘I do not want to be bishop.’ Tradition has it that those nominated for the post of bishop would politely decline the offer twice with these words, before accepting.


(E?)(L?) http://blog.inkyfool.com/2010/04/nolo-episcopari-and-rule-of-bellman.html

Nolo Episcopari and the Rule of the Bellman


(E?)(L?) http://content.time.com/time/magazine/article/0,9171,931492,00.html

Education: Nolo Episcopari

Monday, Aug. 08, 1938
...


(E?)(L?) http://en.wiktionary.org/wiki/nolo_episcopari


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=0&content=nolo episcopari
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Engl. "nolo episcopari" taucht in der Literatur um das Jahr 1790 auf.

Erstellt: 2014-08

O

P

Q

R

S

Sic transit gloria mundi (W3)

Die spätlateinische Redewendung lat. "Sic transit gloria mundi" (um 1600) = dt. "So vergeht der Ruhm der Welt" könnte (lt. "www.etymonline.com") auf eine Aussage in dem Werk "Imitatio Christi" (1471) von Thomas Á Kempis zurück gehen.

Auf "de.wikipedia.org" wird die Redewendung bereits als römische Formel beim Triumphzug eines Feldherrn beschrieben. Der Brauch wurde von der katholoschen Kirche übernommen. Beim ersten feierlichen Einzug eines neu gewählten Papstes verbrennt der Zeremoniar dreimal ein Bündel Werg und spricht dreimal die Worte "Sic transit gloria mundi.".

(E?)(L?) http://www.abnihilo.com/


(E?)(L?) http://www.comedix.de/lexikon/alphabet/a.php

Suchergebnis. Der Suchbegriff "sic transit gloria mundi" wurde 1 mal gefunden:
Asterix im Morgenland: S. 16, Bild 8, Sprecher: Dreifuß
"Sic transit gloria mundi. (So vergeht der Ruhm der Welt.)"


(E?)(L?) http://www.etymonline.com/index.php?term=sic transit gloria mundi


(E?)(L1) http://dictionary.infoplease.com/sic-transit-gloria-mundi


(E?)(L?) http://www.infoplease.com/ipa/A0001619.html


(E1)(L1) http://lemotdujour.over-blog.com/article-13604922.html


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_geflügelter_Worte/S

...
Diese Erinnerung an die irdische Vergänglichkeit wird schon in einem Buch über die kirchlichen Riten aus dem Jahre 1516 beschrieben, das Augustinus Patricius, Bischof von Pienza, verfasste.
...


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Sic transit gloria mundi
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Sic transit gloria mundi" taucht in der Literatur um das Jahr 1860 auf.
Span. "Sic transit gloria mundi" taucht in der Literatur um das Jahr 1750 auf.
Frz. "Sic transit gloria mundi" taucht in der Literatur um das Jahr 1800 auf. Engl. "Sic transit gloria mundi" taucht in der Literatur um das Jahr 1750 auf.


Erstellt: 2012-09

sonnenuhren-birkenau.de
Sinnsprüche auf Sonnenuhren

(E?)(L?) http://www.sonnenuhren-birkenau.de/de/theorie-der-sonnenuhr/sinnsprueche.html

In dieser Übersicht finden Sie Sprüche auf und an Sonnenuhren aus aller Welt.


Erstellt: 2017-05

T

Tunica propior pallio est
Das Hemd ist mir näher als der Rock (W3)

Die Lebensregel dt. "Das Hemd ist mir näher als der Rock" ist eine Lehnübersetzung des lat. "Tunica propior pallio est", wörtlich dt. "Die Tunika ist näher als der Mantel", des römischen Komödiendichters Plautus (-0250 - -0184), aus Trinummus 1154.

(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=2037&kapitel=1#gb_found

Titus Maccius Plautus
Der Schaz (Trinummus)

Inhaltsverzeichnis


(E?)(L?) http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=2037&kapitel=7&cHash=70d0c6d3772#gb_found

Zweite Scene.
... ...


(E?)(L?) http://www.thelatinlibrary.com/plautus/trinummus.shtml


(E?)(L?) http://www.ub.uni-bielefeld.de/cgi-bin/neubutton.cgi?pfad=/diglib/aufkl/humanmag/100891&seite=00000241.TIF&werk=Zeitschriften+der+Aufklaerung


(E?)(L?) http://www.ub.uni-bielefeld.de/cgi-bin/neubutton.cgi?pfad=/diglib/aufkl/humanmag/100891&seite=00000303.TIF&werk=Zeitschriften+der+Aufklaerung
Der Dreier, Ein Lustspiel des Plautus

(E?)(L?) http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4720/pdf/Lefevre_Politics_and_society_in_Plautus.pdf

ECKARD LEFÈVRE
Politics and society in Plautus' "Trinummus"
...


Erstellt: 2010-03

U

V

W

wikipedia
Liste lateinischer Phrasen
Liste lateinischer Redewendungen

(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Redewendungen

Diese Liste lateinischer Phrasen sammelt lateinische Phrasen, Sprichwörter und Redewendungen, beschreibt ihren Gebrauch und gibt, wo möglich, die Quellen an.

Lateinische Wendungen sind ihrerseits oft aus dem Altgriechischen übersetzt und erscheinen deshalb auch in der Liste griechischer Phrasen.

Viele dieser Phrasen werden in Fachsprachen als unübersetzte Versatzstücke weiter gebraucht und haben sogar Eingang in das allgemeine Kommunikationsrepertoire gefunden, bisweilen auch als Verballhornungen. Aufgenommen in diese Liste werden Wörter und Sätze, die entweder: Beispiele Vieles ist schon in den folgenden Listen enthalten und braucht deshalb hier nicht mehr gesondert aufgeführt zu werden: Siehe auch: Literatur Weblinks


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/A




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/B




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/C




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/D




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/E




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/F




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/G




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/H




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/I




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/J

-


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/K

-


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/L




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/M




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/N




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/O




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/P




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/Q




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/R




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/S




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/T




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/U




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/V




(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/W

-


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/X

-


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/Y

-


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_lateinischer_Phrasen/Z

-


Erstellt: 2011-08

X

Y

Z

zum
Lateinische Sinnsprüche

Ein Glossar mit zahlreichen lateinischen Sinnsprüchen.

(E?)(L?) http://www.zum.de/fachportale/latein/feldmann/latein.htm




Erstellt: 2012-05

Bücher zur Kategorie:

Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
VA Staat Vatikanstadt, Estado de la Ciudad del Vaticano, État de la Cité du Vatican, Stato della Città del Vaticano, State of the Vatican City
Redewendung, Expresión, Expression, Locuzione, Idiom

A

B

Bartels, Klaus
Veni vidi vici
Geflügelte Worte aus dem Griechischen und Lateinischen

(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3423346566/etymologporta-20


(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423346566/etymologety0f-21


(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3423346566/etymologetymo-21


(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3423346566/etymologety0d-21


(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3423346566/etymologpor09-20
dtv 216 Seiten
Broschiert
Erscheinungsdatum: September 1992


Kurzbeschreibung
Die längst zum Standardwerk gewordene Sammlung von rund 500 Geflügelten Worten und rund 300 »Formeln und Floskeln« präsentiert sich in ihrer 11. Auflage in neuer Gestalt: nicht lediglich »durchgesehen«, sondern vielfältig erweitert. Mehr als hundert Einträge sind ausführlicher gefaßt, eine Anzahl Zitate sind neu aufgenommen worden; neu hinzugekommen ist auch ein Essay zur Charakteristik dieser buntgefiederten Vogelschar. Die Sammlung »Veni vidi vici« begnügt sich nicht mit Übersetzung und Stellennachweis; die Zitate werden in ihren ursprünglichen Text- und Sinnzusammenhang gestellt, ihre oft verwickelte Prägungsgeschichte und die nicht seltenen Bedeutungssprünge werden in ausgeschriebenen, durchweg übersetzten Zitaten nachgezeichnet. Zahlreiche Verweise und ein Schlagwortregister erschließen den Band, der Kenner und Liebhaber nicht nur zum Nachschlagen, sondern auch zum vergnüglichen Blättern und Lesen einlädt.

Der Verlag über das Buch
Quicklebendiges und unverwüstliches Griechisch und Latein


(E?)(L?) http://www.amici-online.eu/Cursor_04

S.18

Geflügelt, entflogen:
Habent sua fata ...

„Sie haben ihre Schicksale...“: Das gilt, wie für die Menschen und ihre libelli, ihre „Büchlein“, so für diese geflügelten Worte mit ihren je besonderen, über viele Jahrhunderte hinwegreichenden Zitiergeschichten und Zitierschicksalen.
...
Diesen Text können Sie nachlesen in Klaus Bartels eben neu erschienenem Klassiker „Veni vidi vici“. Geflügelte Worte aus dem Griechischen und Lateinischen.“


(E?)(L?) http://www.pegasus-onlinezeitschrift.de/2006_2_3/agora_2_3_2006_bartels.html

Pegasus-Onlinezeitschrift VI/2+3 (2006), 84

Klaus Bartels

Geflügelt, entflogen
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"Geflügelte Worte": Der bildhafte Titel der Büchmannschen Zitatensammlung - nach dem Homerischen, Vossischen Formelvers "... und sprach die geflügelten Worte" -, ist zu einer Art Gattungsbegriff geworden. Doch längst zuvor hat es den Begriff von geläufigen Klassikerzitaten gegeben. Viele der hier gesammelten Worte werden schon in der Antike als „allgemein“ oder „sprichwörtlich“ geläufig eingeführt; Aristoteles, Rhetorik 2, 21. 1395 a 21f., spricht einmal von „im Volk verbreiteten“ Worten wie den Sprüchen der Sieben Weisen; Macrobius, Saturnalien 5, 16, 7, nennt eine Reihe von Homer- und Vergilversen, die „sprichwörtlich in aller Munde seien“. Tausendschaften solcher Zitate aus verlorenen Werken speisen unsere gelehrten Fragmentsammlungen. Aber erst durch Büchmanns 1864 erschienenen, rasch zum Klassiker avancierten "Citatenschatz des Deutschen Volkes" und weitere Sammlungen wie Lipperheides "Spruchwörterbuch" von 1907 und Zoozmanns "Zitatenschatz der Weltliteratur" von 1910 sind Mächtigkeit und Eigenart dieses klassischen Zitatenschatzes so recht in den Blick gekommen. Die "Adagia" des Erasmus, diese weitausgreifende Bestandsaufnahme des lateinischen Sprichwortschatzes, haben durchaus anderen Charakter.

Die Geflügelten Worte aus den Alten Sprachen wie das Archimedische "Heureka! Heureka!" oder das Heraklitische "Panta rhei", das Ciceronische "Suum cuique" oder das Horazische "Carpe diem!" sind das meistzitierte, sit venia verbo: das präsenteste Griechisch und Latein. Man muß nicht unbedingt mit Caesar durch das dreigeteilte Gallien gezogen sein, um einmal ein Tempora mutantur oder ein Pacta sunt servanda, ein Variatio delectat oder ein Si tacuisses ... in die Diskussion zu werfen; man muß nicht unbedingt sein amo, amas, amat durch alle Tempora konjugiert haben, um einmal den Advocatus diaboli zu spielen oder auf einem Ceterum censeo zu beharren, den Nervus rerum anzusprechen oder nach einem Deus ex machina Ausschau zu halten. Und wenn ein Referent erklärt, er wolle nicht ab ovo beginnen, sondern gleich in medias res gehen, heißt das noch lange nicht, daß er seine Vortragskünste an Horazens „Ars poetica“ geschult hat.

Viele dieser Worte aus der antiken Welt haben sich früh aus ihren ursprünglichen Bezügen gelöst; viele haben sich aus einem längst verlorenen oder vergessenen Werk beizeiten in den rettenden Zitatenhimmel aufgeschwungen. Die Geflügelten Worte sind zumeist entflogene, über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg uns zugeflogene Worte, und sie tragen kein Ringlein am Fuß, auf dem Autor und Werk, Buch und Kapitel, Paragraph oder Vers fein säuberlich verzeichnet wäre. Bei dem einen oder anderen Wort ist die Herkunft vollends in Vergessenheit geraten. Wer ein Geflügeltes Wort zitiert, hört oder liest, weiß in der Regel nicht und fragt sich auch nicht lang, wer das wann wo in welchem Sinn einmal gesagt oder geschrieben hat, in welchem Kontext und in welchem Sinne. Die lächelnde Mahnung Principiis obsta! stammt aus Ovids literarischer Hausapotheke gegen Liebesschmerz und Liebesqual, die hintersinnige Frage Quis custodit custodes?, mit leicht zu erratendem Bezug, aus Juvenals berüchtigter „Weibersatire“. Neuerdings sind diese Worte in die politische Arena übergewechselt und dort zu geschliffenen Hieb- und Stichworten geworden; von ihrem ursprünglichen Kontext, von Liebesschmerz und Eifersucht, klingt ihnen da kein leiser Seufzer nach.

Da kann es nicht verwundern, daß manche derart entflogene, zugeflogene Worte - wie jenes eingangs angeführte Habent sua fata libelli - mit ihren Bezügen auch ihre ursprüngliche Bedeutung verändert haben. Das Archimedische "Noli turbare circulos meos!" gilt eigentlich den in feinsten Sand gezeichneten geometrischen Figuren und nicht, wie die geläufige Übersetzung "Störe meine Kreise nicht!" suggeriert, irgendwelchen persönlichen Sphären. Caesars "Alea iacta est(o)" heißt keineswegs "Der Würfel ist gefallen", sondern "Der Würfel ist (sei) geworfen"; der Ausruf meint nicht die Entscheidung, die mit dem Würfel fällt, sondern die für das Wagnis des Wurfs. Das Vergilische "Labor omnia vicit ..."; "Mühsal eroberte alles ..." deutete ursprünglich auf die Ablösung der Goldenen durch die Eiserne Zeit; erst die Schule, offenbar schon die antike, hat dem Wort eine simple Moral abgewonnen, und Büchmann hat noch kräftig nachgedoppelt: "Unablässige Arbeit besiegt alles". Und wieder die „Schule“ hat irgendwann, irgendwo Senecas bittere Schulkritik "Non vitae, sed scholae discimus" in den goldenen Portalspruch "Non scholae, sed vitae discimus" verkehrt. Difficile est satiram non scribere!

Die "Geflügelten Worte" sind eine artenreiche Ordnung. Sie erstreckt sich quer durch die literarischen Gattungen, durch die Zeiten, durch die Fächer und - erstaunlicherweise - auch durch alle Ränge. Von einem alltäglichen Plenus venter non studet libenter bis zu einem bedeutsamen Homo sum, humani nil a me alienum puto, von einem schlichten Hannibal ante portas bis zu dem geschliffenen Veni vidi vici sind da alle Grade vertreten. Voltaire hat einmal bemerkt: „Le latin est plus propre au style lapidaire que les langues modernes.“ Worte wie Hic Rhodus, hic salta!; Primum vivere, deinde philosophari; Quot capita, tot sensus; Rem tene, verba sequentur; Ubi bene, ibi patria; Vita brevis, ars longa zeigen diesen charakteristisch lateinischen „lapidaren Stil“. In Summum ius summa iniuria alias Summum ius summa crux kommt noch ein herausforderndes Paradox und der Gleichlaut hinzu. Wortspiele wie Dum spiro, spero; Nolens volens; Nomen est omen; Ora et labora; Qualis rex, talis grex; Urbi et orbi prägen sich durch ohrenfällige lautliche und rhythmische Gleichklänge ein. In dem christlichen Patior, ut potiar spiegeln sich die Vokale und mit ihnen die gleich anlautenden Verben. In die Reihe dieser aufs Äußerste verknappten „lapidaren“ Worte gehört zu guter Letzt auch der hier ehrenhalber unter die Geflügelten Worte aufgenommene, auch unbildlich lapidare Grabspruch Ut moriens viveret / vixit ut moriturus.

Doch die meisten dieser Worte verdanken ihre Flügel keineswegs einer strenggefügten Prägung, sondern ihrer Lebensnähe, so zumal die sprichwörtlichen wie Fortes Fortuna adiuvat oder Gutta cavat lapidem oder Rechtsregeln wie Audiatur et altera pars oder In dubio pro reo. Je besser ein Zitat zu einer schlagenden oder beziehungsreichen Erwiderung, einem erhellenden oder erlösenden Einwurf taugt, desto höher ist sein Quotation Index. Ein Errare humanum est lebt - und lebt gut - von der menschlichen Fehlerhaftigkeit, ein In vino veritas von der weinseligen, redseligen Offenherzigkeit, ein Do, ut des oder ein Manus manum lavat von dem nüchternen Sinn für Gegenseitigkeit. Die Turnerbewegung hat sich Juvenals ... mens sana in corpore sano aufs Papier und an die Turnhallen geschrieben und für ihre Zwecke neu gedeutet; Drogenhandel und Geldwäscherei haben dem Vespasianischen Non olet neue anrüchige Bezüge gegeben. Manche Worte profitieren von einem speziellen Veredlungs- und Verfremdungseffekt: Ein Catonisches Ceterum censeo hat allemal mehr Gewicht als ein Im-Übrigen-muß-ich-immer-wieder-Sagen; ein Alea iacta est erhebt jedweden Abstimmungsentscheid zum schicksalhaften Schritt über den Rubikon; ein Veni vidi vici verleiht jedem raschen Verhandlungserfolg einen Abglanz Caesarischer Fortune. Und manch einer hört allenfalls doch lieber ein lateinisch chiffriertes Si tacuisses ... als unverblümten deutschen Klartext.
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Nichtsdestoweniger scheint der Prestigewert der klassischen Antike diese Geflügelten Worte der Werbesprache zu empfehlen. Der Archimedische Entdeckerruf "Heureka!" hat mit seinem Vorderteil für einen "Heuwender" und mit seinem Hinterteil für Schweizer "Reka"- ("Reisekassen"-) Checks herhalten müssen; Caesars "Veni vidi vici" "kam, sah und warb" einmal in der einen Anzeige für Apple und in der anderen für PC’s; eine Zigarettenkampagne lief unter dem Slogan "Veni vidi fumi", die Spaßkampagne für Loriot als Bundespräsidenten unter dem Motto "Veni vidi Vicco". Ein Inserat des alten "Punch" zeigte einen römisch gewandeten Caesar, der seinem ebenso drapierten Gegenüber eine Schachtel Konfekt anbietet, mit einem "Et tu, Brute?" in der Sprechblase. Ein Reisebüro firmiert mit "Quo vadis?", und so geht es fort. "De gustibus non est disputandum." Woher das nun wieder kommt? Da sind wir am Ende unseres Lateins. Stammte das Wort von Lucullus oder von Maecenas, dem Entdecker des Eselsfüllenbratens, oder von Petron, dem elegantiae arbiter an Neros Hof, so wüßten wir es. Vielleicht steckt ja nichts dahinter als ein Beispielsatz für ein verneintes Gerundivum.

Aus: Veni vidi vici. Geflügelte Worte aus dem Griechischen und Lateinischen, zusammengestellt, übersetzt und erläutert von Klaus Bartels, 11., durchgehend erneuerte und erweiterte Auflage, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2006


Erstellt: 2012-05

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Erstellt: 2012-10

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