Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
ES Spanien, España, Espagne, Spagna, Spain
Farbe, color, Couleur, Colore, Color

A

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C

D

E

F

G

Grünspan (W3)

Ob "Grünspan" (essigsaures Kupfer) wirklich als "spanisches Grün" entstanden ist, muss ich noch verifizieren.
Vielleicht kann es jemand betätigen oder widerlegen.

H

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S

sangre azul (W3)

In "DAMALS 2-2019" ist im Bilderrätsel Seite 78 / 81 zu lesen:


Den spanischen Adligen des Mittelalters verdanken wir einen Begriff, mit dem bis heute AAngehörige der Aristokratie bedacht werden. Von Bedeutung ist hierbei, dass die Familien der früheren spanischen Elite meist westgotische Vorfahren hatte und sich daher durch eine etwas hellere Haut von ihren Untergebenen unterschieden.

Bereits unter maurischer Herrschaft sprach man in Kastilien vom "sangre azul", dem "azurblauen Blut" der Noblen. Bald wurden alle Adligen Spaniens als "blaublütig" bezeichnet. Ein blasser Teint, bei dem die Adern durchschimmern, galt über Jahrhunderte als Markenzeichen der Aristokratie.

Im Deutschen tauchte der Begriff erst um 1800 auf und wird spätestens seit dem 20. Jahrhundert in leicht spöttischer Weise verwendet.


(E?)(L?) http://etimologias.dechile.net/?sangre-azul

sangre azul


(E?)(L?) https://www.lyrics.com/artist/Sangre+Azul/877846

"Sangre Azul" were a Spanish hard rock and glam metal band from Madrid active 1982-1992. The group played a reunion in 2005.


(E?)(L?) https://www.wissen.de/rechtschreibung/blaubluetig

"blaublütig": Der Ausdruck "blaublütig" stammt aus der Zeit der maurischen Herrschaft in Spanien (711–1492). Den dunkelhäutigen Mauren fiel die helle Haut der ursprünglich westgotischen Oberschicht auf, durch die die Adern blau schimmerten. Daraus schlossen sie, dass in deren Adern "sangre azul", "blaues Blut", fließen müsse. Der Begriff wurde später auf die obersten Adelsfamilien und namentlich die Königsfamilie des Landes bezogen, die durch Heiraten mit Angehörigen anderer europäischer Höfe im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung hellhäutiger waren. "Blaublütigkeit" galt als germanische Eigenschaft, so spricht der französische Schriftsteller Alphonse de Lamartine (1790–1869) beispielsweise noch vom "roten Blut" der Franzosen und dem "blauen Blut" der Germanen.

Als Synonym für "adlig" taucht die Bezeichnung "blaublütig" erstmals in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts in Deutschland auf. Dabei wurde unterstellt, dass Adlige sich durch Handschuhe oder Sonnenschirme besonders vor Bräunung schützten, ihre Haut mithin hell blieb. Hier hat auch der Ausdruck "vornehme Blässe" seinen Ursprung.

Die Wendung "blaues Blut haben" bedeutet "adelig sein", "zum Adel gehören". Heute wird "blaublütig" eher ironisch verwendet.


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=Meyers&mode=Vernetzung&lemid=IB05937#XIB05937

"Blaues Blut" ("Blaublütigkeit"), soviel wie "altadliges Blut". Der Ausdruck "azurblaues Blut" ("sangre azul") soll zuerst in Spanien zur Maurenzeit aufgekommen sein, wo die weiße Haut der westgotischen Edlen mit ihren blau hindurchschimmernden Adern von der dunkeln Gesichtsfarbe der Mauren stark abstach. Die "Blaublütigkeit" ist daher ein Rassenmerkmal des blonden Germanen, und in diesem Sinne spricht Lamartine vom "roten Blute" der Franzosen und dem "blauen Blute" der Germanen. Zum Merkmal nichtarbeitender Menschenklassen wird das "blaue Blut" infolge der Hautverfeinerung durch Handschuhe und Sonnenschirm.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=10&content=sangre azul
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Span. "sangre azul" taucht in der Literatur um das Jahr 1800 auf.

Erstellt: 2019-07

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