Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Schmecken, Gustar, Taste, Sentire, Goûter - Geschmackssinn, Gusto, Sens du Goût, Senso del Gusto, Sense of Taste - Zunge, Lengua, La Langue, Lingua, Tongue

Fünf Sinne

Die fünf Sinne des Aristoteles (Tastsinn, Gehörsinn, Geruchssinn, Geschmackssinn, Gesichtssinn) ordnete Hermann von Helmholtz den Modalitäten Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken, Sehen zu, die unterschiedliche Qualitäten, wie rot, gelb, grün besitzen können. Die entsprechenden Sinnesorgane sind Haut, Ohr, Nase, Zunge, Auge.

Auch wenn die Physiologie mittlerweile weitere Sinneszellarten aufspürten besitzt die Kategorisierung des Aristoteles weiterhin einen gewissen Charme in der täglichen Zuordnung von Wahrnehmungen.

Und so spricht man auch vom "sechsten Sinn" ("sixth sense", "sixième sens"), wenn eine Erscheinung keine Entsprechung in den Sinnesorganen findet. Eine solche "außersinnliche / übersinnliche Wahrnehmung" wird als Intuition, l'intuition, intuition bezeichnet.

A

B

bitter (W3)

Das Adjektiv dt. "bitter" ist ein altgermanisches Wort, das man auch als mhdt. "bitter", althdt. "bittar", ndl. "bitter", engl. "bitter", schwed. "bitter", got. "baitrs" = dt. "bitter" findet. Dt. "bitter" gehört zur Wortgruppe dt. "beißen". Demnach bedeutete die Adjektivbildung "bitter" ursprünglich "beißend", "scharf" (vom Geschmack).

Davon wurden wiederum abgeleitet

Wie wichtig einst das Erkennen von Bitterstoffen war, ist in vielen Bezeichnungen noch nachvollziehbar:

Bei Adelung findet man:


"Bitter", -er, -ste, adj. et adv. was auf der Zunge beißt, eine gewisse beißende Empfindung auf der Zunge verursacht, von dem Geschmacke.

1. Eigentlich. Das schmeckt bitter. Bitter wie Galle. Bitter wie Wermuth. Bitter Mandeln. Das bittere Wasser Mosis, nicht weil es von Geschmacke bitter, sondern weil es mit einem Fluche verbunden war, daher es von dem Hr. Hofr. Michaelis durch Fluchwasser übersetzt wird, weil Flüche bey den Hebräern Bitterkeiten heißen.

2. Figürlich.

1) Wegen damit verbundener Beleidigung schmerzhaft, oder empfindlich. Ein bitterer, (anzüglicher) Scherz. Die bittere Wahrheit. Bittere Spöttereyen. Ein bitteres Lachen. Der bittere Tod, im gemeinen Leben. Bittere Beschuldigungen anzuhören ist eine große Marter für ein ehrliebendes Herz, Gell. Ehedem war es in der Bedeutung des Unangenehmen allgemeiner. Ein bitter schur, kommt von einem empfindlichen Winde bey dem Winsbeck vor. Allein heut zu Tage ist es nur auf einige besondere Fälle eingeschränkt.

2) Was voneiner solchen schmerzhaften Empfindung verursacht wird. Ich habe deinetwegen die bittersten Thränen vergossen. In grossem leyd vergüssent sy ir bitter zäher, Buch Belial 1472. S. "Bitterlich". Außer welchem Falle es in dieser Bedeutung wohl nicht weiter üblich ist.

3) Feindselig. Ein bitteres, (feindseliges) Gemüth. Einem die bittersten Vorwürfe machen. Ein bitterer Haß. S. "Erbittern".

Anm. "Bitter", bey dem Ulphilas "baitrs", im Angels. "biter", bey dem Ottfried "bitter", bey dem Notker "pitter", im Schwed. Dän. Nieders. und Engl. gleichfalls "bitter", bey dem Krainerischen Wenden "britke", kommt von "beißen", Nieders. "biten" her, welches die Isländische Mundart, in welcher dieses Wort "beiskur" lautet, noch mehr bestätiget. Den Begriff des "Bittern" drucken die Oberdeutschen auch noch durch "hantig", "hannig", "räß", und "barsch" aus, welches letztere vermuthlich auch von "beißen" herkommt, und im Niedersächs. "basch", im Holländ. "barsk", im Dän. "beesk", im Schwed. "barsk", "besk" und "betsk" lautet, obgleich Wachter es auf eine äußerst unwahrscheinliche Art von dem Griech. "???", "unreif", ableitet. Nicht das bitterste, bedeutet durch ganz Niedersachsen so viel als, nicht das geringste; allein dieses hat mit "bitter", amarus, nichts zu thun, sondern kommt zunächst von "Bißchen", Nieders. "bitsken", "betken", her.




(E?)(L?) https://www.duden.de/rechtschreibung/bitter

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Herkunft: mittelhochdeutsch "bitter", althochdeutsch "bittar", zu "beißen" und ursprünglich = "beißend", "scharf" (von Geschmack)
...


(E?)(L?) https://www.duden.de/synonyme/bitter

Synonyme zu "bitter"

Vorhandene Synonyme: 192


(E?)(L?) https://fwb-online.de/search?q=bitter&type=

bitter


(E?)(L?) https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/rsrec/sn/shwb/entry/Bitter




(E?)(L?) https://www.namenforschung.net/dfd/woerterbuch/liste/?tx_dfd_names%5Bname%5D=1960&tx_dfd_names%5BcurrentSelectedFacets%5D=&tx_dfd_names%5Bquery%5D=Bitter&tx_dfd_names%5Boffset%5D=&tx_dfd_names%5Baction%5D=show&tx_dfd_names%5Bcontroller%5D=Names&cHash=ff55fb5d9bd92baab4d30a92e3f1574d
"Bitter" kommt auch als Familienname vor.


Etymologie

Hauptbedeutung In Einzelfällen ...


(E?)(L?) http://www.mhdwb-online.de/lemmaliste.php

bitter a (145) MWB MWV


(E?)(L?) http://www.oedilf.com/db/Lim.php?Word=bitter

Limericks on bitter (1 - 10 of 34)


(E?)(L?) https://www.oldphras.net/olui/search/?stxt=bitter




(E?)(L?) https://www.owid.de/artikel/124701




(E?)(L?) http://awb.saw-leipzig.de/cgi/WBNetz/wbgui_py?sigle=AWB

"bitter-" s. AWB "bitt(a)r-".

"bittar" adj., mhd. nhd. MWB "bitter"; as. "bittar", mnd. mnl. "bitter"; ae. "biter"; an. "bitr"; vgl. got. "baitrs". — Graff III, 88.
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(E?)(L?) https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&term=bitter

Bitter


(E?)(L?) https://www.wdw.uni-trier.de/onlinewb/

"bitter" Adj.:

a. geschmackl. Eigenschaft des Mosts gegen Ende der Gärung Bad. 18, Els. 03, Els. 12, NÖ 05, UngSathm. 01.-

b. nach Hefe schmeckend (v. Wein) Bas. 02.

Formen: "biter" Els. 12 Bas. 02, "bita" Els. 03, "bita" NÖ 05, "bitr" Bad. 18 UngSathm. 01.

Etym.: mhd. "bitter", ahd. "bittar".

Lit.:
...


(E?)(L?) https://www.wissen.de/wortherkunft/bitter

"bitter" = "herb" - mhd. "bitter", ahd. "bittar"; geht zurück auf germ. "*bit–ra–" = "bitter"; das Adjektiv gehört zur der unter "beißen" dargestellten indogermanischen Sippe und bedeutet eigentlich "beißend".


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB#1

"BITTER", amarus, acerbus, goth. "baitrs", ahd. "pitar", "pittar" (Graff 3, 88), mhd. "bitter" (Ben. 1, 176), alts. "bittar", nnl. "bitter", ags. "biter", engl. "bitter", altn. "bitr", schw. dän. "bitter". unverkennbar, mit merkwürdiger abweichung der formen, von der wurzel "beiszen", goth. "beitan" mordere, aus dessen ablaut "bait" das goth. adj. "baitrs" unmittelbar flieszt. auch gab es, mit eingeschaltetem K, ein ahd. "peiscar" mordax (Graff 3, 232), dem altn. "beiskr" amarus, schw. "bäsk", "besk", dän. "besk" entspricht. für amarus dauerte aber ahd. und mhd. neben "pîsan", "bîsen" die tenuis der vorigen lautstufe in "pittar", "bitter" fort, dessen "T" und "TT" also dem der übrigen dialecte begegnet (ungefähr wie ahd. "tutto", nhd. "dutte" dem ags. "tit", engl. "teat" zur seite steht /Bd. 2, Sp. 54/ und von "zitze" abweicht, vgl. auch 1 DWb "schütten" und "schützen"). auf ähnliche weise gilt das dän. "bitter" neben "bide", mordere, dessen part. "bidende" ganz die vorstellung von "bitter" enthält. die hochdeutsche aspiration wird sich dennoch hernach unter "bitzel" und "bitzer" geltend machen.
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"BITTER", adv. amare, goth. "baitraba", "???", ahd. "pittaro": inti ûs gangenti Petrus wiof "bittaro". Matth. 26, 75; wenn er fort war, warf ich mir diese härte "bitter" vor. Gotter 3, 27; er haszte höfe "bitter". J. Paul Tit. 1, 20; nicht so "bitter" die zähne geknirscht! Schiller 198; du antwortest mir "bitter", du redest "bitter". s. "bitterlich".
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(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=FindeB#3

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"BITTER" (goth. "baitrs", ahd. "bittar", vielleicht zu "bîzen" gehörig.
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(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB#1

bitter


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Lexer#1

bitter
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gt. "baitr" von gt. "beitan" nhd. "beissen" (Gsp. 60), das wort müsste also hd. mit lautverschiebung "bisser" lauten. vgl. md. "bitzer" Pf. üb. 16,982. Germ. Hag. 10. 165,166 u. Dwb. 2,53. 58;


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Meyers#2

Bitter, 1) Karl Hermann, Staatsmann und Musikschriftsteller, geb. 27. Febr. 1813
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(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB#1




(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB#1

bitter


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Wander#1

bitter


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=bitter
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "bitter" taucht in der Literatur um das Jahr 1720 auf.

(E?)(L?) https://corpora.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-10

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