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Deutsche Wörter arabischen Ursprungs

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Erstellt: 2020-05

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Unger, Andreas - VAbZ
Von Algebra bis Zucker
Arabische Wörter im Deutschen

(E?)(L?) http://www.reclam.de/detail/978-3-15-010609-9

Das "Minarett", der "Harem", die "Falaffel" - das sind Wörter aus der arabischen Sprache, die sich bei uns mit den Dingen, die sie bezeichnen, eingebürgert haben. Aber auch so geläufige, zum Teil ganz treudeutsch anmutende Wörter wie "Aprikose", "Benzin", "Gamasche", "Kaliber", "Lack", "Laute", "Limonade", "Matratze", "Scheck", "Sofa", "Spinat", "Tasse", "Ziffer" und sogar "Zucker" stammen aus dem Arabischen. Es mag gerade viel vom »Kampf der Kulturen« die Rede sein, das Zusammenwirken der Kulturen ist viel älter, und es hat vor allem im Mittelalter bewirkt, dass eine neugierige, aufnahmebereite und vermittlungsfreudige arabische Kultur Europa gelehrt hat, was feine Lebensart, Wissenschaft und Technik sind. Längst nicht alle diese Begriffe und Dinge stammen ursprünglich aus der arabischen Kultur, sie wurden zumeist von den Arabern im Zuge der Expansion des Islam von anderen Kulturen übernommen, wie z.B. der persischen, der indischen, oder auch den schriftlichen Relikten der antiken griechischen Wissenschaften. Andreas Unger versammelt in seinem Lexikon alle geläufigen deutschen Wörter arabischer Herkunft, und mit der Wortgeschichte schreibt er immer auch Kapitel einer Kulturgeschichte der Dinge, die die Wörter bezeichnen.

Dem "Minarett", dem "Harem" oder der "Falaffel" sieht man die Herkunft aus der arabischen Sprache an. Aber auch ganz geläufige, treudeutsch anmutende Wörter wie "Laute", "Sofa", "Tasse" oder "Zucker" stammen aus dem Arabischen. Die Dinge, die sie bezeichnen, hat Europa v.a. im Mittelalter vom Morgenland übernommen, denn die arabische Kultur, die ihrerseits vieles im Zuge der Expansion des Islam von anderen Kulturen übernahm, war damals führend in Wissenschaft und Technik und Maßstab der feinen Lebensart - und hat diesen Reichtum Europa weitervermittelt. Andreas Unger versammelt in seinem Lexikon alle geläufigen deutschen Wörter arabischer Herkunft, und mit der Wortgeschichte schreibt er immer auch ein Kapitel der Kulturgeschichte dieser Dinge.

Nhd. "Alkohol" geht ursprünglich zurück auf arab. "(al-)kuhl", "(das) Augenpulver", ein Wort, das viele Verwandte in anderen semitischen Sprachen hat. Schon im 2. Jt. v. Chr. ist das akkadische und später das assyrische "guhlu" belegt, ein wertvolles Kosmetikum zum Färben von Augenpartien, vermutlich mit schwarzer Farbe. Dieses Mittel war im Altertum sehr verbreitet; unter anderem Namen wird es bei den Ägyptern, Griechen und Römer...

2., überarb. und aktual. Aufl.
Mitarb.: Islebe, Andreas Christian
320 S.
ISBN: 978-3-15-020281-4


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