Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
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Tasse (W3)

Die dt. "Tasse" sieht zwar sehr deutsch aus, sie stammt jedoch aus dem Persischen. Aus arab. "tas", "tasa" = dt. "Schälchen" wurde pers. "tast", "täšt" = dt. "Becken", "Untertasse". In Frankreich wurde es zu frz. "tasse" und von da wurde es im 16. Jh. als dt. "Tasse" entlehnt. Als weitere Herkunft wird das Verb proto-iran. "taš-" = dt. "machen", "Konstruieren" genannt.

Bei Adelung findet man:


Die "Bechertasse", plur. die -n, kleine runde Becher nach Art der "Tassen"; in Niedersachsen "Tümmelchen".

Die "Glühtasse", plur. die -n, Diminut. Das Glühtäßchen, bey den Probirern, eine kleine Tasse von Gold oder Silber, das ausgelangte Goldkorn darin glühend, und vor dem Abwägen trocken zu machen.

Die "Henkeltasse", plur. die -n, eine mit einem Henkel versehene Tasse.

Die Tasse", plur. die -n, Diminut. das "Täßchen", Oberd. "Täßlein", kleine Schalen, woraus man Thee und Kaffeh zu trinken pflegt, und deren gemeiniglich zwey zusammen gehören, wovon die Obertasse klein und tief, die Untertasse aber groß und flach ist; im Oberd. das "Schälchen", "Theeschälchen", "Kaffehschälchen".

Anm. Das Wort ist aus dem Französ. "Tasse", und mit der Sache selbst aus Frankreich zu uns gebracht worden. Im Ital. lautet es "Tazza". Beyde scheinen zunächst aus den Morgenländern herzustammen, aus welchen beyde Arten Getränke bey uns bekannt geworden. Im Persischen ist "Tas", ein "Becher". Indessen ist doch auch dieses mit unserm "Tasche" in der weitesten Bedeutung eines hohlen Raumes verwandt.


(E?)(L?) https://www.alphadictionary.com/goodword/date/2020/07/07

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"Tasse" was was inherited from Medieval Latin "tassa" = "cup", borrowed from Arabic "tas", "tasa" = "bowl", "cup". "Tas", "Tasa" originated in Middle Persian "tšt'" ("tašt"), ultimately from the past participle of the Proto-Iranian verb "taš-" = "to make", "construct".
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(E?)(L?) http://www.atlas-alltagssprache.de/r8-f3h-2/

Kaffeetasse

Großer Becher für Kaffee (Frage 3h)

Das Gefäß, aus dem man eine große Portion Kaffee trinkt, wird in weiten Teilen Deutschlands sowie in der Schweiz, in Ostbelgien und Südtirol einfach "große Tasse" genannt. Im Südwesten Deutschlands, im Raum Hamburg, in Niedersachsen und im Rheinland heißt es auch "Becher" (aus mlat. "bicarium" = dt. "Weingefäß", "Becher", vgl. ital. "bicchiere" = dt. "Glas"), was sich ansonsten eher auf ein "Trinkgefäß ohne Henkel" bezieht. Typisch ist aber in jedem Fall die mehr oder weniger zylindrische Form. In einigen Regionen gibt es spezielle Bezeichnungen für die "große Kaffeetasse", die von regionalen Wörtern für "Topf" herkommen. So überwiegt im Norden Deutschlands die Bezeichnung "Pott" (nierderdeutsch für "Topf", vgl. ebenso nl./engl./frz. "pot", dän. "potte", schwed. "potta" – anzunehmen ist ein vulgärlat. "*pottus", die weitere Herkunft ist unklar.

"Duden Etymologie" verweist auf Inschriften von Trierer Töpferwaren der Römerzeit, „wo der Personenname "Pottus" Spitzname von Fabrikanten ist. Möglicherweise ist ein vorkeltisches Handwerkerwort von den Franken in Trier übernommen worden und hat sich später im europäischen Nordwesten ausgebreitet.“).

Im Erzgebirge und in der Lausitz findet sich "Dippel", "Dippl", was mit dem Wort "Topf" verwandt ist (Verkleinerungsform "Tüppel" zur dialektalen Form "Tupp". Die weitere Herkunft von "Topf" usw. ist unklar, evtl. besteht eine Verwandtschaft zu Wörtern wie engl. "to dip", dt. "taufen", "tief" usw.).

Auch das bairische "Haferl", in Österreich weitgehend mit Umlaut ("Häferl"), ist die Verkleinerungsform eines oberdeutschen Worts für "Topf" ("Hafen" – evtl. zu "heben").

Seltene Meldungen, jedoch mit regionaler Konzentration, sind außerdem "Humpen" in der westlichen Pfalz (ansonsten eher für ein Biergefäß üblich, nach Kluge ist das zunächst im Ostmitteldeutschen bezeugte Wort „vermutlich durch Leipziger Studenten verbreitet worden“) und "Schale" in (Süd-)Tirol. "Schale" (ein Wort germanischer Herkunft, das wohl mit "Schale" im Sinn von "Muschelschale" etc. zusammenhängt, wenngleich es nicht damit identisch ist) wird in Österreich auch allgemein statt "Tasse" verwendet.


(E?)(L?) https://www.architonic.com/de/products/0/0/0/1?search=Duschtassen

SUCHERGEBNISSE FÜR "DUSCHTASSEN"


(E?)(L?) https://www.baby-und-familie.de/Gesundheit/Vor--und-Nachteile-von-Menstruationstassen-524575.html

Vor- und Nachteile von Menstruationstassen


(E?)(L?) http://www.beyars.com/lexikon/lexikon_2178.html

Tropftasse / Tropfschüsseln / Auffangring

Mitgearbeitete Untertasse bei Soßenschalen usw.

Auffangring (Tropfschüssel) für das flüssige Wachs bei Kerzenleuchtern.

Beide können mehr oder weniger reich verziert sein und unterliegen den einzelnen Zeitstilen.


(E?)(L?) https://www.chefkoch.de/rezepte/3045291457204145/Tassenpizza.html

Tassenpizza


(E?)(L?) https://www.chefkoch.de/rezepte/3409091507801038/3-Tassenkuchen-Varianten-Oreo-Nutella-Red-Velvet.html

3 Tassenkuchen-Varianten: Oreo, Nutella, Red Velvet


(E?)(L?) https://www.deutschlandfunk.de/kalenderblatt.870.de.html?cal:month=10&cal:year=2013&drbm:date=2013-10-06

Sendung vom 06.10.2013

Meret Oppenheim 1975 mit ihrer berühmten Pelztasse.

Wenn man Künstler ist, "dann dringt das einfach von selbst durch"

Vor 100 Jahren wurde die Künstlerin Meret Oppenheim geboren

Sie gehörte zur surrealistischen Bewegung im Paris der 30er-Jahre, gilt als Ikone einer feministischen Kunst. Dabei war Meret Oppenheim selbst davon überzeugt, dass Geist und Kunst androgyn seien.


(E?)(L?) https://www.dw.com/de/alle-tassen-im-schrank/a-15051624

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Das Wort ["Tasse"] selbst kommt ursprünglich aus dem Persischen: "täšt" steht für eine Schale zum Trinken. Das deutsche Wort ist entlehnt aus dem Französischen beziehungsweise Italienischen: "tasse", "tazza".
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(E?)(L?) https://www.goethe.de/ins/lt/de/kul/sup/kur/20549308.html

Klotzek & Manns Ni(e)da

SCHON MAL VERSUCHT AUS EINER QUADRATISCHEN TASSE ZU TRINKEN?


(E?)(L?) http://lwp.ids-mannheim.de/art/meta/5054?top=5046

Tasse

Lehnwörterbucheinträge zu diesem Herkunftswort

Hebräisch (Adiv/Mendel 2015ff.) "Tasa"

Herkunftswort "Tasse"


(E?)(L?) https://www.owid.de/artikel/42971

Henkeltasse


(E?)(L?) https://www.owid.de/artikel/233055

Sammeltasse


(E?)(L?) https://www.owid.de/artikel/92787

Schnabeltasse


(E?)(L?) https://www.owid.de/artikel/249641

Suppentasse


(E?)(L?) http://www.sammlernet.de/sammtas/index.htm

Sammeltassen sammeln für Sammler von Sammeltassen

Sammeltassen gibt es nicht nur aus Keramik oder Porzellan sondern auch in anderen Materialien wie z.B. Plastik.

Gemeinsam ist bei ihnen, dass sie ein bestimmtes Motiv tragen. Besonders beliebt sind auch Sammeltassen zu bestimmten Anlässen wie z.B. Weihnachtsmärkten oder Sportveranstaltungen.

Dabei entwerfen auch bekannte Künstler die Motive für die Sammeltassen.
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(E?)(L?) http://www.sammlernet.de/werbetas/index.htm

Werbetassen sammeln für Sammler von Werbetassen

Auf den folgenden Seiten finden Werbetassen-Sammler Infos, News, Links und mehr zum Thema Werbetassen sammeln.
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(E?)(L?) https://www.spiegel.de/karriere/buerogezeter-das-kleine-schimpfwort-abc-a-744198.html

"Kaffeetassenannektierer": Kollege, der keinen eigenen Kaffeepott besitzt, aber immer die der Kollegen benutzt


(E?)(L?) https://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-safran-oeffne-dich-a-628655.html

Zwiebelfisch

Safran, öffne dich!

"Sofa", "Matratze", "Kaffee" und "Zucker" - ohne das Arabische wäre die deutsche Gemütlichkeit nur halb so gemütlich. Auch im Gewürzregal sähe es ziemlich trostlos aus. Ohne das Arabische hätten wir nicht mal "Alkohol"! Und keine "Null". Und schon gar nicht alle Tassen im Schrank!

Von Bastian Sick

17.06.2009, 13.47 Uhr
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Und noch ein weiteres Genussmittel stammt aus dem Orient, und zwar ein ganz wichtiges, ohne das die Welt schon lange aufgehört hätte, sich zu drehen. Und ohne das keine meiner Kolumnen je fertig geworden wäre: der "Kaffee". Die Araber kannten ihn schon lange vor den Türken und nannten ihn "qahwa". Wenn man "Kaffee" in einer "Tasse" serviert, hat man gleich zwei arabische Wunder vor sich; denn auch das Wort "Tasse" haben wir aus dem Arabischen übernommen.
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(E?)(L?) https://www.tmy.se/index195

"TASSENDIEBSTAHL"

Die Meldung, dass eine große Anzahl Polizisten in Schonen Jagd auf Diebe macht, die "Tassen" im Wert von 10 Millionen Kronen gestohlen haben, verwirrte mich etwas. Ich stellte mir LKW-Ladungen mit vielen "Tassen" vor. Bis es mir dämmerte, dass koppar nicht nur der Plural von "kopp" ("Tasse" auf Schwedisch) ist, sondern auch "Kupfer" bedeutet. :-)

Der in letzter Zeit stark gestiegene Kupferpreis sorgt vermehrt für Diebstahl dieses Rohmaterials.

Tagged Kriminalität, News, Sprache


(E?)(L?) https://dict.tu-chemnitz.de/doc/calc.en.html

1 Cup (Tasse) = 0,237 Liter


(E?)(L?) https://corpora.uni-leipzig.de/de/res?corpusId=deu_newscrawl_2011&word=Tasse

Wort: "Tasse"

Anzahl: 2,113

Rang: 14,873

Häufigkeitsklasse: 12

Siehe auch: "tasse"

Artikel: die

Wortart: Nomen

Grundform von: "Tassen"

Teil von: eine Tasse Kaffee, eine Tasse Tee, Tasse Kakao, noch eine Tasse, noch eine Tasse Kaffee, eine Tasse Kakao, Tasse und Untertasse, eine Tasse voll

Sachgebiet: Kunsthandwerk, Trinkgefäße

Beschreibung: Eine "Tasse" ist ein "Trinkgefäß mit Henkel", das vorrangig für Heißgetränke verwendet wird. Besonders in Teilen Österreichs wird die Tasse... Wikipedia Icon

Synonym: "Henkelbecher", "Schale"

Dornseiff-Bedeutungsgruppen:

19.5 Behälter für Flüssiges und Gase: "Becher", "Bembel", "Glas", "Humpen", "Kaffeetasse", "Kelch", "Pokal", "Pott", "Schoppen", "Seidel", "Tasse", "Trinkhorn", "Tulpe"

Kookkurrenz-ähnliche Formen: Tee | Tassen | Teelöffel | Kaffee | Orangensaft

Beispiele:
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(E?)(L?) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Tasse", im Diminutivum "Täßchen", kleine Schalen, woraus man Thee und Kaffee, auch andere Getränke, wie Chokolade, Bouillon etc. zu trinken pflegt, von Porzellan, Gesundheitsgeschirr, Fayance, Steingut, auch anderm schlechten Thone. Es gehören dazu zwei Stücke, der "Oberkopf" oder die "Obertasse", und die "Untertasse"; die Letztere ist eine flache runde Schale, und die Erstere ist hoch, rund und hohl. Ueberhaupt ist die Form der Tassen sehr verschieden, und gleichfalls der Mode unterworfen, daher könnte man nur Abbildungen von den verschiedenen Formen geben, indem sie sich mit Worten nicht gut beschreiben lassen. Die "Oberköpfe" haben Handheben oder Henkel, womit man sie anfassen kann, und dieses hauptsächlich wegen der heißen Flüssigkeit: des Thees, Kaffees, der Chokolade, Bouillon etc. Man hat Tassen in Porzellan von sehr schönen Formen, gemalt, vergoldet, auch mit erhabenen Figuren etc. Die Malerey besteht in Kränzen, Blumenbouquets, Früchten, kleinen Landschaften, Köpfen ausgezeichneter Personen, in mit Blumen verzierten Buchstaben auf weißem Grunde, Porzellangrund. Auch hat man Tassen in verschiedenen Farben, als blau, grün, rosa, gelb etc. Die Vergoldung besteht in Randvergoldung und in Vergoldung des äußern und innern Oberkopfes. Die Randvergoldung erstreckt sich auf die Ober= und Untertassen, die Letztern findet man selten ganz vergoldet, weil sich das Gold im Gebrauche bald wegen des Hin= und Herschiebens des Oberkopfes abnutzen würde. Man hat sie auch mit goldenen Strichen auf blauem, rothem, grünem etc. Grunde, kurz, in allen Verzierungen und Formen.

Man verkauft die Tassen in den Fabriken Dutzendweise, auch Paarweise, das heißt, Unter= und Obertasse, besonders von den dekorirten Tassen, wo das Paar von 1 bis zu 5 Rthlr. im Preise hinaufgeht; auch wohl noch darüber hinaus, mit feiner Malerey und feiner Vergoldung. In den Königlichen oder Staatsprozellanfabriken findet man die größte Auswahl, sowohl in der Form, als auch in der Malerey und Vergoldung.

Auch in Steingut findet man sehr schöne Tassen von ansprechender Form, in grauer, brauner, rother, gelber, grüner etc. Farbe, nur haben sie das Uebel, daß sie leicht springen, wenn Thee, Kaffee etc. zu heiß hineingegossen wird; man muß sie daher erst wärmen, wie man es mit den Gläsern macht, ehe man Punsch eingießt, um dieses Springen zu verhüten. Auch von Sanitätsgut hat man Tassen in allen Formen, und da diese Masse sich nicht merklich von dem Porzellane unterscheidet, so finden die Tassen aus dieser Masse vielen Beifall, und um so mehr, da der Preis geringer ist. Man hat auch Tassen von Gold, Silber und von Glas.

Das Wort "Tasse" ist Französisch, und mit der Sache selbst aus Frankreich zu uns gekommen. Im Italienischen lautet es "Tazza". Man glaubt, daß es aus dem Morgenländischen herstammt, da beide Arten des Getränkes von dort her zu uns gekommen sind. Im Persischen ist "Tas" ein "Becher", welches nach Adelungs Meinung auch mit unserm "Tasche" in der weitesten Bedeutung eines hohlen Raumes verwandt ist, und dieses scheint nicht unwahrscheinlich zu seyn, da der hohle Raum auch hier der geltende ist.

"Tasse de Neptune", die Französische Benennung der "Neptunskreuzwalze", "Voluta cymbium", s. unter "Walzenschnecke", in W.

"Tassen", ein regelmäßiges Zeitwort, welches so viel, als "einbanzen" bedeutet; s. "Taß".


(E?)(L?) https://www.wdrmaus.de/filme/sachgeschichten/fototasse.php5

Wie kommt das Foto auf die Tasse? Christoph bekommt ein ganz besonderes Geschenk: eine "Fototasse"! Doch wie kommt das Foto auf die Tasse?


(E?)(L?) https://glossar.wein.plus/probentasse

Probentasse

Kleine Schale aus poliertem oder facettiertem Silber oder einem anderen Metall, das besonders in Burgund bei einer Weinbewertung vor allem bezüglich der Farbe in einem (dunklen) Keller verwendet wird. Die französische Bezeichnung ist "Tastevin".


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/DWB/

"DECKELTASSE", f. franz. "tasse à couvercle". engl. "covered cup". Beil 141.

"GLÜHTASSE", f., 'bei den probierern eine kleine tasse von gold oder silber, das ausgelaugte goldkorn darin glühend und vor dem abwägen trocken zu machen' Adelung 2 (1775) 731. —

"GONDELTASSE", f., auch "gondel", f., schmales, hohes trinkgefäsz ohne henkel, nach gleichbed. frz. "gondole": gondeltasse ein trinkgeschirr ohne fusz und henkel, in gestalt einer gondel Jacobsson technol. wb. 2 (1782) 140a. —

"HENKELTASSE", f. tasse mit einem henkel versehen. Jacobsson 2, 253b.

"MUNDTASSE", f. tasse für den eigenen mund, aus der man gewöhnlich trinkt: der kammerdiener trat herein und verlangte noch einiges. es war eine mundtasse des herrn, ein paar silberne löffel und mancherlei was Ottilien auf eine weitere reise, auf ein längeres auszenbleiben zu deuten schien. Göthe 17, 174.

"OBERTASSE", f. die obere tasse (vgl. "oberschale"): candelaber von chinesischem porcellan .., welche, näher betrachtet, aus einzelnen schaalen, ober- und untertassen u. d. g. zusammen gekittet sind. Göthe 28, 117; die tassen waren zusammengeborgt, die untertassen kamen hier her, die obertassen dort her. Gotthelf Uli der pächter (1859) 239.

"SCHOKOLADETASSE", f. ebenda. —

"TASSE", f. kleine (leere oder gefüllte) trinkschale zu kaffee, thee u. s. w., aus franz. "tasse", span. "taza", ital. "tazza" (davon bair. "tatze" Schm.2 1, 635, bei Stieler "tatse"), vom arab. "tassuh" = "napf", "becken", und dieses von "tassa" = "eintauchen" Diez4 318: die tassen ist ein trinkgeschirr oder schalen. Maaler 399a; silberne, vergüldte tasse. Stieler 2259; in unsern tassen oder schallen darf niemand drinken. Elis. Charl. (1879) 38; ich hatte einen glüenden wein bereitet, von welchem er 4 oder 5 tassen (voll) zu sich nahm. Felsenburg 2, 303; eine tasse kaffee trinken. Göthe 15, 15; er bemerkte auf dem tische eine doppelte portion caffee und zwei tassen. 25, 262; er schlürft acht tassen aus. Bürger (1778) 135;
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Zusammensetzungen: "tassenförmig", "pateriformis" Nemnich 3, 590; das mit einem weiszen tuch belegte und tassen GESCHMÜCKTE klavier. Auerbach ges. schriften 14, 130; "tassenglöcklein", schweiz. "tassenglöggli", "obertasse". schweiz. idiot. 2, 618, "tassengupf" m. dasselbe 2, 392, vgl. DWB köpfchen; "tassenhenkel", den die mädchen abbrechen. Freytag ges. werke 7, 313; "tassenköpfchen", "obertasse" Spiesz henneb. idiot. 252; "tassenpaar" (vorher zwei tassen) Göthe 25, 262; ein mit "tassenringeln" und dintenflecken übersäeter schreibtisch. Matthisson schriften 6, 328; "tassenschälchen", hannöverisch die "untertasse".

"THEETASSE", f. H. Heine 5, 242.

"UNTERTASSE", f., gs. der "obertasse" (s.d.). umgangssprachlich dafür: "schälchen", "plättchen", "unterteller", "untersatz", "teller" Kretschmer wortgeographie 522: carmin, in der mitte einer u. dicht aufgetragen, nannten sie roth Göthe II 1, 47 W.; scharfe kälte, welche beim theetrinken im freien die obertassen an die untertassen anfrieren machte Ritter erdkunde 2, 1092; mir ist ..., als sei ich niemals unglücklicher in den versuchen gewesen, meinen kaffee aus der ober- in die u. umzuschütten Storm (1899) 1, 63; ein ... tanzlehrer, der ein gesicht wie eine u. hat D. v. Liliencron zehn novellen 140. untertassenförmig hypocrateriformis, -morphus Bischoff wb. d. beschreib. botanik (1839) 97. —


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/GWB/

"Kaffeetasse" Bindestrichschr "das Trinkgefäß"; als Gelassenheit signalisierendes Requisit eines Porträtierten1) 33,301,11 BelagergMainz

1) Abb in E Freiherr Schenk zu Schweinsberg, GMKraus. SchrGG43, 1930,Taf 32


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/RhWB/




(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Tasse
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Tasse" taucht in der Literatur um das Jahr 1650 / 1750 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-08

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