Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
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nicht alle Tassen im Schrank haben (W3)

Die Redewendung dt. "nicht alle Tassen im Schrank haben" weist nicht auf eine volle Geschirrspülmaschine hin. Die "Tassen" um die es hier geht, leiten sich von jidd. "Toshia" = dt. "Klugheit" ab. So spricht man etwa auch von einer dt. "trüben Tasse" wenn der Verstand gtrübt ist. Und der "Sprung in der Tasse" weist auf unzusammenhängende "Gedanken-Sprünge" hin. Und wer dt. "nicht alle Tassen im Schrank haben" hat, bei dem fehlt es an Verstand und Klugheit.

Die "Tasse", die zum Trinken dient geht zurück auf arab. "tas" = dt. "Schälchen".

Bei "etymologie.tantalosz.de" findet man allerdings auch eine andere Deutung mit Bezug auf die fünf Sinne "Hören, Sehen, Schmecken, Riechen und Tasten". Aber auch dabei liegt jidd. "toshia" = dt. "Verstand" zu Grunde.

(E?)(L?) https://www.ettinger-phraseologie.de/pages/buchinhalt/c/c.9.php#10

10. nicht alle Tassen im Schrank haben (ugs.)

nicht recht bei Verstand sein


(E?)(L?) https://www.ettinger-phraseologie.de/pages/buchinhalt/c/c.12.php#8

8. eine trübe Tasse sein (ugs.)

ein langweiliger, temperamentloser, dummer Mensch sein


(E?)(L?) https://www.phraseo.de/phrase/4935804/

Nicht alle Tassen im Schrank haben

Nicht ganz bei Verstand sein; nicht recht bei Verstand sein.

Saloppe Redensart.


(E?)(L?) https://www.redensarten.net/tassen-im-schrank/

...
Herkunft

Wenn Sie sprichwörtlich nicht alle Tassen im Schrank haben, wird es nichts bringen, Ihr Geschirr auf Verluste zu überprüfen. Die hier gemeinten Tassen kann man auch nur schwerlich in den Schrank stellen, da sie sich angeblich vom jiddischen Wort "toshia" (= "Verstand") herleiten. Diesen Ursprung teilen auch Wendungen wie "eine trübe Tasse sein" oder "einen Sprung in der Tasse haben".
...


(E?)(L?) https://www.redensarten-index.de/

nicht (mehr) alle Tassen im Schrank haben

einen Sprung in der Schuessel / Tasse haben

"eine trübe Tasse" - ein dummer Mensch / begriffsstutziger Mensch / langsamer Mensch / langweiliger Mensch - umgangssprachlich, Schimpfwort


(E?)(L?) http://etymologie.tantalosz.de/

Du hast wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank, Latten am Zaun, Kekse in der Dose, Nadeln an der Tanne, ...

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, mit der wir gelegentlich jemanden recht harsch anfahren, der wirres Zeug redet, etwas Unverständliches tut, offenbar nicht ganz bei Verstand, verwirrt oder gar verrückt ist: Ursprünglich bezweifelten wir wohl ganz klassisch, daß derjenige seine fünf Sinne "Hören, Sehen, Schmecken, Riechen und Tasten" nicht ganz beisammen hatte.

"Nicht alle Tassen im Schrank" hat jemand, den man für verrückt hält und meint übertragen, er hätte seine fünf Sinne nicht beisammen. Unsere Wahrnehmung ist gestört, wenn einer dieser Sinne - hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen - fehlt. Auch in anderen Redewendungen ist die Tasse im Sinne von "Verstand" oder "Gemüt" gebräuchlich: Man spricht bei einem langweiligen Menschen auch von einer "trüben Tasse", die Redewendung, jemandes Tasse habe einen Sprung, ist indes etwas aus der Mode gekommen. In all diesen Wendungen hat die "Tasse" nichts mit dem Trinkgefäß (wie in "Hoch die Tassen") zu tun, sondern leitet sich vom jiddischen "toshia" = dt. "Verstand" her.


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Redewendungen

"Nicht alle Tassen im Schrank haben" – "geistig nicht normal sein". "Tasse" ist eine Verballhornung von jiddisch "toschia" „Verstand“. Regional auch: "Nicht alle Latten am Zaun haben".


(E?)(L?) https://de.wiktionary.org/wiki/nicht_alle_Tassen_im_Schrank_haben

nicht alle Tassen im Schrank haben


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=alle Tassen im Schrank
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "alle Tassen im Schrank" taucht in der Literatur um das Jahr 1940 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#alle Tassen im Schrank

This experiment brings together the power of Google Translate and the collective knowledge of Wikipedia to put into context the relationship between language and geographical space.


Erstellt: 2016-07

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Tassen
Tassen im Schrank
trübe Tasse
Sprung in der Tasse (W3)

Im Deutschen gibt es verschiedene Ausdrücke, in denen es um die "Tasse" geht. So kann man etwa "nicht alle Tassen im Schrank" haben, eine "trübe Tasse" sein, oder "einen Sprung in der Tasse" haben.

In all diesen Ausdrücken soll "Tasse" eine Verballhornung des jidd. "toshia" = dt. "Verstand" sein. Die Ausdrücke bedeuten also sinngemäß: "nicht bei vollem Verstand" sein, einen "trüben Verstand" haben, oder "einen defekten Verstand" haben (unzusammenhängende "Gedanken-Sprünge" hervorbringen).

(E?)(L?) https://www.dw.com/de/alle-tassen-im-schrank/a-15051624

Alle Tassen im Schrank?

Es gibt sie in verschiedenen Größen, Farben, mit oder ohne Sinnspruch. Mancher hat "nicht alle im Schrank" oder einen Sprung in ihnen. Die trübe Form mag niemand so recht. Eine besondere Ausfertigung füllt den Magen.
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Das Wort ["Tasse"] selbst kommt ursprünglich aus dem Persischen: "täšt" steht für eine Schale zum Trinken. Das deutsche Wort ist entlehnt aus dem Französischen beziehungsweise Italienischen: "tasse", "tazza".
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Denn sagt zum Beispiel Ihr bester Freund zu Ihnen "Du hast wohl nicht alle Tassen im Schrank", dann meint er damit, dass Sie unsinniges Zeug reden oder tun, nicht ganz bei Verstand sind, oder gar einen Sprung in der Tasse haben.
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Auch der Ausdruck "trübe Tasse" ist nicht wörtlich zu nehmen. Als trübe Tassen werden Menschen bezeichnet, die langweilig sind. Wenn andere feiern gehen, sitzen sie lieber daheim.
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In allen diesen Redewendungen hat "Tasse" jedoch einen anderen Wortstamm. Es leitet sich her vom jiddischen Wort "toshia", was so viel bedeutet wie "Verstand".
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(E?)(L?) https://www.redensarten.net/tassen-im-schrank/

Nicht alle Tassen im Schrank haben

Bedeutung: verrückt sein; etwas Idiotisches/Unsinniges gesagt/vorgeschlagen/getan haben bzw. tun wollen/vorhaben

Herkunft

Wenn Sie sprichwörtlich "nicht alle Tassen im Schrank" haben, wird es nichts bringen, Ihr Geschirr auf Verluste zu überprüfen. Die hier gemeinten Tassen kann man auch nur schwerlich in den Schrank stellen, da sie sich angeblich vom jiddischen Wort "toshia", "toschia" (= "Klugheit", "Verstand") herleiten. Diesen Ursprung teilen auch Wendungen wie "eine trübe Tasse sein" oder "einen Sprung in der Tasse haben".
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(E?)(L?) https://www.redensarten-index.de/

"nicht (mehr) alle Tassen im Schrank haben"
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Die Herkunft der Redensart ist nicht geklärt.

Zunächst könnte man vermuten, dass hier die "Tassen im Schrank" metaphorisch für die Voraussetzungen stehen, die man für vernünftiges Handeln braucht - wenn sie fehlen, handelt man eben nicht vernünftig.

Eine weitere Deutung bezieht sich auf das jiddische Wort "toschia", was "Verstand", "Klugheit" bedeutet und volksetymologisch zur "Tasse" wurde; der Schrank als Behältnis für die Tassen würde hier für den Kopf als Behältnis für den Verstand stehen.

Manche schreiben die Redensart dem Schauspieler Heinrich George zu, der diese Redensart 1940 geprägt haben soll.

Eine weitere Variante lieferte die Schriftstellerin Christa Reinig (1926-2008), wonach die Wendung in ihrer Anwesenheit in einer Küche während der Zeit des Zweiten Weltkrieges entstanden ist: "Aus dem Gespräch entwickelte sich alsbald ein Streit, Schimpfworte wechselten hinüber und herüber. Das übliche 'verrückt', 'bekloppt' war bald vertan. Es kamen die anspruchsvollen intellektuellen Schöpfungen der goldenen Zwanziger zur Sprache: 'Du hast wohl nicht alle Antennen am Sender', 'Deine Verstärkerröhre is jeplatzt'. Dann ging uns die Munition aus. Ich ließ meine Augen umherschweifen und ergriff, was ich gerade sah: Ich nannte Vera einen 'von Mäusen angeknabberten Küchenstuhl', eine 'eingeweichte Tüllgardine', eine 'einzinkige Gabel'. Sie durchschaute das System meiner Geheimwaffe und baute es nach, sie bedachte die Feindseite, mich und Elfriede, als 'einjährigen Abreißkalender', 'von der Wand gefallene Geburtstagskarte' und fing an, das Geschirr in den Schrank zu räumen. Da überbrüllte uns Elfriede und gabs ihr: 'Du hast ja nicht alle Tassen im Schrank!' Was dann geschah, das weiß ich genau, ich sehe sogar noch die mobilen Gegenstände von Veras Küche vor mir, die wir im Übermut durch die Luft warfen und die wunderbarerweise nicht entzweigingen. Wir lachten eine unaufhörliche dreifache Narrenlache".
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(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Nicht_alle_Tassen_im_Schrank_haben

Nicht alle Tassen im Schrank haben

Von jemandem, den man für verrückt hält, sagt man, dass er "nicht alle Tassen im Schrank" habe. Auch in weiteren Redewendungen ist "Tasse" im Sinne von "Verstand" oder auch "Gemüt" gebräuchlich. Man spricht bei einem langweiligen Menschen auch davon, er sei eine "trübe Tasse". Die Redewendung, dass jemandes Tasse einen Sprung (genauer gesagt: "einen Sprung in der Schüssel") habe, ist heute nur noch wenig gebräuchlich. In all diesen Wendungen hat der Ausdruck "Tasse" nichts mit dem homonymen Wort "Tasse" als Trinkgefäß zu tun, wie beispielsweise in der Wendung: "Hoch die Tassen"; vielmehr leitet sich die Wendung von dem jiddischen Wort "toshia" her, das so viel wie "Verstand" bedeutet.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Tassen
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Tassen" taucht in der Literatur um das Jahr 1750 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-08

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Uni Wien
Wörter aus dem Hebräischen

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

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Im 17., 18., auch noch 19. und 20. Jh. werden Wörter aus dem Hebräischen (über das Jiddische) entlehnt. Sie finden v. a. Eingang in die Sprache der Landstreicher, Hausierer, Rechtlosen und der Kriminellen. Die Gaunersprache "Rotwelsch" besteht z. T. aus hebr. Wörtern. Bsp.: ...


Erstellt: 2020-05

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wikipedia.org - LdWadH
Liste deutscher Wörter aus dem Hebräischen und Jiddischen

(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_W%C3%B6rter_aus_dem_Hebr%C3%A4ischen_und_Jiddischen

Die deutsche Sprache hat viele Ausdrücke aus dem Hebräischen („Hebraismen“) entlehnt, die meisten davon über die Vermittlung des Jiddischen; viele dieser „Jiddismen“ gelangten wiederum über das Rotwelsche ins Deutsche, also der mit vielen jiddischen Wörtern gespickten, aber auf dem Deutschen basierenden Geheim- bzw. Sondersprache der Fahrenden.

Aus dem Jiddischen entlehnte deutsche Wörter

Im Folgenden sind auch einige jiddische Wörter aufgeführt, die nicht auf das Hebräische zurückgehen. Dass die meisten jiddischen Lehnwörter im Deutschen hebräischen Ursprungs sind, obwohl hebräische Wörter im Jiddischen selbst allenfalls 15 % des Wortschatzes ausmachen, liegt an der engen Verwandtschaft des Deutschen und Jiddischen: mehr als zwei Drittel des jiddischen Wortschatzes sind aus dem Mittelhochdeutschen ererbt und finden sich – mutatis mutandis – auch im Neuhochdeutschen wieder; eine Entlehnung aus dem ohnehin gemeinsamen Vokabular erübrigt sich selbstredend.



Aus dem Hebräischen entlehnte deutsche Wörter



Wörter aus der Bibel

Lehnwörter aus dem Neuhebräischen (Ivrit)



Aus Drittsprachen entlehnte Jiddismen und Hebraismen

Einige Jiddismen und Hebraismen wurden durch die Vermittlung von Drittsprachen aus dem Hebräischen über das Jiddische ins Deutsche entlehnt, also etwa aus dem Niederländischen oder Englischen.

Gabber, auch Gabba


Erstellt: 2020-10

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Bücher zur Kategorie:

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Althaus, Hans Peter
Chuzpe, Schmus & Tacheles
Jiddische Wortgeschichten

(E?)(L?) http://www.chbeck.de/Althaus-Peter-Chuzpe-Schmus-Tacheles/productview.aspx?product=14480

2., durchgesehene Auflage 2006. 176 S.: Paperback
ISBN 978-3-406-51065-6

Jiddische Wörter sind heutzutage ein kleiner, aber sehr farbiger und wirkungsmächtiger Bestandteil der deutschen Sprache. In Presse und Öffentlichkeit kommen einige sehr häufig vor, andere hört man dagegen kaum noch - obwohl sie früher weitbekannt waren. Ihr einzigartiger sozial- und kulturgeschichtlicher Hintergrund umgibt jedes Wort mit einer besonderen Aura. Hans Peter Althaus erzählt ebenso prägnant wie unterhaltsam mehr als hundert Wortgeschichten von Ausdrücken wie "Reibach" und "Pleite", "Massel" und "Schlamassel", "Macke" und "Maloche", "Schtetl" und "Schul". Er erläutert, was diese Wörter im Jiddischen bedeuteten, welchen Nebensinn man oft aus ihnen heraushörte und wie sie Eingang in die deutsche Sprache gefunden haben. Dabei zeigen sich oftmals Polemik und Diffamierung, mehr noch aber überlegener Witz und feine Ironie.




Im Register findet man die Wörter:

Arbekanfes | auf Nile gehen | aus Daffke | Barthel | Barmizwe | benebbicht | beschickert | betucht | bleede gehen | Bonames | Bonum | Brismile | Broche | Bruch und Dalles | Bruch, Dalles & Co. | Chanukka | Chawwer | Chochem | Chuzpe | Cochem | Daffke | D.L.G. | Dalles | damit ist's Essig | Der Narr hot's Massel | Dietrich Schofelschreck | dufte | dufte Düfte | Eeljes Rachmones | Eezes, Eizes, Ezzes | Egel | Ehme, Eime | eine Meise haben | es zieht wie Hechtsuppe | Essig | flöten gehen | frisch, gesund und meschugge | für lau | G.m.b.H. | G.N. | Gasse | Gedibber | Geschäker | Geschichtelach | Geschmuse | Golus | Gut Pessach | Gut Schabbes | Guten Rutsch | Hals- und Beinbruch | Hechtsuppe | hoch | ja kuchen | ja Kuchen, nicht London | Judenschul | jüdische Chutzpe | kapores | kess | Kippe | knorke ist dreimal so dufte wie schnafte | kochem | kodesch, kaudesch | kommen wie die Srores und gehen wie die Maurer | könnt man den Schabbes anbinden | koscher, kauscher | koscher gekochter Kitsch | koscher Küche | koschere Redensarten | koschern | Koscherwurst | Kuchen | Laotselachs | lau | leschono tauwo | Levkoie | London | Lozelach | Lozelach-Stiftsdame | mach Schabbes davon | Macke | Maisse, Maase, Masse, Meiße | Maloche, Meloche | Massel | Massel tow | Massel und Broche | Massematten | mechulle, machulle | Mechulle | Medinegeier | meschugge | meschuggener Fisch | Mesummen | Mezie | mies, miese Sachen | mieser Baldower | mieses Schwein | Miesmacher | mit die Juden ist gut nach Schul gehn | Mitte | Moos | More, Maure, Moire | Mores | Moschel | Moser | Most | naß | Nassauer | nebbich | Nebbich | Nebbich - Mein Kampf | nicht ganz koscher | Nile | Oser sagt Schiller | pattersch | Pejes, Pajes | Peschore | Pg. | plete, pleite | pleite machen | pleite gehen | pleitene Drecksau | Pleite | Pleitegeier | Purim | Rachmones | Rebbach | Rebbes | Reibach | Sasserer | Saures geben | Schabbes | Schabbesdeckel | Schacher | schautig | Scheitel | schicker | schicker ist der Goi | Schlamassel | Schlamassel auf Wachstuch | Schmiere stehen | Schmu | Schmue | Schmus | schofel | Schofel | Schofelarchiv | Schofelschreck | Schofeltat | Schofelwerke | Schore | Schote | Schtetl | Schul | Schulklopfer | Schuttef | Sechel, Seichel | Srores | stikum | Stuss | supermies | Tacheles | Tachlis, Tachles | taff | Tallis, Talles | Tefillen | Tinnef | toff | toffte | trefe, treeif | trefe fallen | treifener Hals | Trefe, der Gerichtsdiener | trübe Tasse | Weihnukka | wissen, wo Barthel den Most holt | zeigen, was eine Harke ist | Zizzes | zureden wie einem lahmen Gaul

(E?)(L?) http://www.humanitas-book.de/

Jiddische Wörter sind ein kleiner, aber sehr farbiger Bestandteil der deutschen Sprache. Hans Peter Althaus erzählt hier mehr als 100 kurzweilige Wortgeschichten von Ausdrücken wie Reibach, Pleite, Massel, Macke, Maloche, Schtetl und Schul. Er erläutert, was diese Wörter im Jiddischen bedeuteten und wie sie Eingang in die deutsche Sprache gefunden haben. 3. Aufl. 2015. 175 Seiten, Lit., Register, kart. Beck.


(E?)(L?) http://www.perlentaucher.de/autoren/12214.html

Buchautor Hans Peter Althaus ist Professor für Germanistische Linguistik an der Universität Trier und einer der führenden Experten für den jiddischen Wortschatz im Deutschen.


Erstellt: 2014-11

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Klepsch, Alfred - WW
Westjiddisches Wörterbuch
Auf der Basis dialektologischer Erhebungen in Mittelfranken

(E?)(L?) https://buchfindr.de/buecher/westjiddisches-woerterbuch/

Westjiddisch war bis vor 150 Jahren die Alltagssprache der Juden in Deutschland. Es stand mit den Dialekten der Christen in intensivem Kontakt. Die Struktur des Westjiddischen ähnelt stark derjenigen deutscher Dialekte, insbesondere auf der phonologischen Ebene. Andererseits haben die Dialekte zahlreiche hebräische Lehnwörter aus dem Jiddischen aufgenommen. Dies geschah im direkten Kontakt zwischen Sprechern des Westjiddischen und christlichen Dialektsprechern, aber auch über die Vermittlung durch Sondersprachen wie das Rotwelsche oder die Viehhändlersprache. In diesen Varietäten blieben Elemente des Jiddischen noch bis ins späte 20. Jahrhundert erhalten.

Das Wörterbuch beruht auf einer Befragung von 108 Gewährsleuten, jüdischen und christlichen Sprechern von Dialekt und Sondersprachen aus dem bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken und auf allen schriftlichen Quellen, die eindeutig in dieser Region lokalisierbar sind. Die Belege werden bezüglich Etymologie, Semantik, Morphologie und Lautung untersucht. Ihrer Verbreitung in anderen Regionen, in den Varietäten des Jiddischen und in den Sondersprachen wird anhand von lexikologischen und wortgeographischen Darstellungen aus dem ganzen deutschen Sprachraum nachgegangen.

ISBN-10: 3110962128, GTIN-13: 9783110962123


Erstellt: 2020-11

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Neuberg, Simon - JW
Lötzsch, Ronald
Duden - Jiddisches Wörterbuch

(E?)(L?) https://shop.duden.de/Shop/Duden-Jiddisches-Worterbuch-0

Sie lieben Ihre "mischpoche" und haben immer den "durchkuk"? Viele Wörter aus dem Jiddischen sind auch heute noch im Deutschen erhalten und bereichern es.

Im Jiddischen Wörterbuch finden Sie rund 8000 davon, in lateinischer Schrift und versehen mit Hinweisen zu ihrer Schreibung und Angaben zu ihrer Aussprache. Ergänzt wird der alphabetische Teil durch die Erklärung des hebräischen Alphabets und einen kurzen Einblick in die jiddische Grammatik.

Reihe: Spezialwörterbücher, ISBN: 978-3-411-06243-0, Format: 12,6 x 19,0 cm, Seiten: 200, Marke: Duden, Erscheinungsjahr: 2018


Erstellt: 2020-11

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Reershemius, Gertrud
Die Sprache der Auricher Juden
Zur Rekonstruktion westjiddischer Sprachreste in Ostfriesland

(E?)(L?) https://buchfindr.de/buecher/die-sprache-der-auricher-juden/

Westjiddisch, die gesprochene Sprache der traditionellen jüdischen Gesellschaft in Westeuropa, wurde seit dem Ende des 18. Jahrhunderts von ihren Sprechern zugunsten der dominanten Standardsprachen Deutsch und Niederländisch aufgegeben. Reste der Varietät, die bis ins 20. Jahrhundert hinein verwendet wurden, sind für die südwestlichen Randgebiete des deutschen Sprachraums sowie für Teile der Niederlande und Westfalens belegt.

Aktuelle Quellenfunde zeigen nun, dass auch die ostfriesischen Juden bis weit ins 20. Jahrhundert hinein Reste des Westjiddischen zur Kommunikation untereinander verwendet haben. Laientheaterstücke, Memoiren und Wortlisten aus einem niedersächsischen Privatarchiv belegen, dass in der ostfriesischen Kleinstadt Aurich um 1900 eine westjiddische Mischmundart in Gebrauch war, die deutliche Spuren von Sprachkontakt mit der in der Region dominanten gesprochenen Sprache Niederdeutsch aufweist.

Die Monographie dokumentiert die Auricher Quellenfunde vor dem Hintergrund der spezifischen historischen und sozialen Gegebenheiten einer jüdischen Landgemeinde in Norddeutschland. Die sprachliche Untersuchung der Quellen analysiert westjiddisch – niederdeutsche Sprachkontaktphänomene sowie Sprachveränderungsprozesse. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche Funktion die Varietät in der Alltagskommunikation der Auricher Juden hatte, nachdem sie als dominante gesprochene Sprache vom Niederdeutschen und Standarddeutschen abgelöst worden war.

ISBN-10: 3447056177, GTIN-13: 9783447056175


Erstellt: 2020-11

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Siewert, Klaus - WjGU
Wörterbuch der jüdischen Geschäfts- und Umgangssprache

(E?)(L?) https://buchfindr.de/buecher/woerterbuch-der-juedischen-geschaefts-und-umgangssprache/

Herausgegeben und kommentiert von Klaus Siewert

Das hier im Faksimile vorgelegte „Wörterbuch der jüdischen Geschäfts- und Umgangs-Sprache“ ist bei Feldforschungen zur Viehhändlersprache in Jever gefunden worden. Soweit zu sehen, ist es das einzige erhaltene Exemplar dieses Buches, das vor rund 100 Jahren in Nürnberg gedruckt worden ist. Es steht in der Tradition der sog. Enthüllungsschriften, die vom Anfang des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des 20. Jahrhunderts den Zweck hatten, die „geheime Geschäftssprache“ zu erlernen und zu verstehen. Nach den wissenschaftlichen Analysen kann es in diese Zusammenhänge näher eingeordnet und in seiner Funktion als eingeschränkt gezeigt werden: Als Instrument der Entschlüsselung der hebräisch geprägten Geheimsprache der Pferde- und Viehhändler war es nur bedingt tauglich. Mit dieser Edition steht das Werk, das ein bedeutendes Dokument der jüdisch-deutschen Sprachgeschichte ist, der Wissenschaft und allen Interessierten nun wieder zur Verfügung.

ISBN-10: 3947218028, GTIN-13: 9783947218028


Erstellt: 2020-11

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Wolf, Siegmund A.
Jiddisches Wörterbuch

(E?)(L?) https://www.merkheft.de/index.php?cl=details&anid=325848

Hamburg 2020, 15,5 x 23,5 cm, 204 S., geb.

Jiddisch zählt zu den selbstständigen, voll ausgebildeten Umgangs- und Schriftsprachen, die in Osteuropa entstanden sind. Wortschatz, Grammatik und Syntax sind eigenständig, erweisen jedoch sprachgeschichtlich die Herkunft aus dem Deutschen. Über die geschichtliche Entwicklung und die Orthografie gibt die Einleitung einen Überblick. Das Wörterbuch umfasst das wesentlichste, deutsche Wortgut im Jiddischen. Leseproben und Wörterverzeichnis sind in deutschen (lateinischen) Lettern wiedergegeben.


Erstellt: 2020-12

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