Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
GR-Ismen

A

-arche- (W3)

(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Gr%C3%A4zismen

...
Sehr gut veranschaulichen lässt sich die Bandbreite der Entlehnungen anhand des Verbs "archein" „der Erste sein, anführen“ und dessen Ableitungen "archaios" „[ur-]anfänglich, [ur-]alt“ sowie "arche" „Anfang, Ursprung; Herrschaft, Führung“ (und deren Ableitung "archi-" „führend, leitend, oberster, Ober-“):

Liste deutscher Wörter, die vom griechischen Wortstamm "arch" abgeleitet sind

Deutsch - Griechisch - Anmerkungen



Weitere Bildungen mit „-archie“ finden sich in der Liste der Herrschaftsformen. Ebenso darin enthalten sind viele Begriffe mit dem gleichfalls griechischstämmigen Wortstamm „-kratie“.


Erstellt: 2020-08

B

C

D

Diaspora (W3)

Dt. "Diaspora", span. "diáspora", frz. "diaspora", ital. "diaspora", ndl. "diaspora", engl, "diaspora" (1876), geht zurück auf griech. "diasporá" = dt. "Streuung", "Zerstreuen", "Zerstreuung". Der Begriff "Diaspora" ist bereits in der im Jahr -200 erstellten Septuaginta, der ältesten vollständigen Übersetzung der Tora in die altgriechische Gemeinsprache, zu finden. Zunächst bezeichnete "Diaspora" speziell die jüdischen Siedlungen im Exil. Seit dem 19. Jh. bezeichnet dt. "Diaspora" ganz allgemein religiöse oder ethnische Minderheiten, die in vielen Ländern der Welt zu finden sind, also "verstreut" sind. Als "Diaspora" werden auch Gebiete genannt, in denen Gruppen solcher Minderheiten leben.

Das griech. "diaspora" gehört zu dem Verb griech. "diaspeirein" = dt. "verstreuen", "verbreiten", "zerstreuen", "ausbreiten", und setzt sich zusammen aus griech. "dia" = dt. "durch", "durch ... hindurch", "abgesondert", "gesondert" + griech. "speirein" = dt. "säen", "besäen", "ausstreuen", "ausbreiten", "streuen".

Das griech. "speirein" ist in vielen anderen Worten zu finden, wie etwa in dt. "Sperma", dt. "Sporaden" (die im Ägäischen Meer verstreuten griechische Inseln), dt. "sporadisch" (zu frz. "sporadique", griech. "sporadikós" = dt. "verstreut"), engl. "sperm", "sperma", "seed".

Die Wurzel ide. "*sper-" = dt. "ausbreiten", "spreizen", "sprenkeln", "sprengen", "streuen", "streuen", "verteilen", "besprenkeln", "besprengen", "bestreuen", "benetzen", findet man z.B. in engl. "spray", "spread", "sprawl", "sprinkle". Im Lateinischen findet man lat. "spargere" = dt. "ausbreiten", "spreizen", "streuen" und lat. "dispersio", "dispersion" = dt. "Streuung".

(E?)(L?) https://deu.archinform.net/stich/2576.htm

Diasporakapelle

Inhaltsverzeichnis Als christliche "Diaspora" (v. griech.: "dia­spora" = "Verstreutheit") werden Christen bezeichnet, die in der jeweiligen Region eine religiöse Minderheit sind. Dabei kann es sich um die Gesamtheit der Christen handeln, aber auch um konfessionelle Minderheiten in einer durch eine andere Konfession dominierten Region. Auch die heute sehr verbreiteten Migrationskirchen stellen eine "Diaspora" dar.
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(E?)(L?) https://deu.archinform.net/projekte/21794.htm

In der Literatur wird für diesen Ort eine Bartning-"Diasporakapelle" genannt, die indes nie gebaut wurde. Statt der geplanten Bartningkirche erhielt Sutthausen allerdings für die 1952/53 erbaute Apostelkirche eine Barspende aus dem HEKD-Programm.
...


(E?)(L?) https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/afrikanische-diaspora/

Afrikanische Diaspora in Deutschland


(E?)(L?) https://www.deutschlandfunk.de/kalenderblatt.870.de.html?cal:month=5&cal:year=2018&drbm:date=2018-05-14

Sendung vom 14.05.2018

Vor 70 Jahren

Gründung des Staates Israel

Proklamation des Staates Israel 1948 (picture alliance/dpa)

Mit der Gründung Israels endete nach fast 2.000 Jahren die Existenz des jüdischen Volkes in der Diaspora – zumindest für einen großen Teil. Die Vision des Zionisten Theodor Herzl wurde Realität: 600.000 Juden und auch etwa 150.000 Araber wurden nun Staatsbürger Israels. Kurz darauf gab es Krieg. Von Sebastian Engelbrecht


(E?)(L?) https://www.deutschlandfunk.de/kalenderblatt.870.de.html?cal:month=1&cal:year=2016&drbm:date=2016-01-16

Sendung vom 16.01.2016

Vor 20 Jahren

Ezer Weizmans Rede vor dem deutschen Parlament

Ezer Weizmann, israelischer Präsident, auf einem Foto aus dem Jahr 1998 (dpa / picture alliance / Andre Durand) Am 16. Januar 1996 hielt Ezer Weizman, damaliger israelischer Präsident, eine Rede vor dem deutschen Parlament in Bonn. Die Botschaft seines Staatsbesuches im wiedervereinigten Deutschland lautete vor allem: Juden, lasst euch in der Diaspora nicht assimilieren! Von Matthias Bertsch


(E?)(L?) https://www.golem.de/specials/diaspora/

"Diaspora" ist ein verteiltes soziales Netzwerk, das von vier US-amerikanischen Informatikstudenten entwickelt und mit Spenden über das Crowd-Funding-Portal Kickstarter.com unterstützt wurde. Durch Unterstützung von Unternehmen und anderen Organisationen soll der noch in der Testphase befindliche freie Facebook-Konkurrent vorangebracht werden.


(E3)(L1) https://www.hanisauland.de/wissen/lexikon/grosses-lexikon/d/diaspora.html

...
Wenn Juden in einer Gegend leben, wo sonst fast nur Menschen mit einer anderen Religion wohnen, leben sie in der "Diaspora". Oder wenn Christen zum Beispiel in Indien wohnen, leben sie in der "Diaspora", weil dort die meisten Menschen Hinduisten sind. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Zerstreuung" - die Menschen einer bestimmten Religion leben also nicht als große Gemeinschaft zusammen, sondern sind "in alle Welt zerstreut".
...


(E?)(L1) http://www.hanisauland.de/lexikon/n/nahostkonflikt.html

...
Im Jahre 70 unserer Zeitrechnung, also vor bald 2000 Jahren, wurde der Staat der Juden in Palästina von den Römern zerstört. Seine Bewohner wurden in viele Teile der Welt zerstreut ("Diaspora").
...


(E?)(L?) https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026993/2006-12-01/

Diaspora

Version vom: 01.12.2006

Autorin/Autor: Franz Xaver Bischof

Der aus dem Griechischen stammende Begriff "Diaspora" (dt. "Zerstreuung") ist eng verknüpft mit der Geschichte des Judentums. Er dient allg. zur Bezeichnung für jede unter einer andersgläubigen Mehrheit lebende religiöse Minderheit, z.B. in Westeuropa die islamische. Im Christentum, wo er traditionell in Bezug auf die konfessionellen Verhältnisse gebraucht wird, bezeichnet er eine konfessionelle Minderheit im Gegensatz zu der sie umgebenden Mehrheit und die Gebiete, in denen diese Minderheit lebt. Im heutigen Sprachgebrauch tritt die Bedeutung des Konfessionellen zurück und wird unter "Diaspora" zunehmend die Situation einer christl. Minderheit in einer pluralistisch-säkularisierten bzw. weltanschaulich-ideologisch aufgefächerten Gesellschaft verstanden.
...


(E?)(L?) http://www.israel-information.net/glossar/

"Diaspora": "Zerstreuung", Existenz außerhalb Israels, siehe "Galluth"


(E?)(L?) https://www.jewishvirtuallibrary.org/glossary

"Diaspora" (Gre. "scattering") Often used to refer to the Jewish communities living among the gentiles outside the of Israel.


(E?)(L?) https://www.juedische-allgemeine.de/glossar/diaspora/

"Diaspora" bedeutet "Zerstreuung" und bezeichnet seit dem späten 19. Jahrhundert hauptsächlich religiöse oder ethnische Gruppen, die ihre traditionelle Heimat verlassen haben und, unter Andersdenkenden lebend, über weite Teile der Welt verstreut sind.


(E?)(L?) https://www.kathweb.de/lexikon-kirche-religion/d/diaspora.html

Als "Diaspora" werden Gebiete bezeichnet, in denen Mitglieder einer Religionsgemeinschaft als Minderheit leben. Das Wort entstammt dem Griechischen und heißt übersetzt "Zerstreuung".

Es findet sich bereits im alten Judentum: Diaspora herrschte dort, wo Juden außerhalb des heiligen Landes Israel lebten.
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(E?)(L?) https://koelner-dom.de/index.php?id=glossar

"Diaspora", (griech. "Zerstreuung") Bezeichnet eine religiöse oder konfessionelle Minderheit, die im Gebiet einer andersgläubigen Mehrheit lebt.


(E?)(L?) https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/geschichte/kapitel/33-das-alte-israel#cid-16822

3.3.3 Reichsteilung, Fremdherrschaft und Diaspora


(E?)(L?) https://neueswort.de/diaspora/

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Der Begriff wurde direkt aus dem griechischen "diaspora" ("Verstreutheit") übernommen und kommt bereits etwa 200 v. Chr. in der Septuaginta vor, der ältesten vollständigen Übersetzung der Tora in die altgriechische Gemeinsprache. Zunächst bezeichnete er jüdische Siedlungen im Exil und wird seit dem 19. Jahrhundert im Deutschen auch in der oben beschriebenen, weiter gefassten Bedeutung gebraucht.


(E?)(L?) https://www.owid.de/artikel/406003

Diaspora"

F. (-; ohne Pl.), Ende 18. Jh. vereinzelt, seit Mitte 19. Jh. kontinuierlich nachgewiesen, zurückgehend auf griech. "diaspora" = "Ausstreuung", "Zerstreuung"; "Versprengung", in der Bibel (Septuaginta und Neues Testament) auch ‘außerhalb Palästinas lebende Juden/Christen’ (zu "diaspeirein" = "zerstreuen", "ausbreiten", verteilen’, aus "dia-" = "auseinander" und "speirein" = "(Samen) ausstreuen", "säen"), im 19. Jh. auch in der eingedeutschten Form "Diasper" gebucht und vereinzelt "Diaspore".

Aus der hellenistisch-jüdischen Literatur übernommene, zunächst meist auf religiöse (jüdische, christliche, islamische usw.) Verhältnisse bezogene Bezeichnung für die (Gesamtheit der von der Mutterkirche räumlich getrennten) Gebiete, Lebensräume, in denen Teile einer Religionsgemeinschaft als konfessionelle Minderheiten leben, auch für die Gesamtheit der (dort unter Andersgläubigen lebenden) zerstreuten Mitglieder einer Glaubensgemeinschaft, die religiöse Minderheit (s. Belege 1849, 1882) sowie für deren Zustand, insbes. die Situation der Abgeschiedenheit, des Abgetrenntseins von der Mutterkirche als Existenzform (s. Belege 1907, 1918, 1951, 1961), in Wendungen wie

In neuerer Zeit zunehmend erweitert zur Bezeichnung der vom nationalen/ethnischen, politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, kulturellen Ursprungs-/Herkunfts-/Heimatland, dem (zentralen) Ausgangspunkt räumlich getrennten Lebensbereiche, -gebiete, Wirkungsstätten (s. Belege 1985, 1989, 1991), seltener bezogen auf den Zustand des (in der Fremde) Ausgesetztseins, Fremdseins (s. Belege 1941, 1985; s. Exil, s. Emigration); in Wendungen wie als Grund- und Bestimmungswort in Zss. wie Dazu in jüngster Zeit die Gelegenheitsableitung "Diasporismus".


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/GWB/

"Diaspora" = "Zerstreuung"; in Anknüpfung an kirchl. Sprachgebrauch für außerhalb des religiösen Zentrums lebende (nicht offiziell dazugehörige) Anhänger einer Glaubensrichtung [mBez auf den Frankf Pietistenzirkel um Mellin] Sie .. eine genaue Beschreibung der hiesigen "Diaspora" ehstens haben sollen B(DjG31,246,12) Langer 8.9.68


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Diaspora
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Diaspora" taucht in der Literatur um das Jahr 1650 / 1780 / 1820 auf.

Erstellt: 2020-12

E

F

G

H

Herzog (W3)

Dt. "Herzog" geht über mhdt. "herzoge", ahdt. "herizogo", altsächs. "heritogo", altengl. "heretoga", got. "*harjatuga" = dt. "Heerführer", zurück, das wohl in byzantinischer Zeit dem griech. "stratelátes" = dt. "Heerführer" nachgebildet wurde.

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

dt. "Herzog" ist eine Lehnübersetzung von griech. "stratelates"


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Herzog
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Herzog" taucht in der Literatur um das Jahr 1550 / 1750 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-05

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

Uni Wien
Wörter aus dem Griechischen

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

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1. Latein (und Griechisch)
...
Neben dem dominierenden Latein wird auch das Griechische zu einer Sprache der Bildungselite, obwohl es im MA fast völlig in Vergessenheit geraten war und erst im 14. Jh. teilweise in Italien wieder bekannt wurde. Sprachkenntnisse des Griechischen dienen allerdings in erster Linie dem Verständnis der griechischen Texte. Es wird bei weitem nicht so einflussreich wie Latein (Griechisch wird keine akademische Amtssprache). Doch auch Griechisch wird ein prestigeträchtiges Symbol für die Zugehörigkeit zu einer gebildeten Oberschicht.

Aus dem Griechischen übernimmt das Deutsche z. B. bestimmte Schreibformen ("th", "ph", "rh"; wiederholt [und zu Recht!] Angriffspunkt von Rechtschreibreformern. Das "h" geht auf den griech. "spiritus asper" zurück; die Antike als Statussymbol). Hinsichtlich der Aussprache werden griech. Formen assimiliert; Bsp.: "Hydrozephalus".

Dass Latein die bestimmende Sprache ist, zeigt sich nicht zuletzt an der Latinisierung von griech. Entlehnungen: Weiters kommt es zu Regraezisierungen; beispielsweise wird frz. "fantôme" zum "Phantom", obwohl dieses Wort im Griechischen nicht existent ist.

Ein Sprachbereich, der besonders viele antike Wörter aufnimmt, wird von den Sprachhandlungsverben gebildet: Sie werden aber vorerst in ihrer urspr. Bedeutung verwendet.
...


Erstellt: 2020-05

V

W

wikipedia.org - LgwidF
Liste griechischer Wortstämme in deutschen Fremdwörtern

(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_griechischer_Wortst%C3%A4mme_in_deutschen_Fremdw%C3%B6rtern

Griechische Wortstämme sind im Deutschen überwiegend in Fachausdrücken zu finden, die entweder direkt dem Griechischen entstammen oder Neubildungen sind. Von einer begrenzten Anzahl dieser Wortstämme wurden und werden zahlreiche wissenschaftliche Begriffe und sonstige Fremdwörter in den indogermanischen Sprachen abgeleitet. Sie sind zum Verständnis alltäglicher und wissenschaftlicher Fremdwörter und ihrer Etymologie hilfreich.

In der Tabelle sind solche Wortstämme aufgelistet. Zu Präfixen, Suffixen und Zahlwörtern gibt es separate Listen: griechische Präfixe, griechische Suffixe, griechische Zahlwörter.

Siehe auch: Liste von Gräzismen

Viele der Fremdwörter wurden über das Lateinische vermittelt, deshalb entstammt die Schreibung oft lateinischen Transkriptionen griechischer Wörter. Dies gilt besonders für Endungen (griech. -on > lat. -um), Diphthonge (griech. ai > lat. ae > dt. ä) und den griechischen Buchstaben Kappa (griech. k > lat. c > dt. k oder z).

A
aer Luft
ag, eg, agog, agon führen, leiten, Aktion, Führung, Takt, Tempo, Kampf, Anstrengung
agor, egor, agora (öffentlich) sprechen, ich sprach, Markt
akro hoch
aku hören
alg Schmerz
allo ein/-e andere/-r/-s
amph um … herum, beidseitig, beide
andro, ander Mann
angi(o) Gefäß
anthem, antho Blume
anthrop Mensch
arch;, archäo Anfang, Herrschaft (vergl. Arch?);, von Anbeginn, alt, ursprünglich
arithm(o) Zahl
arkt Norden; Bär/-in;, Bärenhüter (Sternbild Bootes)
ästhes, ästhet Wahrnehmung
aster, astr(o) Stern
athl, athlet Wettkampf, Wettkämpfer
atmo Dampf, Dunst
aut(o) selbst (Personalpronomen in prädikativer Stellung)
B
ball, , bol, bel, blem stellen, setzen, tanzen, springen, werfen, Wurfgeschoss, Wurf
bar, bary schwer
bas Schritt, Sockel, Grundlage
basil König, königlich
biblio Buch; urspr. phönizische Stadt Byblos, aus der Papyrus importiert wurde.
bio Leben
brady langsam
bu Rind, Ochse
Ch
cheir Hand
chem, chym (auch chyl) schütten, (Metall-)Gießkunst, Saft
chlor, chloro grün, hellgrün
chor Tanzplatz
chor Land, Erde
chrom, chromat Farbe
chron Zeit, zeitlich
chym s. chem
D
daktylo Finger
dem(o) Volk, Stadtbezirk
dendr(o) Baum
derm(a), dermato Haut
disko Scheibe, Diskos
dok, dog, dox meinen, scheinen, Meinung, Meinung, Ruf, Ruhm
dor, dos, dot geben, Gabe, Geschenk
dram(at), drast handeln, Handlung, tatkräftig
drom Lauf, Weg
dyn Macht, Kraft;, können
dys schlecht, miss-
E
eg s. ag
egor s. agor
eid s. id
ekto außen
elektr(o) Bernstein
endo, ento innen
eor heben, anheben, aufheben; schweben, in der Höhe schwebend
ep(i) örtlich: auf, bei; zeitlich: darauf, danach
erg(o), org, urg Arbeit, Werk, Werkzeug, Instrument, "-werkskunst"
ero(t) Eros, Liebe, Sex
erythro rot
eu, ev wohl, gut, richtig, leicht
exo außerhalb
F
F s. Ph
G
gastro Magen
gen, genea, genes, genet, gon Geschlecht, Sippe, Entstehung, entstehen, Nachkommenschaft
geo, gai (latinisiert gä) Erde, Gaia
ger Greis, alter Mann;, alt, von hohem Alter
glaukós hell, leuchtend, glänzend; graublau
glott, gloss Zunge, Sprache
gluco, glyko, glyz süß
gnos, gnom, gnot Erkenntnis, Wissen, Erkenntnis, Meinung, erkennbar
gon Knie, Ecke, Winkel
graph, graf, gramm schreiben, Geschriebenes, Linie, Strich
gyn, gynäko Frau
gyro Kreis, Kreisel, Drehung
H
halo Salz
häm, hämato, im Wortinnern: äm Blut
här, im Wortinnern: är nehmen;, Wahl
hedr, (h)eder Ort zum Sitzen, (Sitz)fläche
heg führen, vorangehen
hel(io) Sonne
helix, heliko Windung, Gewinde, Spirale
hemi, mi halb
hetero ein/-e andere/-r/-s, anders
hippo, ipp Pferd
hod, od Weg
holo gesamt, ganz
homo ähnlich, gleich
homöo, homoio ähnlich, dasselbe, gleichmäßig
hydro, hyd, hydr (vor Vokalen) Wasser
hygro feucht
hypno Schlaf
I
iatr, iater Arzt
ichno Spur, Abdruck
ichthyo Fisch
id, eid wahrnehmen, erkennen, erscheinen (Inf. Aor. von ??? hor? sehen);, Aussehen, Art, Gestalt
idio eigen
iso gleich, dasselbe
K
kal, kall(i) schön, Schönheit
kardio Herz
kata von oben nach unten herab
kinet, kines bewegen
klin, , klis, klima(t) neigen, Bett, Neigung, Neigung (der Erdachse)
kopro Dung, Kot
kosmo Ordnung, Weltall, Schmuck
krat Stärke, Macht, Herrschaft
kryo Kälte, Frost
kryp(to), kryph verstecken, verbergen
kyklo, cyclo, zykl(o) Kreis, Ring
kyno, zyn Hund
L
leg, lekt, lex, log[1], logo lesen, rechnen, reden, sich unterhalten, Redeweise, Wort, Wort, Rede, Rechnung, Vernunft, Verhältnis
lepto, lept (vor Vokalen) leicht, fein, dünn, klein, gering
lipo, lip Fett, Schmalz, Talg
lith Stein
lys, lyt (auf)lösen, Auflösung
M
makro groß, weit
man, män Raserei, Wahnsinn; wüten, rasen
mega, megalo groß
mel(o) Glied, gegliederte Weise
mela, melan schwarz, dunkel
mer Teil
meso mittig, mittlerer
meta 1. a) (räumlich) inmitten, zwischen; b) mit, zugleich mit, zusammen mit, unter, in, bei; 2. auf (etwas) los, zu oder nach (etwas) hin; 3. (zeitlich oder in der Rangfolge) nach, hinter
meteor s. eor
meter, metr(o) Maß
mikro klein
mim Nachahmer, Schauspieler;, Nachahmung
mon(o) allein, einzig, ein
morph Gestalt, Form
N
nano Zwerg
naut Seemann, Seefahrer;, Schifffahrtskunst/-handwerk
nekro tot, Toter
neo, nea neu
neur(o) Nerv(en)
nomo Gesetz
nym s. onym
O
od s. hod ("Weg")
od, öd Lied, Gesang
ök(o), latinisiert öz Haus
oligo, olig (vor Vokalen) wenig
ön(o) Wein
onom, onym Name
ops, opt Auge, Sehen, Optik
org s. erg
ortho recht, richtig, aufrecht
osteo Knochen
oto, ot Ohr
P
palä(o) alt
päd(o) Kind, Knabe, erziehen
pan Pan, griechischer Hirtengott mit hässlichem Gesicht
pan, panto jedes, alles, ganz
para bei, neben, gegen, wider
path(o) Leiden
patr Vater; Landsmann
ped, pez s. pus
petr(o) Stein, Fels
pex (ver)festigen, binden, (an)haften
Ph
phag Aorist von essen
phän, phan, fan sich zeigen, ein sich Zeigendes, Erscheinung, Vorstellung
phas, phem, phet Anzeige, Äußerung, Ruf (einer Person), Gerücht, Sprecher
pher, phor tragen, das Getragenwerden
phil Freund, Freundschaft
phleg Brand, Glut; Schleim
phob Angst
phon, fon Stimme, Klang
phor s. pher
phos, photo, foto Licht
phren, fren Zwerchfell (Sitz der Seele)
phyl Stamm, Gattung
phys, physio Natur, Konstitution, Wuchs
phyto, phyton Pflanze
Pi
pir Versuch, Wagnis, Erfahrung;, erfahren;, Seeräuber
plas, plast formen, schaffen
pneu, pno, pnö (bewegte) Luft, Wind, Atem, Geist, Seele, Blasen, Hauchen, Atmung
pod s. pus
poe, pö machen, schaffen, schöpfen; das Schaffen
poikil variabel, änderungsfähig, verschiedene
pol Achse
pol verkaufen
polem Krieg
poli(t), polis Burg/Stadt, Bürger, Bürgerrecht/Staat/Staatsverfassung
poly viel, mehrere
prax, prag, prakt tun, handeln, Tat, Handlung, Sache, Ding, praktisch
Ps
pseud(o) lügen, täuschen, betrügen; falsch, unecht, vorgetäuscht
psych(o) Seele
Pu
pus, pod, ped, pez Fuß, , Steuerruder ("Schiffsfuß"), Tisch ("Vierfuß")
pyr(o) Feuer
Rh
rhe, rhö(e), rhoe (im Wortinnern meist "rr"); rheuma(t) fließen; das Fließen
rhetor Redner
rhin Nase
rhod(o) Rose
rhythm(o) geregelte Bewegung, Takt
S
sark(o) Fleisch
schiz, schis spalten, Spaltung
sem Zeichen
sep faulen; Fäulnis erzeugend
skler hart, spröde
skop, skep beobachten, umherschauen
som, somat Körper
soph Weisheit
sper, spor säen, Same, Saat, verstreut
sphär Ball, Kugel
stel, stal, stol ausrüsten, schicken;, Ausrüstung
steno eng
stereo fest, hart, starr, räumlich
strat Heer, Lager
strep(h), stroph drehen, wenden; gedreht, geflochten, Halskette, Drehung, Wendung
T
tatt, tax, taktik ordnen;, Ordnung;, Kunst der Anordnung eines Heeres
tach(o), tachy schnell
tele fern
teleo, telo Ziel, Ende, Ausgang, Grenze, Abgabe, Steuer, Zoll
ten, ton, tan, tas, tat dehnen, spannen, Spannung, gespannt
Th
thanato, thanas Tod
the(o), thus Gott
them, thek, thes, thet setzen, stellen, legen, das Vorgelegte, Ort zur Aufbewahrung, das Aufstellen
therm warm
thym Geist
To
tom schneiden, (zer-)teilen, Schnitt
ton s. ten
top(o) Ort, Raum
trag Bock
trop Drehung, Wendung
troph Ernährung
typ Schlag, Gestalt, Modell
U
urg s. erg
X
xeno Fremder, Gast
xylo Holz
Y
s. hy…
Z
zoo Lebewesen, Tier
zykl(o) s. kyklo
zym Sauerteig
zyn s. kyno



Erstellt: 2020-08

wikipedia.org - LvG
Liste von Gräzismen

(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Gr%C3%A4zismen

Dies ist eine Liste der dem Griechischen entlehnten deutschen Wörter ("Gräzismen"). Vollständigkeit wird nicht angestrebt, der Anspruch wäre auch unrealistisch: Die deutsche Sprache hat so viele Lehn- und Fremdwörter aus dem Griechischen – zumeist der altgriechischen Sprache – übernommen, dass es unmöglich ist, eine auch nur halbwegs vollständige Liste anzufertigen.

Neben Tradierungen seit der antiken Philosophie (samt ihren naturbetrachtenden Ausprägungen) und Wörtern christlichen Ursprungs gibt es sehr viele bildungssprachliche Neologismen, die auf der Grundlage griechischer Wörter oder Morpheme überhaupt erst in den modernen Sprachen gebildet wurden – vor allem in den Wissenschaften, die sich zumeist durch Ausdifferenzierung aus der Philosophie entwickelten und deren Namen selbst zum überwiegenden Teil griechischen Ursprungs sind. Viele Gräzismen haben die deutsche Sprache auch über das antike Latein erreicht, was in der Regel bedeutet, dass das Grundwort nach wie vor griechischen Ursprungs ist, die Schreibweise jedoch latinisiert wurde (Beispiel: „Stadium“, von griechisch "stádion" über lateinisch "stadium"; für den Gräzismus desselben Ursprungs ohne die lateinische Zwischenstation siehe „Stadion“).

Die Entwicklung von Gräzismen folgt dem Sprachwandelgesetz der Quantitativen Linguistik, dem sog. Piotrowski-Gesetz.(*)

A

Abaton – Äon – Aerodynamik – Ästhetik – Äther – Agnostizismus – Agonie – Agonist – Air – Akademie – Akribie – Akrobatik – Akronym – Akustik – Allegorie – Alphabet – Amphibium – Anämie – Anästhesie – Anagramm – Analogie – Analphabetismus – Analyse – Anarchie – Anatolien – Anatomie – androgyn – Anekdote – Anion – Anode – Anomalie – Anonymität – Anorexie – Antagonist – Antarktis – Anthropologie – Antichrist – Antipathie – Antonym – Aorta – Apathie – Aplasie – apodiktisch – Apokalypse – Apokryphen – Apologie – Aporie – Apostasie – Apostel – Apostroph – Apotheke – Apsis – Arachnophobie – Archäologie – Archäopteryx – Architektur – Archiv – Aristokratie – Arithmetik – Arktis – Arzt – Asbest – Askese – Asphalt – Astigmatismus – Astrologie – Astronaut – Astronomie – Asyl – Asymmetrie – Atheismus – Athlet – Atlas – Atmosphäre – Atom – Autarkie – Autismus – Auto – Autobiographie – autochthon – Autodidakt – Autognosie – Autokrat – Automat – Automatismus – Autonomie – Autopsie – Axiom

B

Bakterie – Ballistik – Bar – Barbar – Bariton – Barometer – Basilika – Basis – Bibel – Bibliothek – Biographie – Biologie – Biotop – Bischof – Blasphemie – Botanik – Bronchiensystem – Bronchitis – Butter

C

Cannabis – Chamäleon – Chaos – Charakter – Charisma – Chemie – Chirurgie – Chlorophyll – Choleriker – Chor – Christus – Chromatographie – Chromosom – Chronograph – Chronologie – Chronometer

D

Dämon – Deka – Dekade – Delta – Demagogie – Demokratie – Demoskopie – Dermatologie – Despot – Dia – Diabetes – Diadoche – Diät – Diagnose – Diagonale – Diakon – Dialekt – Dialektik – Dialog – Diamant – Diaphragma – Diarrhoea – Diaspora – Didaktik – Dilemma – Dinosaurier – Diode – Diphthong – Diptychon – Diskothek – Diskografie – Diskus – Dogma – Dramatik – Dynamik – Dynamit – Dynamo – Dynastie – Dysgraphie – Dyslexie – Dysmorphie – Dyspnoe – Dystopie

E

Egoist – Ekklesia – Eklampsie – Eklektizismus – Eklipse – Ekstase – Elefant – Elektron – Ellipse – Empathie – Empirik – Endemie – Energie – Enigma – Enthusiasmus – Enzyklopädie – Epidemie – Epigone – Epigramm – Epigraphik – Epilepsie – Epitaph – Epitheton – Epoche – Eponym – Epos – Eremit – Ergonomie – Erotik – Erzbischof – Esoterik – Ethik – Ethnologie – Ethnos – Etymologie – Eunuch – Euphemismus – Euphorie – Euthanasie – evangelisch – Evangelium – Exodus – Exophthalmus – Exorzismus

F

Fotografie

G

Galaxie – Gastronomie – Gen – Genealogie – Genesis – Genetik – Geographie – Geologie – Geometrie – Glossar – Glosse – Glyptothek – Grammatik – Grammatologie – Grammophon – Graphik – Graphologie – Gymnasium – Gynäkologie – Gyros

H

Hagiographie – Halo – Hämatom – Haptik – Harmonie – Hedonismus – Hektik – Helikopter – Hemisphäre – Hermeneutik – heroisch – Hieroglyphen – Hippodrom – Historie – Holocaust – Holografie – Homonym – Horizont – Hormon – Horoskop – hybrid – Hydrant – Hydrologie – Hygiene – Hygroskopie – Hypnose – Hypnotherapie – Hypothek – Hypothese – Hysterie

I

Ideal – Idee – Ideologie – Idiot – Idol – Ikone – Ion – Ironie

K

Kakophonie – Kalligrafie – Kanon – Kardiologie – Kardiogramm – Kartografie – Katalog – Katalysator – Katapult – Katarrh – Katastrophe – Katechismus – Kategorie – Kathode – katholisch – Kation – Kenotaph – Keramik – Kilometer – Kinetik – Kino – Kleptomanie – Klima – Klimax – Klinik – Koma – Komet – Komödie – Koryphäe – Kosmetik – Kosmonaut – Kosmos – Krater – Krise – Kriterium – Kritik – Kryonik – Krypta – Kryptographie – Kybernetik

L

Labyrinth – Lampe – Legasthenie – Leier – Lemma – Lesbe – Lethargie – Lithographie – Liturgie – Logarithmus – Logik – Logopädie – Lyrik

M

Magma – Märtyrer – Manie – Masse – Mathematik – Mechanik – Megalith – Megaphon – Melancholie – Mesopotamien – Metall – Metamorphose – Metapher – Meteorit – Meteorologie – Meter – Methode – Metropole – Mikrofon – Mikroskop – Mikrotom – Mimik – Mimose – Misanthropie – Monarchie – Monogamie – Monogramm – Monolith – Monolog – Monopol – Monopteros – Morphologie – Museum – Musik – Myriade – Mysterium – Mythos

N

Narkose – Narzisse – Nautik – Nekrolog – Nekrose – Nemesis – Nematoden – Neurodermitis – Neuropathie – Nostalgie – Nymphomanie

O

Odyssee – Ökologie – Ökonomie – Oligarchie – Olympia – Olympiade – Omega – Onkologie – Optik – Orchester – Orchidee – Organ – Organisation – Organismus – Orgasmus – Orgie – Orthodoxie – Orthographie – Orthopädie – Ozean

P

Pädagogik – Paläontologie – Palindrom – Pandemie – Panik – Panorama – Pantomime – Papier – Parabel – Paradigma – Paradoxie – Paragraph – Parallele – Paralogie – Parameter – Parenthese – Parodie – Pathologie – Pathos – Patriarch – Patriot – Patriotismus – Pause – Pentagon – Pentagramm – Periode – Peripherie – Peristaltik – Phänomen – Phalanx – Phantasie – Phantom – Pharmazie – Phase – Philanthrop – Philosophie – Phlegmatiker – Phobie – Phonetik – Phonon – Photon – Photosynthese – Phrase – Physik – Physiognomie – Pinakothek – Planet – Plasma – Plastik – Plektrum – Plutokratie – Pneu – Poesie – Pol – Polemik – Poliklinik – Poliomyelitis – Politik – Polizei – Polyandrie – Polygamie – Polyglossie – Polygon – Polygynie – Polymer – Polymorphie – Polynom – Pornografie – Pragmatik – Pragmatismus – Praxis – Prisma – Problem – Prognose – Programm – Propädeutik – Prophet – Prophezeiung – Prophylaxe – Propyläen – Protagonist – Protein – Proton – Prototyp – Psalm – Pseudonym – Psychiatrie – Psychologie – Psychosomatik – Pyramide – Pyrolyse – Pyromanie – Pyrotechnik

R

Rhapsodie – Rheologie – Rhetorik – Rheuma – Rhinozeros – Rhododendron – Rhythmus

S

Sardonismus – Sarg – Sarkasmus – Sarkophag – Saurier – Schema – Schisma – Semaphor – Skandal – Skepsis – somatisch – Sphäre – sporadisch – Stadion – Statik – Stigma – Strategie – Strophe – Symbiose – Symbol – Symmetrie – Sympathie – Symphonie – Symposion – Symptom – Synästhesie – Synagoge – Synchronisation – Syndrom – Synergie – Synonym – Synopse – Synthese – System – Szene

T

Tachometer – Tachymeter – Taktik – Tautologie – Technik – Technokratie – Technologie – Tektonik – Telefon – Teleskop – Theater – Theke – Thema – Theologie – Theorie – Therapie – Thermometer – Thermostat – These – Thron – Topologie – Tragödie – Trapez – Trauma – Trema – Trigonometrie – Triptychon – Tropen – Typ – Typologie – Tyrann

U

Urologie – Utopie

X

Xenismus – Xenophobie – Xerographie – Xylophon

Y

Ypsilon

Z

Zodiak – Zone – Zoo – Zyklon – Zyklus – Zylinder – zynisch


Erstellt: 2020-08

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