Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Expletiv / Expletivum, Expletivo, Explétif, Expletivo, Expletive
Flickwort, Füllwort, Gesprächspartikel, Würzwort

A

B

Bastard (W3)

Dt. "Bastard", engl. "bastard" = dt. "uneheliches Kind", findet man als mhdt. "bastart", "basthart" und geht zurück auf altfrz. "bastard" = frz. "bâtard", wofür auch altfrz. "fils de bast", "fille de bast" zu finden ist.

Zu "Feudalzeiten scheint man das nicht so negativ gesehen zu haben, immerhin war die Bezeichnung ursprünglich ein fester Terminus des Feudalwesens für das von einem Adligen in außerehelicher Verbindung gezeugte, aber von ihm rechtlich anerkannte Kind.

Zur weiteren Herkunft von "Bastard" gibt es keine verlässlichen Hinweise. Möglich wäre allerdings die Interpretation als "im / auf dem Packsattel gezeugtes Kind" mit altfrz. "bast" = dt. "Packsattel", lat. "bastum" = dt. "Saumsattel". Diese Deutung liegt sicherlich nicht allzu fern. Immerhin ist ein dt. "Bankert" auch ein "auf der Schlafbank der Magd gezeugtes Kind". Und offizielle Nachrichten wurden von einem Ausrufer oft aus dem "Steg-reif" verkundet.

Ein Hinweis bezieht sich auf got. "bansts" = dt. "Scheune" und interpretiert entsprechend als "der in der Scheune Gezeugte".

Adelung bezieht "Bastard" auf frz. "bas", "bast" = dt. "niedrig", und interpretiert entsprechend als "von niederer Herkunft".

Bei Adelung ist zu lesen:


Der "Bastard", des -es, plur. die -e,

1. Eigentlich.

1) Ein in rechter Ehe, aber mit einer Mutter von ungleichem oder niedrigerm Stande erzeugtes Kind. Diese Bedeutung ist im Deutschen nicht mehr üblich, war aber ehedem, besonders in auswärtigen Ländern sehr gewöhnlich.

2) Ein außer der Ehe erzeugtes Kind, dessen Vater aber bekannt ist, ein natürliches Kind. In dieser Bedeutung ist das Wort bey sich, und wird von solchen natürlichen Kindern beyderley Geschlechtes gebraucht.

2. Figürlich, alles was von seiner gewöhnlichen Art abweicht, besonders wenn es schlechter ausfällt, als gewöhnlich.

1) Thiere, welche von Ältern zweyerley Art erzeuget worden. Z. B. ein Hund, der von einem Jagdhunde mit einer Hirtenhündinn erzeuget worden, dergleichen Thiere man im gemeinen Leben auch Zwitter zu nennen pflegt.

2) Im Pflanzenreiche, Pflanzen oder Gewächse, die von ihrer Art abweichen. So nennet man einen gewissen Spanischen Wein, "Bastard", oder "Bastardwein", weil er um Guadalcazar aus Rheinischen Reden erhalten wird, die ein gewisser Holländer, Namens Peter Simon, dahin gebracht, daher er auch Peter Simons Wein heißt. Er ist nicht so hoch von Farbe, auch nicht so fett als die andern Spanischen Weine, und hat eine scharfe Süßigkeit. In Niedersachsen nennet man einen jeden jungen Franzwein, der mit Schwefel süß gemacht wird, weißen Barstad.

3) Das Geringere, Schlechtere, Untaugliche in seiner Art. So nennen die Gärtner oft alle Auswüchse und untaugliche Sprößlinge, Bastarde. Im Bernsteinhandel belegt man mit diesem Nahmen alle untaugliche, löcherige Stücke Bernstein von einer gewissen Größe; und unter den Geschützen heißen alle Arten von unrichtiger Proportion Bastard.

4) In noch weiterer Bedeutung wird so wohl in dem Naturreiche, als im gemeinen Leben, alles was einem andern Dinge ähnlich ist, und wofür man keinen eigenen Nahmen hat, mit einem zusammen gesetzten Ausdrucke benannt, wovon "Bastard" die erste Hälfte ausmacht.

S. die folgenden Zusammensetzungen.

Anm. "Bastard", Franz. "Bastard", "Batard", ehedem "Bestard", "Bertard", Ital. "Bastardo", im mittlern Lateine "Bastardus", ist kein urspünglich Deutsches Wort, sondern von den Franzosen oder Italiänern zu uns gekommen, bey welchen es in den mittlern Zeiten sehr üblich war, und den schimpflichen Nebenbegriff nicht bey sich hatte, den die ältern Deutschen damit verbunden haben. Wilhelm der Eroberer, schämete sich als König von England nicht, sich zu schreiben: "Ego Wilhelmus cognomento Bastardus", S. die Glossaria des du Fresne und Carpentier. Man hat allerley wunderliche Ableitungen dieses Wortes versucht, die man in den Glossariis nachsehen kann. Selbst Wachters seine von dem Griechischen "???", das Ehebett, und Art, ist außerordentlich gezwungen. Die erste Hälfte dieses Wortes ist unstreitig das Französische "bas" = "niedrig", welches ehedem auch "bast" lautete. Dieses wird daraus erweislich, weil man einen unehelichen Sohn, Bruder u. s. f. im Französ. ehedem "Fils oder Frere de bast oder de bas" nannte, und die R. A. "venir de bas", noch jetzt bedeutet von unehelicher Abstammung seyn. In einer Französischen Urkunde von 1377 bey dem Carpentier heißt es ausdrücklich: "Pourquoyille avoit appelle Jehan de Bas, quit estoit adire Bastart et filz de putain". In einer andern von 1378 Perrette "fille de Bast". Die letzte Hälfte des Wortes "Bastars"; ist ohne Zweifel die Ableitungssylbe "er", welche in einigen ausländischen Mundarten, "ard", "ardo", "art", lautet, wie in "Canard". S. auch "Bankart". Von der figürlichen Bedeutung dieses Wortes kommt in Französischen Urkunden schon 1265 Charrette "bastarde", 1416 Coustel "Bastard", 1386 Coustel "Bastardeau", und 1460 "Vin batard" vor, welches letztere Carpentier durch gemischten Wein erkläret. In einer Deutschen Übersetzung der Bibel aus dem 14ten Jahrhunderte stehet. 1. Sam. 17, 5 für Riese, ein "Bastart", wofür eine andere Übersetzung von 1477 ein man ein baster hat.

S. kritische Beytr. Th. 7. S. 13.


(E?)(L?) https://dmnes.org/name/Bastard

"Bastard" m. Old French "bastard" = "bastard", from "bast" = "pack-saddle" + the pejorative suffix "-ard".


(E?)(L?) https://www.fernsehserien.de/serien-a-z/b




(E?)(L?) https://www.fbw-filmbewertung.com/film/bastard

BASTARD

Kinostart: 18.04.13 Drama; Spielfilm; Psychothriller Deutschland 2011 Filmwecker


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/der/DERB.pdf

"Bastard", M., "uneheliches Kind", "Mischling", mhd. "bastart", M., "uneheliches Kind", A. 13. Jh. Lw. frz. "bastard", M., "anerkannter Sohn eines Adligen aus unrechtmäßiger Geschlechtsverbindung", germ. Herkunft?


(E?)(L?) https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/rsrec/sn/shwb/entry/Bastard




(E?)(L?) https://www.mittelalter-lexikon.de/wiki/Bastard

"Bastard" (mhdt. "bastart", "basthart"; zu got. "bansts" = "Scheune"; also eigentlich "der in der Scheune Gezeugte"). Terminus der feudalen Rechtssprache, der einen von einem Adeligen außerehelich und unstandesgemäß (illegitim) gezeugten, jedoch rechtlich anerkannten Sohn bezeichnet. Als gleichberechtigte Erben sind "Bastarde" gleichwohl kaum je aufgetreten.


(E?)(L?) https://www.mundmische.de/bedeutung/3307-Bastard

Bastard


(E?)(L?) https://neueswort.de/bastard/

Das Substantiv "Bastard" wurde direkt aus dem Französischen übernommen. Sowohl das französische "bastard" als auch die deutsche Entsprechung dienten zunächst als Begriff für ein außerehelich gezeugtes Kind eines Adligen.
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(E?)(L?) https://www.owid.de/artikel/405635

"Bastard"

M., früher selten auch N. (-s, älter auch -en; -e, älter auch -en), Ende 12. Jh. entlehnt aus gleichbed. mittelfrz. "bastard", altfrz. "bastart" (vgl. gleichbed. ital./span. "bastardo", mlat. "bastardus" ungeklärter Herkunft; eventuell aus altfrz. "bast" unsicherer Herkunft, vgl. "fils de bast" ‘Bastardkind’, und dem in Eigennamen üblichen german. Suffix "-(h)art", "-(h)ard)", zunächst auch in den Formen "Basthard", "Bastart", "Basthart", "Pastart", "Pasthart", "Baster, "Bastert".

a) Im Feudalwesen verwendet in der Bed. ‘vom Vater anerkanntes, uneheliches Kind eines Adligen und einer Frau niedrigeren Standes’ (s. Belege 1404, 1466, 1522, 1591, 1878, 1977); bald auch allgemeiner im Sinn von ‘uneheliches Kind’ (vgl. dtsch. "Bankert"), bis ins 18. Jh. öfter für ‘Hurenkind’, zumeist abwertend und gelegentlich als Schimpfwort gebraucht im Sinn von ‘als minderwertig oder gemein eingeschätzter Mensch’ (s. Belege 1355, vor 1546, 1630, 1698, 1719, 1794, 1901, 1951, 1987); selten auch in der movierten Form "Bastardin" F. (-; -nen) (s. Belege 1579–1610, 1790, 1884), als Bestimmungswort in den Zss. "Bastardsohn", "Bastardtochter", "Bastardkind"; etwa gleichzeitig übertragen auf Abstrakta und Konkreta in der Bed. ‘aus zwei verschiedenartigen Teilen bestehendes unvollkommenes Ganzes, geringerwertige, zusammengesetzte Abart, unechte Form’ (vgl. bes. c; s. Belege 1537–38, 1643, 1700, 1782, 1806, 1840, 1886, 1898, 1925, 1951, 1986).

b) Seit spätem 15. Jh. auf die Naturforschung ausgedehnt in der Bed. ‘Nachkomme aus einer Kreuzung zweier verschiedener Rassen bzw. Arten; Mischgattung, Hybride’, zunächst nur auf Tiere und Pflanzen bezogen, vgl. Zss. wie "Bastardzüchtung", "Bastardforschung"; "Artbastard", "Gattungsbastard" (z. B. Maulesel, Maultier); seit Mitte 19. Jh. auch mit Bezug auf die Mendelsche Vererbungslehre, gelegentlich auch von Menschen, bes. in der Anthropologie für ‘Nachkomme aus der Vermischung verschiedener Rassen; Mischling’ (s. Belege 1849, 1879, 1959), auch übertragen für ‘das (durch Vermischung) von seiner gewöhnlichen Art (in schlechtem Sinn) Abweichende’ (vgl. c).

c) Etwa gleichzeitig bis ins 19., vereinzelt 20. Jh., in verschiedenen Fachsprachen meist als Bestimmungswort in subst. Zss., die eine dem im Grundwort Genannten ähnliche, aber davon abweichende (oft geringere) Art, Spielart, Varietät, Variante bezeichnen (vgl. a und b), im Sinn von "Falsch-", "Unecht-", "Halb-"¸ vgl. "Bastardfenster", "Bastardgaleere", "Bastardwechsel", "Bastardwolle", "Bastardadler", "Bastardwein", "Bastardschrift".

Dazu seit spätem 16. Jh. die (Präfix-)Ableitung "bastarden", "verbastarden", meist "bastardieren" V. trans. ‘zum Bastard machen, verschiedene Rassen oder Arten kreuzen, vermischen’, auch reflex. ‘sich als Bastarde fortpflanzen’, zumeist im Part. Perf. "bastardiert" adj. gebraucht für ‘gekreuzt, nicht reinrassig’, in der Vererbungslehre von verschiedenartigen Pflanzen und Tieren, abwertend in der völkischen Rassenkunde auch auf Menschen bezogen (s. Belege 1927, 1934); gelegentlich auch übertragen verwendet für ‘die Art verfälschen; durch Vermischung verschlechtern’ (s. Belege 1927, 1970) (zu a und b). Seit Anfang 17. Jh. die selten belegte adj. Ableitung "bastardisch" (ohne Steigerung) ‘gekreuzt, nicht reinrassig’¸ auf Tiere bezogen, übertragen auch im Sinn von ‘falsch, unecht’ (s. Belege 1612, 1648), dann auch gelegentlich abwertend von Menschen in der Bed. ‘unrein, minderwertig’ (s. Belege 1802, 1852, 1941) (zu b); seit dem 19. Jh. die subst. Ableitung "Bastardung" F. (-; -en) ‘uneheliche Zeugung’ (zu a), meist "Bastardierung", "Bastardisierung" F. (-; -en) ‘Kreuzung, Vermischung zweier verschiedenartiger Rassen’, auf Tiere und Pflanzen bezogen, in der völkischen Rassenkunde auch von Menschen (s. Belege 1927, 1933, 1934), selten auch übertragen verwendet (s. Belege 1908, 1912, 1924) (zu b).
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(E?)(L?) https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=101680

"Bastard" (mittelhochdeutsch "Basthart" und "Bastart", welch letztere Schreibart daher als die ältere vorzuziehen ist; neulat. "bastardus", franz. "bâtard", ital. "bastardo", engl. "bastard"), "Mischling", ein aus nicht ebenbürtiger oder in wilder Ehe erzeugtes Kind, s. v. w. natürlicher Sohn oder natürliche Tochter. Der Normannenherzog Wilhelm der Eroberer, der natürliche Sohn des Herzogs Robert, kommt zuerst unter dem Namen "bastardus" vor und nennt sich so in seinen eignen Briefen. Das Wort könnte demnach französischen Ursprungs scheinen, und man hat es daher von "bas" ("bassus" = "niedrig") herleiten wollen, zumal da in spätern Urkunden des 13. und 14. Jahrh. "fils de bas" und "fille de bas" für "bâtard" und "bâtarde" vorkommt. In andern Urkunden findet sich dagegen "fils de bast", womit jene Ableitung fällt. Stammte das Wort aus dem Französischen, so wäre es unerklärlich, warum es nicht früher gebraucht wird, da die natürlichen Sprößlinge der Karolinger genug Anlaß dazu gaben. Der Ausdruck ist daher als ein normännischer, mithin altnordischer anzusehen und hat erst als Beiname jenes Herzogs Wilhelm, des Eroberers von England, in die französische und andre Sprachen Eingang gefunden. Was nun die ursprüngliche Bedeutung des Worts anlangt, so wird in den nordischen Gesetzen "bastardr" nicht in dem Sinn von "spurius" ("uneheliches Kind") gebraucht; wohl aber findet es sich als Benennung unechter, gemischter Sachen, wie z. B. das Schwert Sigurds in der "Saga Magnus Erlings-sonar" (Kap. 5) "basthardr" heißt, d. h. wohl spottweise "hart wie Bast" im Gegensatz zu "beinhardr" ("steinhart"), also unecht. Wird nun die zweite Silbe des Worts auf einen Mann bezogen, so kann sie allerdings einen "homo spurius", einen "unehelichen Sohn", dem Erbe und Stand des Vaters entzogen werden, bedeuten. Im Verlauf der Zeit hat es in die französische Sprache allgemein Eingang gefunden und auch in der hochdeutschen als vornehmes und rittermäßiges, aus Frankreich herübergekommenes, obschon ursprünglich germanisches Wort die andern Benennungen derselben Sache, zumal "bankhart" ("Bankert") und "bankrise", verdrängt und in die Sprache des niedern Volks verwiesen.

In der Zoologie heißt "Bastard" ein von zwei verschiedenen Arten, die meist, aber nicht immer derselben Gattung angehören, erzeugtes Tier, wie z. B. Maultier und Maulesel. Ein von zwei verschiedenen Rassen abstammendes Tier wird dagegen "Blendling" genannt. Im allgemeinen sind die "Bastarde" unfruchtbar oder schlagen doch, wenn sie fruchtbar sind, nach einigen Generationen in die mütterliche oder väterliche Art zurück. Indessen sind sichere Ausnahmen davon beobachtet worden, z. B. der "Bastard" zwischen Hase und Kaninchen, der sogen. "Lapin" (franz. "liévre-lapin"). Ebenso sind vollkommen fruchtbar die "Bastarde" von Anser cygnoides und der gewöhnlichen Gans, von Hund und Wölfin, von Eisbär und braunem Bären und wahrscheinlich auch die von Ziegenbock und Schaf. Unsre Haustiere scheinen zum größten Teil aus solchen Bastardierungen hervorgegangen zu sein, das Rind z. B. aus Bos primigenius und Bos brachyceros; in ähnlicher Weise sind auch frei lebende Tiere als "Bastarde" erkannt worden, z. B. der Rackelhahn (B. von Auer- und Birkhuhn) und mehrere Süßwasserfische. Über B. in der Botanik s. "Bastardpflanzen".


(E?)(L?) https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&term=bastard

"Bastard", mhd. "bastart", "basthart", mnd. mnl. "bastaert", "bastert", fries. "basterd". Nebenformen "baschart", "patzthart". Aus dem Romanischen; zuerst vom normannischen Wilhelm als Beiname; "Kebskind", "(anerkannter) Sohn einer Nebenfrau", "uneheliches Kind"
...
("bastard"), mnl. "bastaert", "unehelich", "ungesetzmäßig"




(E?)(L?) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Bastard", "Bastart", L. "Bastardus", "Spurius", Fr. "Batard", wird alles das genennet, was in der Natur nicht nach der gewöhnlichsten Ordnung, sondern durch fremde ausschweifende Vermischung, entstehet. Also heißt derjenige Wein ein "Bastard=Wein", der auf einem Weinstocke wächst, davon der Reben von einem teutschen Weinstocke, z. E. an dem Rhein, geschnitten, und in Spanien oder in fremdes Erdreich eines andern Clima eingelegt, und zum Wachstum gebracht worden. Insbesondere führt diesen Nahmen ein gewisser spanischer Wein, den man auch "Peter=Simens=Wein", "Peter=Simons=Wein", "Petersimen", oder "Peter Simens", nennet, welcher nicht so fett, als die andern spanischen Weine, bleichgelb von Farbe, und lieblich von Geschmacke, ist. Auch heißt bei den Gärtnern alles das "Bastard", was bald Anfangs der Pflanzung am Stamme auswächst, so man auch sonst Sprößlinge und Fasemen nennet. Unter den Thieren hat man vielerlei "Bastarde", als: Leoparden, Maulthiere, halb wilde Katzen, halb wilde Schweine etc.; unter den Vögeln, Canarien=Schecken, so von Stieglitz=Hähnen mit Canarien=Hennen erzeuget werden. Ich würde mich in diese artige Materie weiter einlaßen, wofern sie nicht eigentlich in das Feld der Naturgeschichte gehörte, und man nicht in des Hrn. D. Martini Naturlexicon die lehrreichsten Nachrichten darüber zu erwarten hätte.

"Bastarde", Fr. "Batarde", heißt, sonderlich bei den französischen Tuch=Fabricanten eine falsche Breite des Zeuges, oder eine ausserordentliche Breite, die den Reglements nicht gemäß ist. Die Tücher, so nur 1 Elle, und ein halb Viertel breit liegen, sind von einer "Bastard=Breite" oder "schmächtigen Breite", und als solche der Confiscation unterworfen.

"Bastarde", oder "Batarde", heißt eine unächte Wolle, die man auch "Carmeline" nennet. Es ist die andere Gattung von derjenigen Wolle, die von der Haut des Thieres Vigogne abgeschnitten wird.

"Bastardes", oder "Batardes", sind auch gewisse Arten gemeiner Wolle aus der Levante. Es giebt dergleichen zu Constantinopel, und andere zu Aleppo. Die von Aleppo ist schwarz, und heißt daher "schwarze Bastarde". Siehe "Wollenhandel".

"Bastardiere", siehe "Batardiere".

"Batardiere", "Bastardiere", heißt ein Platz, auf welchem sehr starke Bäume, wie in einer Baumschule, sehr weit von einander gesetzt, daselbst sorgfältig gewartet, und so zugerichtet werden, daß sie gleich bei dem Versetzen ein schönes und gutes Ansehen machen. Man braucht die "Batardieres" nicht leicht, als zu Obstbäumen, die man als Buschbäume oder als Fächer ziehen, und sodenn auf die Einfassungen der Küchengärten oder an Geländer sezzen will. Man kann aber auch die Bäume zu Wänden und zu Garten=Alleen in der "Batardiere" ziehen. Durch dieses Mittel kann man einem neuangelegten Garten gleich im ersten Jahr das Ansehen geben, welches ein auf die gemeine Art angelegter erst in 7 bis 8 Jahren bekommt.

Von der Wartung der Bäume in der "Batardiere", s. Herrn dü Hamel "von der Holz=Saat und Pflanzung der Waldbäume", Nürnb. 1763, 4. S. 109--115.


(E?)(L?) https://www.wdw.uni-trier.de/onlinewb/

"Bastard" m.:

1. unfruchtbare Rebe, MoSaRu. 06.-

2. verkümmerte Beere, MoSaRu. 08.

Etym.: fnhd. "bastart", mhd. "bastart", "basthart" 'unechtes Kind; unechtes Zeug', mndd. "bastert" 'süßer spanischer Wein', entl. aus afrz. "bastard" 'anerkannter Sohn eines Adeligen u. einer nicht mit diesem verheirateten Frau od. einer verheirateten Frau niedrigeren Standes'.-

Die Herk. des afrz. Wortes ist umstritten. Für nhd. "Bastard" hält Kluge die schlecht gestützte Ausgangsbed. 'wilder Schössling' für am wahrscheinlichsten.

Lit.: AIS 5, 1312; BadWB 1, 124; BasMda. 25; BayWB 1, 299; Besse 2001a, 54; BWB 8, 1273; DEI 454; DFWB (2. Aufl.) 3, 207; DRW 1, 1245; DWB 1, 1150; ElsWB 2, 109; FEW 1, 276; FWB 3, 99; GrFremdWB 2000, 187; Kleiber 2004b, 13; Klingner [1935], 11; Kluge 2002, 95; Lexer 1, 133; LothrWB 26, 1, 157; Müller K. 1930, 71; Petroselli 1974, 232; PfälzWB 1, 596; REW 979; RheinWB 1, 494; Schoonmaker 1967, 36; SchwäbWB 1, 671. 6, 1594; SchweizWB 4, 1783; ShessWB 1, 602; Steffens 2006b, 58; SuddWB 2, 103; TirId. 32; TirWB 50; v.d. Heide/Schmitthenner 1922, 7; WBÖ 2, 448; WKW 6/19.


(E?)(L?) https://www.wissen.de/wortherkunft/Bastard

"Bastard"

1.abwertend: nichteheliches Kind

2.Biol.: Tier oder Pflanze, das oder die durch Kreuzung unterschiedlicher Arten entstanden ist

überital. "bastardo" aus altfrz. "bastard" „als natürlicher Sohn anerkannter unehelicher Sohn eines Adligen“; die weitere Herkunft ist unsicher

Umstritten ist die Herkunft dieses zumeist nicht als angenehm empfundenen und im Englischen gar als Schimpfwort gebrauchten Wortes. Im 13. Jahrhundert jedoch wurde es noch wertneutral gebraucht. Das altfrz. Wort "bastard" (oder "fils de bast"), das von ital. "bastardo" abgeleitet ist, bezeichnete einen als natürlichen Sohn anerkannten, aber unehelichen Sohn eines Adligen. Auch Wilhelm der Eroberer wählte dieses Wort als Selbstbezeichnung. Doch die weitere Herkunft dieses im Mhd. als "bastart", "basthart" belegten Wortes ist ungewiss. Eine Deutung leitet das erwähnte altfrz. "fils de bast" aus "fils" „Sohn“ und "bast" „Saum–, Packsattel“ her. Der "Bastard" ist dieser Erklärung zufolge "ein auf dem Packsattel gezeugter Sohn", was damit erklärt wird, dass die provenzalischen und spanischen Maultiertreiber sich aus ihren Sätteln im Lager ein Wirtshaus zurechtmachten und dort mit den Mägden intim wurden. Eine andere Herleitung deutet das zugrundeliegende Wort als „wilden Schössling, Wildreis“ und stellt es in eine Reihe mit den heutigen frz. Wörtern "bâton" „Stock“ und "bâtir" „bauen“.

Der uneheliche Sohn wäre demnach metaphorisch gesprochen ein junger Zweig eines veredelten Baumes, der in nicht beabsichtigter Weise aus dem Wurzelstock wächst.


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB#1

"Bastard", "Baster", "Baschger" ["Pàstàrt" Olti.; "Pàstert" Sier. Geud. Rothb.; "Pàster" Hi. Co. Rchw. U. Lohr; "Pàsker" NBreis. Su. Geberschw. Dü. Kaysersb.; Pl. ebenso, nur "Pàstere" W.] m.

1. "Bastard", Mischling (vom Vieh) Dü. Dis ist e B. vom e Dischelzwig (Distelfink) und vom e Kanarjenvaujel Geud.; gefleckter Kanarienvogel Su.; Haushahn mit Federbüscheln an den Beinen Dunzenh. Ingenh. Lohr. Under unseren Glickelen (Seite 258) sind e par B. Geberschw. Zss. Basterdhuehn Geud. Syn. Batscher 2.

2. kurzes, dickes Schwein mit kurzem Rüssel (englische Rasse) NBreis. Heidolsh. Lobs.; männliches Schwein Kaysersb.

3. uneheliches Kind Hi. Rchw. Bf. Dunzenh. Schimpfwort: ‘Was, mit dem Spizbue hesch's, mit dem durchtriwwene Baster’ Pfm. IV 3.

4. freche Person Bf. — Idiotikon Schweiz. 4, 1783. F. Schwäb. 671. Bayer. 299.


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB#1

"Bastard"

a) ein in nicht ebenbürtiger od illegitimer Verbindung gezeugtes Kind; in Cell für die ‘natürl’ Kinder der Fürstenhäuser u für den Sohn des Papstes Alles was .. in Italien .. Theil am Raube zu nehmen wünschte, Päpste, Könige .. Geistlichkeit, Barone, Kriegshelden, Usurpatoren, "Bastarde", alle schwirren in fortwährendem Streite durch einander 44,338,9 CellAnh X [für: "bastardo"] 43,313,25 Cell II 10 im Hinblick auf bes Intelligenz u Robustheit [betr Schlossers Verbot einer Eheschließung seiner Tochter vor Beendigung des Krieges] Wäre Schlosser ein Naturforscher so würde Nicolovius am Ziel seiner Wünsche seyn; denn es ist eine allgemeine Bemerckung daß die Prolification nicht beßer gedeihe und gerathe als zu Zeiten .. irgend einer Stadt- oder Landkalamität und daß die unter solchen Aspeckten erzeugte Kinder an geist und körperlichen Gaben sich den "Bastarden" ziemlichermaaßen zu nähern pflegen B10,219,11 Jacobi 28.12.94 pejor iZshg mit der Pelikanmetapher, mBez auf unwürdige, die Gutmütigkeit anderer Menschen ausnutzende Personen [betr Herders mißl Lage auf seiner Italienreise mit WHDalberg u Frau vSeckendorft] Es wende sich dir alles zum Besten, nur um Gotteswillen keine Gutmüthigkeit, die pelikanmäßig ihren Busen aufreißt, um "Bastarde" zu säugen B9,33,3 Herder 22.9.88

b) für die vorgebl von den Vögeln abstammenden, aber flügellosen olymp Götter [Treufreund:] Die uralten Götter und Göttinnen, die Nacht, der Erebus, die Erde, werden bei den Dichtern alle mit Flügeln eingeführt .. Die Zeit hat Flügel! das ist Saturnus! .. seine Frau aber hatte wohl keine gehabt; da entstanden die letzten "Bastarde", Jupiter und seine Geschwister und Kinder — ihnen waren die Flügel versagt 17,104,23 Vögel

c) zool: Abart; /Bd. 2, Sp. 88/ fem für eine bes Schneckengattung des Geschlechtes Murex1) Buccinum testiculus groß. | Die puncktirte Sturmhaube. | NB. die Hörner zu vergleichen mit den Löchern der Meerohren. | Zackige B. + | Murex Anus N13,253,15 Morph Plp

Syn zu a natürlich(n-er Sohn, n-eTochter) vgl zu a GWb Hurenkind

1) vielleicht mBez auf die vom Conchyliologen FHWMartini nur mit dt Namen benannte “Zackigte Bastartbettdecke”; Auskunft von DKuhn, MarbachMaria Erxleben


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Meyers#1

"Bastard" (mittelhochd. "Basthart" und "Bastart", neulat. "bastardus", franz. "bâtard", ital. "bastardo", engl. "bastard"), "Mischling", ein aus nicht ebenbürtiger oder in wilder Ehe erzeugtes Kind. Der Normannenherzog "Wilhelm der Eroberer", der natürliche Sohn des Herzogs Robert, kommt zuerst unter dem Namen "bastardus" vor. Im Verlauf der Zeit hat das Wort in die französische und deutsche Sprache allgemein Eingang gefunden und andre germanische Benennungen, zumal "bankhart" ("Bankert") und "bankrise", d. h. "das auf der Bank erzeugte Kind", verdrängt und in die Sprache des niedern Volkes verwiesen.

In der Zoologie heißt "Bastard" (species hybrida, Hybride) ein von zwei verschiedenen Arten (die meist, aber nicht immer derselben Gattung angehören) erzeugtes Tier, wie z. B. Maultier und Maulesel. Ein von zwei verschiedenen Rassen abstammendes Tier wird "Blendling" genannt. Im allgemeinen sind "Bastarde" unfruchtbar oder schlagen doch, wenn sie fruchtbar sind, nach einigen Generationen in die mütterliche oder väterliche Art zurück. Indessen sind sichere Ausnahmen davon beobachtet worden, z. B. die "Bastarde" zwischen Hase und Kaninchen, die Leporiden. Ebenso sind vollkommen fruchtbar die "Bastarde" von Anser cygnoides und der gewöhnlichen Gans, von Kanarienvogel und Stieglitz, von Hund und Wölfin, von Eisbär und braunem Bären und wahrscheinlich auch die von Ziegenbock und Schaf. Der Ursprung unsrer Haustiere dürfte mit auf Bastardierung zurückzuführen sein, das Rind z. B. aus Bos primigenius und Bos brachyceros; in ähnlicher Weise sind auch frei lebende Tiere als "Bastarde" erkannt worden, z. B. das Rackelhuhn (B. von Auer- und Birkhuhn) und mehrere Süßwasserfische, z. B. "Bastarde" von Lachs und Forelle, vom Teichkarpfen und Goldfisch.

Vgl. Hertwig, "Experimentelle Untersuchungen über die Bedingungen der Bastardbefruchtung" (Jena 1885); Ackermann, "Tierbastarde" (Kassel 1898, 2 Tle.). – Bastard in der Botanik, s. Meyers "Bastardpflanzen".




(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=NRhWB#1

Bastard RhWb m.:

2.

a.

ß. "Mannweib" Bitb-Metterich, Kobl-Neuend, Neuw-Dierd, Altk-Amteroth, Schleid-Heimb, Bo-Mehlem, Lennep-Hückeswg, Duisb-Hochf. —

?. scherzh. "ABC-Schütz" Trier-Fell. —

d. "kleiner Frechdachs" Wittl-Meerf. —

e. "Stadtfelder Basterten" Neckn. derer von Daun-St. —

c. "Narrenzwetsche" Merz-Waldhölzb. —

3.

d. "Bastertche" "kleiner Topfkuchen" Neuw-Dierd. —

e. Mischformen bei Werkzeugen u. Schneidewaren, in der Güte zwischen guter u. gemeiner Ware stehend Wuppergeb.




(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB#1

"Bastard" m.:

1. 'uneheliches Kind', "Baschde?t" [lothr. SWPf BZ-Dernb Lambert Penns 22], "Baschder" [Gal-Obl]; dafür meist PfWb Bankert. —

2. 'Mischling'.

a. bei Menschen: Vater edel, Mutter unedel, oder umgekehrt. a. 1565: so ein bastart versturb, sein verlossenschaft auch Pfaltz zustendig [Grimm Weist. V 553 (GH-Hördt)]. o. J.: alle bastart und wildfenge sollen kunigsleut (leibeigen) sein [Grimm Weist. V 559 (Germh)]. —

b. bei Tieren, bes. bei Hühnern, Haustauben, Hunden usw. Bei den Schweinen bezeichnen die Baschde?t eine Rasse von kurzer gedrungener Gestalt [allg. (1930)]. —

c. bei Pflanzen, Kreuzung aus Zucker- und Futterrübe, "Baschde't", "Baschdat", "Boschder" [allg.]; vgl. PfWb "Bastardrübe". —

3. 'zweigeschlechtiges Wesen' [KU-Roßb KB-Boland Pirmas PS-Trulb NW-Lambr GH-Leimh Hagb]; vgl. PfWb Zwitter. —

4. 'unartiges Kind', Schimpfwort [verbr. Gal]. — F.: "bašderd", "bašdÄrd, "bašdÄd", seltener "bašder", "bašdÄ"; -a- [vorn. NWPf u. SOPf], vgl. PfWb Baß.

Das Wort ist herzuleiten aus altfranzös. "bastard" 'anerkannter Sohn eines Adligen, der nicht von der rechtmäßigen Frau stammt', Kluge-Mitzka17 55. — RhWb Rhein. I 494; ElsWb Els. II 109; LothWb Lothr. 26; BadWb Bad. I 124.


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB#1

"Bastard" NRhWb "bastert"; s. der st/št-L. "bašdert"; –azs- (-as-) LRip; -as- WEif, Eup, SNfrk; -?- Kempld; Pl. -d? m.:

1. uneheliches Kind. Doch fehlt den meisten MA. diese Bed., wenn auch einige sie angeben (Prüm, Bitb-Mettend, Simm-Laub, Klev). Man sagt: Dat Kend hät kenen Vatter oder et es ene Bankert. Da die B. kein Erbrecht besassen, kommt die Bed. ‘einer, der bei der Erbteilung oder sonst einer Teilung nichts erhalten soll’ der ursprüngl. noch am nächsten Aach-Merkst. Enge B. deile bei der Teilung so übervorteilen, dass er fast so wenig erhält, wie ein uneheliches Kind. — In mehr verallgemeinerndem, übertr. Sinne "Basterde" lästige, schreiende Kinder (Schimpfw.) Trier, Saar; Taugenichts Grevbr-Wickr; ausgearteter, flegelhafter Mensch; überschmutziger M. Neuw-Datzeroth. —

2. aus der Art geschlagen, nicht so beschaffen, wie es die Gattung verlangt.

a. vom Menschen, im Wachstum zurückgebliebener Mensch, Knirps Wittl.; dicker Kerl (Baschtert) Wend, Kreuzn, Ottw, Saarl, Merz; doch ist es ungewiss, ob hier nicht "Bascht" ‘Barst’ das Grundwort ist; die Orte liegen sämtlich im št-Gebiet. —

b. von Tieren, Mischgattung, aus Kreuzung verschiedener Rassen entstanden, besonders vom Geflügel Allg. En B. Küchen Rip. Dat es e B. italiänisch Hohn. B.? va Kanalejefügel on Destelefenke Rip. — Schweine, aus einer Kreuzung entstanden Saar. — Dann Tier von kümmerlichem Aussehn bes. Mosfrk. — Huhn, das keine Eier legt Eusk-Lommersum; schwanzloses Huhn Rees-Bislich. —

c. von Pflanzen, aus der Kreuzung hervorgegangenes Exemplar Allg. Von einem fahlroten Kohlkopf: Doe steht och enem B. tösche Kemp. Narrenzwetsche Westerw, Kreuzn-Weiler. Doppelpflaume, Doppelähre Kreuzn-Weiler, Meis-Lauschd, Merz-Haustdt. — Etwas Kleines, Verkümmertes, nicht voran Wachsendes Mosfrk. Dat sein nemmen B.? kleine Kartoffeln. Ein Baum, der nicht gedeihen will, ist en B. —

3. Sachnamen.

a. der Futtermehlgang in der Mühle Nfrk, z. B. MGladb-Rheind. —

b. eine ca. 20 cm dicke Eiche Rheinb-Wald. —

c. Erdscholle Aach-Merkst.


(E?)(L?) https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Wander#1

"Bastard"

1. "Bastard" – Ausart. Holl.: Bastaarden slaan altijd uit den aard. – Een bastaard aardt wel naar zijn' bast. (Harrebomée, I, 32.)

2. Ein bastart bringt so gross pfennigbrot als das Ehekind. – Henisch, 196; Eiselein, 56; Simrock, 748; Lehmann, II, 147, 17.

Die Mutter hat es so lieb wie die andern.

[Zusätze und Ergänzungen] 3. Bastarde haben ein zahlreiches Geschlecht. Dän.: Hore-unger har megen slaegt. (Prov. dan., 300.)

4. Ein Bastart, thuet er guets, so ist's ein wunder, gerat er nit, es ist sein art besonder. – Zimmerische Chronik IV.

5. Was ein Bastard verbricht, das gelten die Magen der Mutter, nicht des Vaters. – Graf, 165, 150.

Für die Handlungen eines eheligen Kindes ist dessen Vater verantwortlich, wenn er seine Aufsicht vernachlässigt, für die eines unehelichen sind es die Verwandten der Mutter.

Mhd.: Waz ein bastard verbricht, daz gelten di magen der mutter und nicht dez vatters. (Grimm, Wb. I, 541.)


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Bastard
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Bastard" taucht in der Literatur um das Jahr 1650 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-08

C

D

E

Expletiv (W3)

Das Adjektiv dt. "expletiv", span. "expletivo", engl. "expletive" = dt. "ergänzend", "ausfüllend" und das Substantiv dt. "Expletiv" = dt. "für den Sinn des Satzes entbehrliches Wort", "Gesprächspartikel", "Füllwort", "Flickwort", "Würzwort" geht über frz. "explétif" zurück auf spätlat. "expletivus" = dt. "ergänzend", "füllend", lat. "explere" = dt. "ausfüllen", "anfüllen", "füllen", "vervollständigen".

Lat. "explere" setzt sich zusammen aus lat. "ex-" = dt. "aus" (vgl. dt. "extern", "extra", "extrem", engl. "exit") und lat. "plere" = dt. "füllen". Dies geht weiter zurück auf ide. "pel-", "pol-" = dt. "füllen" (vgl. dt. "füllen", engl. "fill", "full"). Eine weitere Form ist lat. "plenus" = dt. "voll", auf das engl. "plenty", "plus", "plural" zurück gehen. Auch russ. "polny" = dt. "voll" und griech. "polus" = dt. "viele" und das Präfix "poly-" gehen darauf zurück. Interessant ist sicherlich, dass sowohl dt. "voll" als auch frz. "plein" - über unterschiedliche Zwischenformen - auf ide. "pel-" zurück gehen.

(E?)(L?) https://grammis.ids-mannheim.de/systematische-grammatik/1068

...
Auch ein "es", das in bestimmten Fällen auftritt, fungiert nicht als Subjekt des Satzes. Es ist "expletiv", d. h. es dient lediglich dazu, dem finiten Verb, wo eine andere Besetzung des Vorfelds fehlt, in der linearen Abfolge die Position zuzuweisen, die es nach Maßgabe des gegebenen Satzmodus einzunehmen hat.
...


(E?)(L?) https://neueswort.de/expletiv/

Ein "Expletiv" (das) ist ein für den Sinn eines Satzes entbehrliches "Füllwort". Ein solches Wort nimmt auf den Wahrheitsgehalt einer Aussage keinen Einfluss und ist in geschriebener Sprache stilistisch meist fehl am Platz. In der gesprochenen Sprache jedoch dienen "Expletive" zu einer Verbesserung des Sprachrhythmus und lassen gegebenenfalls einen Rückschluss auf Stimmung und Haltung des Sprechers zu.

Vergleicht man etwa die beiden Sätze

Dein Fernseher ist sehr groß.

und

Dein Fernseher ist "aber" sehr groß.

so drücken beide aus, dass der Sprecher den Fernseher sehr groß findet, d.h. die Kernaussage bleibt unverändert. Der zweite Satz klingt jedoch überrascht bzw. verwundert.

Weitere Beispiele für derartige Füllwörter sind etwa: "wohl", "ja", "gewissermaßen", "eben", "halt", "eh" und Verbindungen wie "aber auch".

Der Begriff "Expletiv" findet seinen Ursprung im lateinischen "explere" ("ausfüllen").


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Expletiv
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Expletiv" taucht in der Literatur um das Jahr 1810 / 1950 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2021-08

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