Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
CH Schweiz, Suiza, Suisse, Svizzera, Switzerland - Schweizerische Eidgenossenschaft - Confoederatio Helvetica
Ismus, Ismo, Isme, Ismo, Ism

Helvetismen, Helvétismes, Helveticisms

A

Acratopège (W3)

(E?)(L?) http://www.acratopege.ch/
Le mot "acratopège" ne figure dans aucun dictionnaire et c'est à la fois injuste et bien regrettable. Une etymologie libre et moderne de cet élégant terme pourrait être: "sans qualités particulières"...

B

Biwak (W3)

von schweizerisch "by-watch" = "zusätzliche (zweite) Patrouille von Bürgern"; Im 30-jährigen Krieg kam es nach Frankreich als "bivouac" und kam so wieder zurück nach Deutschland. Es geht zurück auf die Wurzel "weg, wog" = "wach" und lat. "vegere" = "lebend sein" (vgl. auch "vegetable" = "wachsen, voller leben").

C

canton (W3)

(E1)(L1) http://www.merriam-webster.com/dictionary/canton

A canton is small governmental district or a "state" in Switzerland.
. . . . it is also the upper corner of a flag.
The American flag has a canton of blue that contains the stars.
. . . . it is also part of a heraldic field.
French, Italian: "cantone", augmentative of "canto" = "corner" (vgl. deutsch "Kante")
Sources: Merriam Webster's Collegiate Dictionary, 10th Ed.


D

E

F

G

gumpen (W3)

Im saarländisch-pfälzischen Sprachraum kann man umgangssprachlich dt. "gummen" hören (etwa als: "Ich habe etwas gegummt"), mit der Bedeutung "ausruhen", "(im Sitzen) schlafen". Dabei bin ich auch auf dt. "gumpen" = dt. "springen" gestoßen. Da ich zu dt. "gummen" kaum etwas finden konnte, könnte es sich dabei evtl. auch um dt. "gumpen" handeln. Ein Zusammenhang könnte bestehen durch das "Nicken" des Kopfes beim "Einnicken". Oder aber "gumpen" für "im Sitzen schlafen" ergab sich aus der Möglichkeit, jederzeit den leichten Schlaf zu unterbrechen um aufzuspringen, wenn es nötig sein sollte.

Das umgangssprachliche dt. "gumpen" findet man als Verb mhdt. "gumpen" = dt. "hüpfen", "springen" (noch zu erkennen in engl. "jump") und als Substantiv westobdt. "Gumpen" = dt. "Brunnen", "Wasserloch". (Vermutlich wegen des hochspringenden Wassers.) Vielleicht liegt auch eine Verwandtschaft zu dt. "humpeln" vor?

Für das umgangssprachliche dt. "gumpen" findet man im "Schweizerdeutsches Wörterbuch" viele Wortformen und Ableitungen.

Grundsätzlich scheinen hier umgangssprachliche unscharfe Bezeichnungen eine klare Trennung zu verhindern, weshalb es einen großen Interpretationsspielraum gibt. Im Wesentlichen findet man für dt. "gumpen" jedoch die Bedeutungen dt. "springen", "hüpfen", "tanzen" und "Vertiefung", "Quelle", "Wasserloch".

Bei meiner Suche bin ich schließlich auch auf das umgangssprachliche / fachsprachliche dt. "Gimme" = dt. "(noch geschlossenes) Auge der Rebe" gestoßen. Und das umgangssprachliche dt. "Gimmche", "Gimmchen" = dt. "kurzes Schläfchen" (im Sitzen), ist die Diminutivform von dt. "Gimme". Daraus ergibt sich für mich die wahrscheinlichste Herleitung von lat. "gemma" = dt. "Knospe", "Auge der Rebe", "Edelstein" (ital. "gèmma" = dt. "Knospe", "Edelstein", "Perle", "Juwel") zu ahdt. "gimma", mhdt. "gimme", "gemme" = dt. "(noch geschlossenes) Auge der Rebe". Um sich bei der Weinlese in der Mittagspause kurz auszuruhen, setzte man sich irgendwo in den Schatten und "schloß die Augen", machte also ein "Gimmchen" und nannte diese Tätigkeit "gimmen", "gummen".

Bei Adelung findet man


2. Der "Kumpf", des -es, plur. die -e, oder der "Kumpen", des -s, plur. ut nom. sing. ein Wort, welches überhaupt den Begriff der Vertiefung ausdrückt, aber nur noch in einigen Gegenden in verschiedenen Fällen üblich ist.

1) Die tiefe Stelle in einem Flusse, Teiche oder See heißt in Oberdeutschen die "Gumpe", oder der "Kumpen". Bey dem Notker ist "Gumpffen" ein Teich. Ein kleiner tiefer Pfuhl, ein Tümpfel, heißt in Schwaben ein "Gumpen". Eben daselbst wird eine Menge fließender Dinge eine "Kumpe" genannt.

2) Ein tiefes Behältniß; nur noch in einigen Fällen. Im Niedersächsischen ist "Kumm" oder "Kump" eine Cisterne. Der Kasten auf einem Wagen, einem Karren und einer Karre wird eben daselbst ein "Kumm" genannt, (S. "Kummkarren"). Bey den Walkmüllern werden die runden Tröge, worin das Tuch gewalkt wird, "Kumpen", und im Hüttenbaue die Pochtröge "Kompen" genannt. (S. auch 2. Hund). Zu Rostock ist ein Gefängniß, welches der "Kumm" heißt. Das Griech. und Latein. "Cymba", ein Hahn, im mittlern Lat. "Cumba", eine Art Fahrzeuge, und hundert andere sind genau damit verwandt.

3) Ein tiefes Gefäß, besonders in Niedersachsen, wo eine jede tiefe Schüssel ein "Kumm" oder "Kump" genannt wird. Ein "Suppenkump", eine tiefe Suppenschüssel. Im Hochdeutschen nennet man auch ein tiefes halb rundes Gefäß, die Tassen darin auszuwaschen, den "Spülkumpf" oder "Spülkumpen", oder nur den "Kumpf" schlechthin. Eben daselbst sind "Commentchen", oder vielmehr "Kommentchen", klein tiefe halb runde Trinkgeschirre von Silber, Kupfer u. s. f. ohne Füße. Ein Kohlenbecken heißt im Nieders. ein "Komfoor", Holländ. "Confort", "Comfoir", ohne Zweifel von diesem Worte und Feuer.

Schon im Griech. war - "???" - ein tiefes Gefäß. Im mittlern. Lat. ist "Cumex" eine tiefe Schüssel, und "Cumera" ein Gefäß zum Getreide. S. auch "Humpen". Dieses Wort gehöret zu dem zahlreichen Geschlechte derer, welche eine "Krümme", besonders aber eine Vertiefung bedeuten. S. 4. "Kamm", "Kammer", "Kieme", "Kaue" u. s. f.


(E?)(L?) https://archive.org/stream/Lateinisches-etymologisches-woerterbuch/Walde-LateinischesEtymologischesWrterbuch#page/n321/mode/2up/search/gumpen

"fimbria": "Fransen", "Troddel", "krause Spitzen": unsicherer Herkunft.

Noch am ehesten nach Corssen "Krit. Beitr." 351 aus "*flnd-sria" und wie "fibra" (wenn aus "*fid-Sra") "Faser", "Lappen" zu "findo".

Wenig wahrscheinlich ist folgendes: Prellwitz BB. XXI, 236: zu lit. "bemberis" "Tannenzapfen" (ob dann weiter redupl. Bildungen zu Wurzel "*bher-" "in unruhiger Bewegung sein", s. "ferveo"?)


(E?)(L?) https://www.idiotikon.ch/rg/alphabet-register

Schweizerisches Idiotikon
Schweizerdeutsches Wörterbuch




(E?)(L?) https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten1/wortgeschichten

"Heugümper", "Heustraffel" und "Heustöffel"

Vor hundert Jahren gab es den "Heugümper" fast nur im Aaretal zwischen dem Seeland und dem Wasserschloss sowie im Freiamt - so jedenfalls wurde er im Sprachatlas verortet. Im Jura und in einem Teil des Thurgaus sagte man leicht abweichend "Heugumper" oder "Mattegumper" (also mit "-u-" statt "-ü-"), im Zürcher Oberland "Heugüpfer", im Oberthurgau und im st.gallischen Fürstenland "Heujucker" und überdies laut Idiotikon im Aargau auch "Heugümpel". Fast die gesamte übrige Deutschschweiz aber hatte einen anderen Worttypus, nämlich "Heustaffel", "Heustäffel", "Heustoffel", "Heustöffel", "Heustuffel", "Heustüffel" beziehungsweise "Heustraffel", "Heusträffel", "Heustroffel", "Heuströffel", "Heustrüffel" oder auch "Heustäfze", "Heustäfzg", "Heustäfzge".

Die Bezeichnung "Heugümper", "Heugumper" oder "Mattegumper" versteht sich (fast) von selbst: Das Tier "gumpet", das heisst springt dank seinen speziellen Hinterbeinen durch die Wiesen. Unter "Heu" ist dagegen nicht einfach das trockene Viehfutter zu verstehen, sondern das hohe sommerliche Gras, das abge"hauen" wird. "Heugümper" hat damit die gleiche Bedeutung wie das schriftdeutsche "Heuschrecke", denn althochdeutsch "schrecken" bedeutete "aufspringen", "springen" - wenn wir heute "er-schrecken", "springen" wir ja immer noch auf. Woher "gumpen" kommt, ist schwieriger zu sagen. Das Wort lässt sich zwar schon im Spätmittelalter nachweisen, aber irgendwo anschliessen kann man es nicht so recht. Zwar scheint englisch "jump" ganz nahe zu liegen, doch das "g-" und das "j-" bringt man hier nicht so einfach zusammen.

Den "Heustaffel" mit alle seinen Varianten finden wir erstmals bezeugt in den Werken Notkers III. von St. Gallen, der um das Jahr 1000 herum vom "hêstafel" schreibt. Auch hier bezieht sich das Grundwort auf die Fortbewegung; althochdeutsch "stapf" oder "staffo" bedeutete "Schritt", "stapfôn" "gehen". Das Wort wurde allerdings später nicht mehr verstanden. Die einen lehnten es an "Stoffel", "Stöffel" an, eigentlich eine Ableitung von "Christoph", die "einfältiger Mensch" bedeutet; andere an "Stuffel", was entweder ebenfalls "Dummkopf" oder aber "Getreide-Stoppel", "Stoppel" meint, wieder andere vermischten es mit "Straffel" "Tritt", "Spitz", "magerer Mensch" - die umgelauteten Varianten mit "-sträffel" und "-strüffel" könnten jeweils auf Übertragung der Mehrzahl in den Singular beruhen -, und noch andere verwechselten es mit "Stäfz(g)" "Stift".

Wie kürzlich eine kleine Umfrage auf Facebook ergab, hat sich der "Heugümper" in den vergangenen Jahrzehnten sozusagen zum schweizerdeutschen Standardwort gemausert - ein Beispiel, dass nicht nur schriftdeutsche Wörter einheimisches Wortgut verdrängen, sondern dass es auch einen schweizinternen Sprachausgleich gibt. Der "Heugümper" war wohl deshalb so erfolgreich, weil er in Wort und Form durchsichtig ist. Denn die Heuschrecke "gumpet" tatsächlich im Gras umher, wogegen uns "Staffel" nicht mehr einleuchtet - und die vielen Assoziationen mit ähnlich tönenden Wörtern wie "Stöffel", "Straffel" oder "Stäfz" machten das Wort nur noch sinnloser. Der "Heugümper" hat diese Sinnkrise nun beseitigt.

(31. August 2015, CL)


(E?)(L?) http://lwp.ids-mannheim.de/letter/meta/G

"gumpen"

Lehnwörterbucheinträge zu diesem Herkunftswort: Slovenisch (Striedter-Temps 1963) "gumpež"

Herkunftswort "gumpen" "springen", "hüpfen"


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/ahd-as-anfrk-mhd-mnd-HP/ahd+as+anfrk+mhd+mnd20140502.htm
(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/ahd-mhd-HP/ahd+mhd20140502.htm
(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/as-anfrk-mnd-HP/as+anfrk+mnd20140502.htm
(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/mhd-mnd-(mitteldeutsch)-HP/mhd+mnd-14834S-5907227Woe-sort_zgw_20140506.htm
(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/mnd/mnd.html

"gimpenkante", mnd., F.: nhd. "Gimpe"; Hw.: s. "gumpenkante", "gimpe"; E.: ?, "kante"?; L.: MndHwb 1/2, 116 ("gimpenkante"); Son.: jünger, "Zierfaden bei dem Baumwollgarn mit Seide oder Metallfäden eng umwickelt wird"


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/ahd-as-anfrk-mhd-mnd-HP/ahd+as+anfrk+mhd+mnd20140502.htm

"gumpen", mhd., sw. V.: nhd. "gumpen", "hüpfen", "springen"; Vw.: s. "ufgumpen", "umbegumpen"; Q.: MinnerII (um 1340) (FB "gumpen"), Hätzl, OvW, Ring; E.: s. "gumpel"; W.: nhd. (ält.) "gumpen", V., "gumpen", "springen", "hüpfen", DW 9, 1100; L.: Lexer 78a ("gumpen"), Hennig ("gumpen")

"gumpenie" (1), mhd., st. F.: nhd. "Hoppeln", "Humpeln"; Q.: Neidh (1. Hälfte 13. Jh.); E.: s. "gumpen"; W.: nhd. DW-; L.: Lexer 78b ("gumpenie")

"gumpenie" (2), mhd., st. F.: Vw.: s. "kompanie"

"ufgumpen", "uf gumpen", mhd., sw. V.: nhd. "in die Höhe hüpfen", "hoch springen"; Hw.: vgl. mnd. "upgraven"; Q.: MinnerII (um 1340) (FB "uf gumpen"), Hätzl; E.: s. "uf", "gumpen"; W.: nhd. DW-; L.: Lexer 458c ("ufgumpen"), Hennig ("ufgumpen"), DW 1, 659

"umbegumpen", mhd., sw. V.: nhd. "umherspringen", "umherhüpfen"; E.: s. "umbe", "gumpen"; W.: nhd. DW-; L.: Lexer 461c ("umbegumpen")


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/EDEL-HP/edel.htm

"Gumpe", nhd., M., (14. Jh.): nhd. "Gumpe", "Teich", "Tümpel", "Vertiefung in fließendem Gewässer"; ne. "puddle" (N.); Vw.: -; Hw.: -; Q.: 1347; I.: Lw. -; E.: mhd. "gumpe", sw. M., "Pfuhl", "Wasserwirbel", "Untiefe"; mnd. "gumme" (1), "gumma", "gumpe", Sb., "Gumpe"?, "Gumme"?, "Kumme" ("Schüssel")?, "Tümpel", "Wassergraben"; s. ahd. "gumpito"*, sw. M. (n), "Pfuhl", "Teich"; vulgärlat. "*gumpeta", mlat.-gall. "cumba", M., "Tal", "Gefäß" vgl. kymr. "cwm", M., "Tal"; kelt. "*kumbo-", Sb., "Tal"; idg. "*kumb-", "*kumb"?-, Sb., "Biegung", "Gefäß", Pokorny 592; vgl. idg. "*keu-" (2), "*keu"??-, V., Sb., "biegen", "Biegung", Pokorny 588 (909/141) (RB. idg. aus ind., iran., arm.?, phryg./dak.?, gr., alb., ital., kelt., germ., balt., slaw.); L.: Kluge s. u. "Gumpe", DW 9, 1097, EWAhd 4, 682, Duden s. u. "Gumpe", Bluhme s. u. "Gumpe"; GB.: seit dem Spätmittelalter Bezeichnung für eine "tiefe Stelle in einem Gewässer"; BM.: "biegen"; F.: "Gumpe", "Gumpen"+EW


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/mhd/mhd.html

"gumpen", mhd., sw. V.: nhd. "gumpen", "hüpfen", "springen"; Vw.: s. "uf-", "umbe-"; Q.: MinnerII (um 1340) (FB "gumpen"), Hätzl, OvW, Ring; E.: s. "gumpel"; W.: nhd. (ält.) "gumpen", V., "gumpen", "springen", "hüpfen", DW 9, 1100; L.: Lexer 78a ("gumpen"), Hennig ("gumpen")

"gumpenie" (1), mhd., st. F.: nhd. "Hoppeln", "Humpeln"; Q.: Neidh (1. Hälfte 13. Jh.); E.: s. "gumpen"; W.: nhd. DW-; L.: Lexer 78b ("gumpenie")

"gumpenie" (2), mhd., st. F.: Vw.: s. "kompanie"

"ufgumpen", "uf gumpen", mhd., sw. V.: nhd. "in die Höhe hüpfen", "hoch springen"; Hw.: vgl. mnd. "upgraven"; Q.: MinnerII (um 1340) (FB "uf gumpen"), Hätzl; E.: s. "uf", "gumpen"; W.: nhd. DW-; L.: Lexer 458c ("ufgumpen"), Hennig ("ufgumpen"), DW 1, 659

"umbegumpen", mhd., sw. V.: nhd. "umherspringen", "umherhüpfen"; E.: s. "umbe", "gumpen"; W.: nhd. DW-; L.: Lexer 461c ("umbegumpen")


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/mhd-mnd-(mitteldeutsch)-HP/mhd+mnd-14834S-5907227Woe-sort_zgw_20140506.htm

"gumpen", mhd., sw. V.: nhd. "gumpen", "hüpfen", "springen"; Vw.: s. "uf-", "umbe-"; Q.: MinnerII (um 1340) (FB "gumpen"), Hätzl, OvW, Ring; E.: s. "gumpel"; W.: nhd. (ält.) "gumpen", V., "gumpen", "springen", "hüpfen", DW 9, 1100; L.: Lexer 78a ("gumpen"), Hennig ("gumpen")

"gumpenie" (1), mhd., st. F.: nhd. "Hoppeln", "Humpeln"; Q.: Neidh (1. Hälfte 13. Jh.); E.: s. "gumpen"; W.: nhd. DW-; L.: Lexer 78b ("gumpenie")

"ufgumpen", "uf gumpen", mhd., sw. V.: nhd. "in die Höhe hüpfen", "hoch springen"; Hw.: vgl. mnd. "upgraven"; Q.: MinnerII (um 1340) (FB "uf gumpen"), Hätzl; E.: s. "uf", "gumpen"; W.: nhd. DW-; L.: Lexer 458c ("ufgumpen"), Hennig ("ufgumpen"), DW 1, 659

"umbegumpen", mhd., sw. V.: nhd. "umherspringen", "umherhüpfen"; E.: s. "umbe", "gumpen"; W.: nhd. DW-; L.: Lexer 461c ("umbegumpen")


(E?)(L?) http://starling.rinet.ru/cgi-bin/response.cgi?root=config&morpho=0&basename=\data\ie\germet&first=1

Proto-Germanic: "*gimpon-" vb., "*gampa-z", "*gampon-" vb., "*gampalo", "*gampilo", "*gumpala-z"

Meaning: "spring"

IE etymology:

Proto-IE: "*(a)gwhemb-"

Meaning: to "jump", to "frisk"

Old Greek: "*athémbo": ptc. f. "athemboûsa" = "akolastáinousa" ("ausgelassen") Hsch.

Germanic: "*gimp-o-" vb., "*gamp-a- m", "*gamp-o-" vb., "*gamp-al-o" f., "*gamp-il-o" f., "*gump-al-a-" m.

Russ. meaning: "???"

References: WP I 678

Number: 750

Root: "gwhemb-"

English meaning: to "spring", "hop"

German meaning: "lustig springen", "hüpfen"?

Material: Gr. "???" ("ausgelassen") Hes.;

mhd. "gampen", "gumpen" "springen", "gampel", "gumpel" "lustiges mutwilliges Springen", "Possenspiel", "gümpel", nhd. "Gimpel"; mit oberdeutscher Lautverschiebung mhd. "gampf" m. "das Schwanken"; norw. dial. "gimpa" "wippen", "schaukeln", "gamp" m. "großer schwerfälliger Kerl", "plumpes Pferd".

Eine kürzere Wzf. "gwhem-" vielleicht in aisl. "gaman" n. "Freude", "Lustigkeit", "Wollust", ahd. "gaman" n. ds., usw.

References: WP. I 678 f.

Pages: 490 PIE database: PIE database

Norwegian: dial. "gimpa" "wippen", "schaukeln", "gamp" m. "grosser schwerfälliger Kerl", "plumpes Pferd"

Middle High German: "gampen", "gampeln" wk. "springen", "hüpfen", "tänzen", "gumpen" wk. "hüpfen", "springen"; "gampel", "gempel" st. f. "scherz", "possenspiel", "gumpel" st. m. "lustiges mutwilliges Springen", "Possenspiel"; "gampf" st. m. "das schwanken"

German: [ "Gimpel" < LG ]


(E?)(L?) http://www.wdw.uni-trier.de/onlinewb/index.php3

Internationales und interregionales Fachwörterbuch zur Sprache und Kultur des Weines

"Gimmchen" [n.] Dim.: "noch geschlossenes Auge", Trans. 39, Pl. Trans. 39. Etym.: Dim. zu "Gimme". Lit.: NSSWB 2, 1257.

"Gimme" f.: Etym.: mhd. "gimme", "gemme", ahd. "gimma", entl. aus lat. "gemma" "Knospe", "Auge der Rebe", "Edelstein". - s.a. it. "gèmma" f. (DEI).


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/DWB/




(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

"aufgumpen", "calcitrare", "exsilire".

lieber esel, leb im saus,
gump ûf! liederbuch der Hätzl. s. 281, 159.

s. DWB "gumpen".

"gumpen", vb., "springen", "hüpfen".

ableitung von der schwundstufe der wurzel "*guhemb-" Walde-Pokorny 1, 678 oder einer kürzeren wurzelform "*ghem-" Fick-Torp 32, 127; Falk-Torp 1, 299 mit labialerweiterung; im ablautverhältnis zu "gampen" "sich gaukelnd bewegen", "lustig springen" u. ä.' teil 4, 1, 1, 1213 und schweizerisch "gimpen", "gimpfen" Staub-Tobler 2, 311; 320 (vgl. auch norw. dän. mundartl. "gimpe" "wippen", "schaukeln" Falk-Torp 1, 311). die u-form begegnet auszerhalb des deutschen als schwed. dialekt. "gumpa" "springa och vicka med bakändan" Rietz 222b, dän. "gumpe" "wippen" A. Torp nynorsk 190b, engl. "jump" Skeat (1888) 311a; ndl. als "gumpen" ontspringen exilire Plantin thes. (1573) v 1b, tripudiare Kilian 166a verzeichnet. seit dem 15. jh. im deutschen bezeugt, auf obd. boden heimisch, heute mundartlich dort noch lebendig wie im anstoszenden rheinfrk., s. Autenrieth pfälz. id. 58; seltener bei md. autoren Luther 19, 458 W.; H. Sachs 17, 332 lit. ver.; Mathesius Syrach (1586) 3, 19a; Logau 109 Eitner. als gompen Guarinonius grewel der verwüstung (1610) 84; 186; (er) "gumet" bei Fischart Gargantua 149 ndr.; "gumt" Abr. a s. Clara Judas (1691) 1, 98, vgl. DWB "gumme" "hüpfen", "tanzen" Schmid schwäb. 218; als "gumpfen" (1475) bei Steinhausen privatbriefe des mittelalters 1, 153; "gumpffen" Mathesius Syrach (1586) 1, 80a, wie bei "gampfen", "gimpfen" a. a. o.; als ableitung s. DWB "gümpeln".

1) springen von tieren, vom esel, pferd bes. vom jungvieh: das kalb gumpet, stiesz und schl?g so vil und lang, daz es das joch von im warf Steinhöwel Äsop 156 lit. ver.; ein jung kalb, wenn man es usz dem stal laszt, so springt es und gumpet und blitzget hinden und fornen Keisersberg brösaml. 2, 76b; wie das junge viehe, wenn es auf die lustige weide gelassen wird, anfähet zu "gumpen" Grimmelshausen Simplicissimus 488 ndr.; wenn dem esel zu wol ist, so gumpet er J. Agricola sprichwörter (1534) f 8a; "gumpen" quadrupediare sicunt faciunt equi voc. primo ponens dictiones theut. (1515 Straszburg) k 5b; es (das rosz) gumpet ungestümer art und thut den kopff zerschütten hart, Spreng Äneis 231a;

neben dem begriff der lebensfrische und der wildheit als äuszerung der geilheit:

kein gaul ist so alt und kranck,
er gumpt, wenn er zur stuten komt

Lehman florileg. polit. (1662) 1, 167;

mundartlich schwäb.: der hagen (zuchtstier) gumpet bei Fischer schwäb. 3, 922.

2) mit den gleichen bedeutungsnuancen vom menschen; zumeist als vergleich oder bildlich übertragen: das ist also nötlich gebare und unbertig sie mit hin und her sehen oder "gumpen", dann es ist gezogen von den unvernünfftigen thieren z? dem menschen Terenz (1499) 53a; häufig in der verbindung mit blitzen, das auch zunächst von tieren gilt (vgl. teil 2, 133); im vergleich mit dem tierischen "gumpen" zum ausdruck der wildheit und widerspenstigkeit: wenn man si da (an ihren lastern) anrüret, so blitzen und "gumpen" si und schlagen umb sich wie ein böses pferdt Keisersberg häslein (1510) E e 1a; dardurch das volck, gleich wie ein ungezämpt pferd, gantz wild und ungehorsam worden, dasz sie anfingen zu blitzen und zu "gumpen" Xylander Plutarchus (1580) 86b. ebenso redensartlich in der wendung: wider den stachel (sporn) "gumpen" Eberlin v. Günzburg sämtl. schr. 3, 132 ndr.; gumppest du also wider die sporen F. Alber Loiola (1591) 123; mit der gleichen vorstellung: daz die leib minder gumppen wider den geist dialog Erasmi von Rotterdam von fasten und flaischessen (1524) a 2b; das hat dein hochtrabenden geyst also gespornt, das er gumpet und schlecht Luther 19, 458 W. sonst vom umherspringen der kinder: (wie die buben) auff allen gassen ... bei hellem tag herumblauffen und gompen H. Guarinonius grewel der verwüstung (1610) 84; vom jugendlichen treiben überhaupt: das "gumpen" ihrer jugend hat sich geendigt, ihr muthwill und vorwitz hat sich gelegt Grimmelshausen simpliz. schr. 1, 9 Tittmann; als äuszerung der freude: si "gumpend" vor fröuden Züricher bibel (1530) 437; darnach hat er ... vor im mit frewden "gegumpet" und gesprungen Xylander Plutarch (1580) 420a; auch: das hertz "gumpet" mir vor fröuwden salit mihi cor Maaler 198b; Michels herz "gumpete" fast vor freude Gotthelf ges. schr. (1855) 7, 133. von geiler ausgelassenheit, lascivire: schwer sunden, ergernüszen, schand und laster, das sind die früchten, die man uff der kirchwyh erlangt. sollich plitzen, "gumpen" und füllen gehört in die h?renhüser Keisersberg postille (1522) 1, 24a; die jungen leut machen sie (buhlbücher) hitziger als das fewer selber, machen auch die alten narren "gumpen" und reitzen inen ire vor langst erkalte glider Putherbei v. Thuron tractat (1581) 34b; sie ... erlauben den zarten herrn und frawen in der fasten das fleischessen, damit sie desto besser geilen und "gumpen" mögen Albertinus Lucifers kgr. 47, 10 Liliencron; dann wir wollen springen an dem danz und "gumpfen" an dem bett (1475) bei G. Steinhausen privatbriefe des mittelalters 1, 153.

3) vor allem vom hüpfen beim tanzen und gleichbedeutend mit "tanzen" selbst:

von dem "gumpen" und gedreng
ward der tancz so übrigs eng
Wittenweiler ring 171 Bechstein;
tantzen ..., das die Schwitzer "gumpen" heiszen Lindener rastbüchlein 52 lit. ver.;
ir ding ist nüt dann "gumpen", springen
am ringeltantz und ballen schlan
H. R. Manuel weinspiel 1832 ndr.;

bes. wildes, lautes, stampfendes tanzen:

kein tantz der was mir nimmer zlang,
ich "gumpet", zablet, randt und sprang
das mir der schweisz zendumb abran ebda 2521;
ir "gumpet" ... ja, dasz der Säntis zu wanken und schüttern anhebt J. Scheffel ges. w. (1907) 2, 167; vgl. auch: strepere "gumpen" donen vel mit den fusen scharren (obd. voc. anfang 15. jh.) bei Diefenbach 555c; s. auch "gumpendonnerstag" donnerstag vor fastnacht Fischer schwäb. 3, 924.
[Bd. 9, Sp. 1102]

4) von einer hüpfenden bewegung schlechthin:

was schreist und thust hupffen und "gumpen"?
H. Sachs 17, 292, 28 Keller-Götze;

(sie) haben auf iren rossen "gumpet"
J. Frischlin bei Fischer schwäb. 3, 922;

(auf reittieren saszen sie,) mit dem ... gantzem leib zu "gumpen", ... damit sie fort kommen möchten Moscherosch gesichte (1650) 1, 168; der "gumpende" weber Abraham a s. Clara etwas f. alle (1699) 1, 499; der fisch "gumpet" und schnattert vor im (palpitare coepit) Züricher bibel (1531) 1, 292d; gleich als ein eingeschlossen büchsenpulver, das angezündt wirdt, hin und her "gumpt" Paracelsus op. (1616) 2, 90 Huser.

5) die bedeutung "pumpen" wohl aus der bewegung des pumpenkolbens oder schöpfeimers zu erklären, mundartlich obd. und südl. rheinfrk.; zuerst belegt in "gumpen" ex puteo aquam per fistulas attrahere Henisch 1778, s. 2 "gumpe".


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=ElsWB

Wörterbuch der elsässischen Mundarten



"Gumpen", "Gompen", "Glumpen" ["Kùmpe" von Obhergh. ab allg.; "Kompe" K.; "Kympe" Brum.; "Kompe" Str.; "Klùmpe" Roppenzw. Mittl.] m.

1. Vertiefung im Wasser, bes. unterhalb des Räderwerks der Mühle; Stauung oberhalb einer Schleuse; Graben. Kind, bad nit im G., sunst holt dich der Hokenmann Zinsw. ‘Het er nit emol am "Gumpe" Wo mer als gebade henn ..’ Boese Schk. 197.

2. bildlich: "Klemme", "Schwierigkeit", "Unglück": du stëckst, huckst in eineme nëtten G. z. B. wenn jemand in eine bedenkliche Gerichtsverhandlung verwickelt ist, oder in der Gewalt eines Gläubigers steht. ‘Gumpe gurges’ Dasyp. — mhd. Lexer gumpe Wasserwirbel. Schweiz. 2, 315. Schwäb. 249. Bayer. 1, 915.

"Mühlgumpen" m. Bed. wie "Gumpen" 1. ‘Ein Mann im Mühlgumpen ertrunken’ Sterbeakt zu Schwindratzheim vom 3. VIII. 1732.

"Rossgumpen" m. tiefe Stelle, wo das Wasser über ein Pferd hinweg geht: Pferdeschwemme Co. Horbg.

"Wingumpen" m. eine Stelle im Rebgelände, die gewöhnlich gut ausgibt Co. St.

PfWB "gumpen" I, "gumperen" ["kùmpe" Dü. Kerzf. Ingersh. Rapp. Mutzig Str. Z. Rothb. Obergericht Lützelstn. Tieffenb.; "kupe" M.; "kompe" Bisch. Dunzenh. Weyersh.; "kympe" südl. von Hf.; "kùmpere" Str.]

1. "pumpen", Wasser, Jauche aus einem Behälter durch Druck herauflaufen lassen; so auch Mü. Stöber Mäder. ‘gumpen schöpfen aus Schöpfbrunnen’ Klein.

2. "nicken" mit dem Kopfe zum Zeichen der Zustimmung Lohr Tieffenb. Rauw. [wò mer kùmt es s jà,
[Bd. 1, Sp. 220a]

wò mer setelt, es s nae Wh.] — Bayer. 1, 914.

"Gump" II ["Kùmp" Roppenzw. Hi. Heidw. Steinb. Su.; Pl. "Kemp" Su.] m.

1. Sprung.

2. dummer Streich. Mach keine Gümp! Hi. Su. — Schweiz. 2, 311.

"gumpen" II ["kùmpe" Liebsd. bis Tagolsh. Rapp.; k?p? M.]

1. "hüpfen", "springen". Seil g. G. wie e Katz. Wënn d Fisch übers Wasser g., gibt s ander Wëtter Hi. Um enander g. umherspringen. ‘zum ersten ist er gesessen uff den jungen esel, der plitzet und gumpt’ Geiler P. II 78?. S. M. = Das Buch der sünden des munds Von .. Doctor Keisersperg .. Str. Grieninger 1518. 18. ‘da dantzten, schupfften ... gumpeten plumpeten .. sie’ Fisch. Garg. 122. ‘Wann der Esel gumpt, so ragen die Ohren herfür’ Danhauer, Katechismus Milch etc. Alem. XIII 40. ‘Mit dem Kopff vnnd gantzem Leib zu hottlen, zu lottlen vnd zu gumpen’ Mosch. I 165. ‘Der Rolli gumbd, — un packd's, un draid's Ganz bluedig furd uff d’ Bihne’ Meyer Schk. 438. ‘Unn d’ junge Schäfle gumbe’ Ad. Stöber JB. VI 116. ‘gumpt umme springt herum’ Lustig I 68. s. auch Kaminfëger.

2. auf und niederschaukeln der Kinder auf den Armen oder den Knien Dü. ‘gumpen springen, schaukeln, schwanken’ Klein. — Schweiz. 2, 312. Schwäb. 248. 249. Bayer. 1, 914.

"Mëhlgumpen" ["Málkùmpe" Olti.] n. Knabenspiel, wobei immer einer über den Rücken des anderen wegspringt.

"Gumper" ["Kùmper" Hi. Steinbr. Pfetterhsn.] m. einer, der gut und gern springt. Demin. "Gumperle" n. — Schweiz. 2, 313.

"Heügumper" ["Hàikùmper" Wittenh. b. Mü. Lutterb. Ensish. Banzenh.] m. "Heuschrecke". — Schweiz. 2, 314.

"Mattengumper" ["Màtekùmper" Olti. Niffer Tagolsh. Steinbr. Hi. Strüth] m. "Heuschrecke", "Grashüpfer", "Heupferdchen". — Schweiz. 2, 314.


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/LothWB/

"Gumpen" ["gùmpe" Lix.] m. Schatten an einer Lampe, verursacht durch die Schirmhalterstangen. Der Ausdruck ist sonst nicht belegt.

PfWB RhWB "gumpen" ["gùmpen" Fa. Lix. u. s.; "gùmbe" Bi.; "gompen" Bo.] intr. v.

1. "leicht schlafen", "schlummern". —

2. "nicken" (beim Einschlafen u. als bejahende Antwort). — ElsWB els. 1, 219 "gumpe" 2.


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/RhWB/



NRhWB PfWB "Gumpen":

1. sachl.

a. "gombe" Sg. u. Pl. f. verächtl. grosse Nase Siegld; "gumbe(n) Sg. u. Pl. m. Kreuzn-Stdt. —

b. "gumbe(n)" Sg. u. Pl. m. verkohlter Docht an der Kerze oder Lampe, die mit der G.scher abgeschnitten wird Saarbr, Saarl-Berus. —

2. persönl. "gombe" Sg. u. Pl. hagerer Mensch Siegld-Weidenau.

PfWB "Gump-huhn" (s. S.) Siegld-NDresselnd Lützel n.: H. ohne Schwanz.

"Gumpel" -?l, Pl. -?l? f.:

1. "-umb-" grosses, hageres Weib Simm; albernes W. Kreuzn, Birkf (m. für einen Mann), Wend (m.), Goar, Bernk-Langw Rhaunen; Witzbold Birkf-Oberst; einer, der sich zum Narren halten lässt; hochmütiger Mensch Birkf-Fischb Idar, Kreuzn. —

2. a. "-omp-" mageres Stück Vieh May-Polch, Monsch-Rötgen, Eup-Raeren Lontzen. —

2. b. "-omb-" Kapaun Siegld-NDielfen; "gombhou" Siegld-NDresselnd Bützeln (komb-).

"Gumpel-brühe" "gombeltsbrö": Altk f.: [Bd. 2, S. 1488]

fades Getränk, bes. dünner Kaffee. "Gumpel-mann" Trier-Kenn m.: Possenreisser. "Gumpel-nase" "-nas" Birkf-Oberst, Meis-Raumb, Kreuzn-Strombg Wallhsn f.: verächtl. dicke N. "Gumpel-springer" -e- Birkf-Idar m.: Possenreisser; einer, der sich zum Narren halten lässt. "Gumpel-sprünge" "-sbren" Birkf Pl. t.: Narrheiten; wat micht deer voer G.!

"gumpelig" "-omb-" Adj.:

1. elend, schwach, kränklich Saarbr-Gersb. —

2. einfältig, dummgut Birkf-NHosenb.

"Gumperich" "-mberix" Meis-Meddersh, Trier-Ld (o. O.) Sg. t. m.: krummer, vierschrötiger Bube, unordentlicher Mensch, auch Schimpfw.

"Gumpschel" -u-, Pl. -?l? Meis-Breitenh f.: verächtl. dicke Nase.


(E?)(L?) http://www.woerterbuchnetz.de/Wander

Wander, Karl Friedrich Wilhelm - Deutsches Sprichwörter-Lexikon




(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=gumpen
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "gumpen" taucht in der Literatur um das Jahr 1870 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2018-04

H

Helvetismus (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Helvetismus


I

Ismus (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/-ismus


J

K

korrekturen.de
Helvetismen

(E?)(L?) http://www.korrekturen.de/synonyme/helvetismen.php?abc=A

Schweizer Wörter

Hier finden Sie alle Helvetismen (schweizerischen Wörter) des Synonymlexikons. Wählen Sie einen Buchstaben oder nutzen Sie die Suchfunktion. Klicken Sie für weitere Details und Synonyme direkt auf den Helvetismus.

Helvetismus: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Erstellt: 2015-03

L

M

markuskappeler - Prädikat 'Schweiz'

(E?)(L?) http://www.markuskappeler.ch/tex/texs/schweiz.html

...
Wer sich einmal eine Karte von Europa etwas näher besieht, der stellt rasch fest, dass es neben der eigentlichen "Schweiz" noch eine ganze Anzahl von Landschaften gibt, die ebenfalls den Beinamen "Schweiz" tragen, so zum Beispiel die "Sächsische Schweiz", die "Fränkische Schweiz", die "Pommersche Schweiz", die "Holsteinische Schweiz" oder die "Luxemburgische Schweiz". Auch in Amerika schmücken sich einige Regionen mit diesem Namen, und Neuseeland gilt als die "Schweiz des Pazifiks". Das Prädikat "Schweiz" ist gewissermassen ein Gütesiegel für ein besonders reizvolles Landschaftsbild.
...


N

O

openthesaurus
Helvetismen
Schweizer Wörter

(E?)(L?) http://www.openthesaurus.de/variation.php?lang=ch


P

Putsch (W3)

Dt. "Putsch" (1839) = dt. "Staatsstreich", "politischer Handstreich", "Umsturz", "Umsturzversuch", findet man auch als frz. "putsch" (1921), ital. "putsch" und engl. "putsch" (1920) (neben engl. "coup"). Dieser "Putsch" geht zurück auf schweiz. "Putsch" = dt. "Schub", "Stoß", schweiz. "bütsch" (15.Jh.) = "heftiger Stoß", "Zusammenprall", "Knall". Allgemeine Verbreitung fand dieser Begriff in den 1830er-Jahre durch die Schweizer Volksaufstände.

Die weitere Herkunft von "Putsch" ist wahrscheinlich lautmalerischer Art. Im Saarland kennt man auch "Butsche", "Putsche" als Bezeichnung für etwas zusammengedrücktes, Geknülltes, etwa saarl. "a Butsche Hei" = dt. "eine Hand voll Heu", "einen Arm voll Heu".

(E?)(L?) http://german.about.com/library/blwort_wtINDEX_2.htm


(E?)(L?) http://www.cnrtl.fr/etymologie/putsch


(E?)(L?) http://www.etymonline.com/index.php?term=putsch


(E?)(L1) http://www.geschichte-s-h.de/vonabiszindex.htm
Kapp Putsch

(E3)(L1) http://www.hanisauland.de/info/gesamtindex.html
Staatsstreich / Putsch

(E1)(L1) http://www.hls-dhs-dss.ch/
Tessiner Putsch

(E?)(L?) http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/gloss.html
Beer Hall Putsch

(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/der/DERP.pdf


(E?)(L?) http://www.michas-spielmitmir.de/allespiele.php


(E?)(L?) http://l.maison.pagesperso-orange.fr/etymo/


(E?)(L?) http://pagesperso-orange.fr/l.maison/etymo/idxa0.htm


(E?)(L?) http://pagesperso-orange.fr/l.maison/etymo/idxf0.htm


(E2)(L1) http://dictionary.reference.com/browse/putsch


(E?)(L?) http://dictionary.reference.com/wordoftheday/archive/2007/04/11.html
putsch: an attempt to overthrow a government. (Wednesday April 11)

(E?)(L?) http://www.textlog.de/tucholsky-trockene-putsch.html
Kurt Tucholsky: Der trockene Putsch

(E?)(L?) http://www.textlog.de/tucholsky-karls-putsch.html
Kurt Tucholsky: Karls letzter Putsch

(E?)(L1) http://www.urbandictionary.com/
Anus Putsch

(E1)(L1) http://www.visualthesaurus.com/landing/?w1=Putsch
May 11, 2007 - Who's in Charge? - Putsch

(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Putsch

Putsch Ein "Putsch" (auch "Staatsstreich" oder "Coup d'État" genannt) ist eine meist überraschende, meist gewaltsame Aktion einer kleineren Gruppierung von Staatsorganen (meistens Militär) mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen und die Macht im Staat zu übernehmen.
...
Das Wort Putsch ist negativ konnotiert. Daher ist seine Verwendung meist mit einem Werturteil verbunden - als Putsch werden meist Ereignisse bezeichnet, die der Sprecher nicht für wünschenswert ansieht. Erfolgreiche Putsche verwenden daher vielfach andere Selbstbezeichnungen, die vielfach auch in den Sprachgebrauch eingehen.

Begriffsherkunft
Ursprünglich stammt der Begriff aus der Schweiz, wo das schweizerdeutsche Dialektwort "Putsch" eigentlich "Stoß", "Zusammenstoß" bedeutet. Schon im 16. Jahrhundert wurde es auch im übertragenen Sinn militärisch für einen "plötzlichen Vorstoß", den "Aufprall gegen ein Hindernis" oder die Initiative zu einem Unternehmen verwendet und erhielt dann auch die speziellere Bedeutung "Volksauflauf", "Revolte", in welcher es im 19. Jahrhundert für verschiedene Umstürze und Unruhen wie den Neuenburger Putsch oder den Freiämter Putsch gebraucht wurde. Besonders im Gefolge des erfolgreichen Putschs der reaktionären Kräfte in Zürich 1839 ("Züriputsch") verbreitete sich das Wort durch die Zeitungsberichte im deutschen, französischen ("le putsch") und englischen ("the putsch") Sprachraum.

Die Begriffsbedeutungen "Putsch" und "Staatsstreich" (franz.: "coup d’État") sind jedoch nicht völlig identisch. Bei einem Putsch wird der gewaltsame Sturz der Regierung von außen versucht (etwa vom Militär), während an einem Staatsstreich ein oder mehrere Mitglieder der aktuellen Regierung beteiligt sind. Der Begriff Staatsstreich orientiert sich dabei am Staatsstreich des 18. Brumaire VIII, d. h. der Machtübernahme Napoleons I. in Frankreich 1799.

Der Putsch ist weiter von einer Revolution zu unterscheiden, da er nur von einer kleinen Gruppe, letztere hingegen von einer breiten Masse der Bevölkerung getragen wird.

Putsch und Staatsstreich
Darüber, ob die Begriffe "Putsch" und "Staatsstreich" Synonyme sind oder sich semantisch unterscheiden, besteht keine Einigung.
...


(E1)(L1) http://www.wordsmith.org/words/putsch.html


(E1)(L1) http://www.wordsmith.org/awad/archives/0306


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=Putsch
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Putsch" taucht in der Literatur um das Jahr 1790 / 1850 auf.

Erstellt: 2011-09

Q

R

S

Schweiz
Swiss (W3)

1. August 1291: Im Kampf gegen eine weitere Machtausdehnung der österreichischen Habsburger entsteht der zunächst lose Zusammenschluß der drei Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden, die Keimzelle der schweizerischen Eidgenossenschaft.

1353: Der "Bund der acht alten Orte" besteht inzwischen aus Uri, Schwyz, Unterwalden, Luzern, Zürich, Bern, Zug und Glarus und nimmt die Gesamtbezeichnung "Schwyz" an.
Laut "Bahlow" geht "Schwiz" zurück auf eine Bedeutung "Schweiß, Sumpf" (vgl. "Swites" (970) und "schwitzen").
siehe auch unter "snl - Dhs - Dictionnaire Historique de la Suisse - Historisches Lexikon der Schweiz"

serbeln (W2)

Ich habe die Bedeutung von "serbeln" gesucht, aber auf Ihrer Webseite nicht gefunden, und dann selber recherchiert:
"serbeln" (auch / alt: "serblen") = schweizerdeutsch, Diminutiv zu: "serben" = "dahinsiechen", "kränkeln", "welken", "serben" (auch: "serwen") = mhd. für "(langsam) sterben", "dahinsiechen".

Stephan Büttner

sommern (W3)

(E?)(L?) http://www.markuskappeler.ch/tex/texs/schweiz.html

...
Vom Frühjahr bis zum Herbst wird das Vieh auf den fruchtbaren Alpweiden "gesömmert", wo die "Sennen" auch gleich die traditionelle Alpkäserei betreiben. An einem festgesetzten Tag im Herbst versammeln sich dann jeweils die Bauern mit Bergrechten zum "Chästeilet" auf dem Berg, um ihren Anteil an den im Sommerhalbjahr produzierten Käselaiben in Empfang zu nehmen.
...


T

U

unentwegt (W3)

Das seltsame Wort dt. "unentwegt" = dt. "beharrlich", "ausdauernd" haben sich die Schweizer ausgedacht. Es setzt sich zusammen aus dem Verneinungspräfix "-un-" und schweiz. "entwegt" = "unruhig" zum Infinitiv schweiz. "entwegen" = wörtlich dt. "von der Stelle rücken", "auseinander bewegen", "scheiden", "trennen". Un d was sich "nicht weg bewegt" ist eben "unentwegt".

(E?)(L?) http://www.uni-due.de/imperia/md/content/elise/ausgabe_2_2004_braun.pdf
Peter Braun:
„Mit uns, lieber Professor, bleibt es beim alten, unentwegt.“
Über die Sprache in der Literatur bei Theodor Fontane

in:
Essener Linguistische Skripte - elektronisch
Jahrgang 4, Heft 2, 2004, Seite 23-33

(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=unentwegt
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "unentwegt" taucht in der Literatur um das Jahr 1640 / 1730 / 1770 / 1850 auf.

Erstellt: 2011-01

Uni Toronto
mots français d'origine non-latine
§ 17. -- Patois de la Suisse romande (franco-provençal)

(E1)(L1) http://www.chass.utoronto.ca/epc/langueXIX/dg/08_t1-2.htm
Das zweite Kapitel des "Dictionnaire général (1890-1900)" enthält eine 93 Seiten lange Liste von nicht-lateinischen französischen Fremdwörtern.

Darin werden Begriffe gelistet, die aus anderen Sprachen in die französische Sprache eingegangen sind. Viele dieser Begriffe sind auch ins Deutsche oder Englische aufgenommen worden. (Dabei kann die Schreibweise in den Empfängersprachen durchaus variieren.)

Ich habe die entsprechenden Abschnitte und die zugehörigen Kommentare des Anhangs als "Ismen" den jeweiligen Herkunftsländern / -kontinenten zugeordnet.

§ 17. -- Patois de la Suisse romande (franco-provençal).

Les cantons de Neuchâtel, de Vaud et de Genève et, en partie, ceux de Berne, de Fribourg et du Valais, ont des patois d'origine romane qui tiennent à la fois de la langue d'oïl et de la langue d'oc. On a proposé de désigner l'idiome de ces pays sous le nom de franco-provençal, en y adjoignant les patois de la Savoie, du Dauphiné septentrional, du Lyonnais, du Forez, de la Bresse et du Bugey, que d'autres rattachent au provençal proprement dit. Quelques-uns des mots qui nous sont venus de cette région se sont vite acclimatés, et personne n'en sent plus la provenance exotique : tels sont avalanche, chalet, crétin, glacier, goitreux, marron et rave. Les autres conservent toujours un caractère sinon strictement local, au moins spécial à tel ou tel groupe d'études, par exemple moraine, névé et piolet, qui ne sont familiers qu'aux géographes ou aux touristes membres d'un club alpin.

Liste des mots d'origine franco-provençale

avalanche | avoyer | bésolet | bouquetin | chalet | crétin | échandole (122) | génépi | glacier | goitreux | grèbe | grianneau | lavaret | lisier | marron | mélèze | moraine | névé | piolet | rave | umble.

Notes

V

W

X

Y

Z