Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
CH Schweiz, Suiza, Suisse, Svizzera, Switzerland - Schweizerische Eidgenossenschaft - Confoederatio Helvetica
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Germanismen - Rätoromanisch

(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Germanismus

Eine Sprache mit sehr hohem Anteil an Germanismen ist das Rätoromanische. Germanismen im Rätoromanischen entstanden durch den engen Sprachkontakt seit dem Mittelalter und die Zweisprachigkeit der Rätoromanen. Die Germanismen im Rätoromanischen decken die ganze Bandbreite von stark abgewandelten, zum Teil nicht mehr als fremd empfundenen Lehnwörtern (Beispiel "Wald") bis wenig abgewandelten Fremdwörtern (Beispiele "festnetz", "kraftraum", "gleiti") ab. Das erste Beispiel des schon früh übernommenen deutschen Wortes „Wald“ zeigt den Reichtum der Anpassungsvarianten: "guaud" (Rumantsch Grischun), "uaul" (Sursilvan), "gòld" (Sutsilvan), "gôt" (Sursilvan) und "god" (Vallader und Putèr). Das zweite Beispiel des sutsilvanischen "gleiti" für deutsch „bald“ steht für eine der zahlreichen Übernahmen, die nicht aus dem Hochdeutschen, sondern aus dem Schweizerdeutschen erfolgen (Schweizerdeutsch "glëiti", "glëitig" oder "glaitig" für hochdeutsch „schnell“, „bald“). Manche Germanismen stehen in ständiger Konkurrenz zu Synonymen der eigenen Sprache und stehen dem Phänomen des Code-Switching nahe (Beispiel "ils martels" im Austausch mit "ils hammers").


Erstellt: 2020-11

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