Neue Artikel im Etymologie-Portal 2005






... ich arbeite in einem Kindergarten und wir haben bald das Thema Indianer und ich wollte mal wissen welche Wörter aus der deutschen Sprache indianischer Herkunft sind. eins habe ich ja schon gefunden z.B. "muk" aus der inuiten sprache und bedeutet "Stille" ... - Vielen danke - Björn

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Wortgeschichten

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Der heutige Ausgangspunkt für die Wortgeschichten ist die elektronische Security. Seit einigen Wochen gehen bereits Meldungen über "Phishing" und seit einigen Tagen über "Bloover" durch die Presse. Beide Begriffe sind - wie ich finde - geeignete Ausgangspunkte für Wortgeschichten. Man kann dabei Phishers Freak kennenlernen, den Staub saugenden König "Blauzahn", das Eponym "to hoover" und das englische "tooth" ist ein Ausgangspunkt für eine ganze Zahnreihe.

Aber lesen Sie selbst:

Phish, Phisher, Phishing, Freak (W1)
Phishers Freak phisht freshe Phishe
freshe Phishe phisht Phishers Freak

(E?)(L?) http://www.antiphishing.org/


(E?)(L?) http://www.bsi-fuer-buerger.de/abzocker/05_08.htm


(E?)(L?) http://www.cio.de/index.cfm?PageID=258&cat=det&maid=6278


(E?)(L?) http://computerbetrug.de/phishing/index.php?p=0|55|


(E?)(L?) https://www.waywordradio.org/phish/


(E?)(L?) http://www.eweek.com/article2/0,4149,1399670,00.asp


(E?)(L?) http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/18/0,1367,COMP-0-2125330,00.html


(E?)(L?) http://www.pcworld.com/news/article/0,aid,113431,00.asp


(E?)(L?) http://www.snopes.com/inboxer/scams/phishing/phishing.asp


(E6)(L?) http://www.sophos.com/spaminfo/explained/spamglossary.html#phishing


(E3)(L1) http://www.webopedia.com/TERM/p/phishing.html


(E1)(L?) http://www.wordspy.com/words/phishing.asp


(E1)(L1) http://www.worldwidewords.org/turnsofphrase/tp-phi1.htm


(E1)(L1) http://www.yourdictionary.com/wotd/wotd.pl?date=2004-06-21


(E?)(L?) http://www.sit.fraunhofer.de/german/hps1/phishing.pdf
Beim BSI heisst es:
Seit kurzem gibt es eine weitere Plage: "Phishing". Das klingt nach fischen gehen - und genau so ist es auch. Das Wort setzt sich aus "Password" und "fishing" zusammen, zu Deutsch "nach Passwörtern angeln".

Betrüger fordern hierbei in E-Mails dazu auf, einem Link zu folgen und dort persönliche Daten, Passwörter oder PIN-Codes zu aktualisieren bzw. anzugeben. Mit Hilfe dieser Daten können die Betrüger dann ungehindert Konten plündern.
"Phisher" = "Passwort-Fischer".

Bei "yourdictionary" findet man die Aussage, dass es sich aus "phreaking" und "fishing" zusammensetzt, wobei "phreaking" wiederum als Zusammenziehung von "phone-freaking" entstanden zu sein scheint.
... "-freak" was a slang combining form indicating any kind of obsessive person, such as a "health-freak" or "control-freak." In the context of "phone-freaking", there may also have been a punning reference to the sound "frequencies" being generated by the phreak's mysterious "blue box."

So erfährt man also nebenbei, dass ein "Freak" ein "Frequenz-Generierer" war. Und zur Klarstellung, dass es sich um einen TelePHon-Pirat handelte, der mit seiner "blue box" die Freiwahl-Frequenzen ausspähte, nannte man ihn "Phreak" = "Phone-Freak". Und dieses "Ph" soll also auch in "Phishing" stecken. Immerhin läuft das "Passwort-Fishing" ja auch immer noch meist über die alte Telefonleitung.

Phishing scams are when you get e-mails from alleged legitimate institutions (banks, eBay, whatever) saying that your account has been compromised or you've been charged a zillion dollars or whatever. You then visit the site, which is actually fake, fill out your personal information, and you're outta luck.

Phishing-Mails breiten sich rasant aus: Registrierte das IT-Sicherheitsunternehmen MessageLabs im September 2003 lediglich 279 solcher Mails, waren es im März 2004 bereits 215.643. Bislang ist vor allem der englisch-sprachige Raum betroffen, die USA, Großbritannien und Australien. Aber nach Meinung von Experten kann es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Methode auch in Deutschland Konjunktur hat.

The Anti-Phishing Working Group (APWG) provides news about and current examples of e-mail fraud and scams (archived back to September 2003 with commentaries and summaries of known details). Also includes a list of Web resources providing trend reports, help for those who have been scammed, and the origin of the term "phishing." The APWG is "focused on eliminating the identity theft and fraud that result from the growing problem of phishing and email spoofing."
Also a database of phishing examples is available.

Erstellt: 2005-01

Bloover - Der Wikinger mit dem Staubsauger (W1)

(E?)(L?) http://www.golem.de/0412/35398.html


(E?)(L?) http://www.google.de/search?q=bloover
Ende 2004 tat sich wieder eine neue Securitylücke auf, die auch schamlos ausgenutzt wurde. Bei der grossen Anzahl eöektronischer Gefahren verschlägt es einem fast die Sprache. Aber immer, wenn Worte fehlen, stellt sich auch ein neuer Begriff ein. In diesem Fall ist es "Bloover".

Es handelt sich dabei um eine Handy-Software, die das Handy in die Lage versetzt über die Bluetooth-Technologie Daten zu sammeln. Die Bezeichnung "Bloover" setzt sich zusammen aus "Bluetooth" und "hoover".

Diese Begriffe haben beide ihrerseits eine kleine Geschichte (s.a. in der Stichwortliste). "Bluetooth" war der Name eines alten Wikingers, der Dänemark und Norwegen vereinigte. Entsprechend vereinigt die so benannte Technologie zwei elektronische Datenverarbeitungsgeräte. Und "hoover" geht zurück auf den Firmennamen "Hoover". Diese wurde bekannt durch ihre Staubsauger, und bald sprach man nur noch vom "Hoover" statt vom "vacuum cleaner".

Und da die die Handy-Software das Handy in einen Datensauger auf Bluetooth-Basis verwandelt, heisst sie eben "Bluetooth-Hoover", abgekürzt "Bloover".

Erstellt: 2005-01

Bluetooth (W3)

(E2)(L2) https://www.bluetooth.org/admin/bluetooth2/faq/view_record.php?id=35


(E6)(L1) http://www.bsi.bund.de/literat/doc/bluetooth/


(E?)(L?) http://www.denmark.dk/servlet/page?_pageid=80&_dad=portal30&_schema=PORTAL30&_fsiteid=175&_fid=44930


(E?)(L?) http://www.gfu.de/home/consumer/lexikonglossar.xhtml


(E6)(L1) http://electronics.howstuffworks.com/bluetooth.htm


(E?)(L3) http://www.idw-online.de/pages/de/news58407


(E1)(L1) http://www.newadvent.org/cathen/07141b.htm


(E6)(L1) http://www.schneier.com/crypto-gram-0008.html


(E?)(L?) http://www.tecchannel.de/hardware/477/2.html


(E3)(L1) http://www.webopedia.com/TERM/b/bluetooth.html


(E1)(L1) http://www.worldwidewords.org/turnsofphrase/tp-blu1.htm


(E?)(L1) http://www.www-kurs.de/gloss_b.htm
"Harald I Bluetooth" (Danish "Harald Blåtand") was the Viking King of Denmark between 940 and 985 AD. He united Denmark and Norway.
However, since most non-Danes probably aren't familiar with this bit of history, we are treating the name as Invented. The history behind the name does provide a story to tell, giving the name greater depth, and thus a higher ranking, than it would if it were just a random pairing such as Blue Martini.

Warum König "Blauzahn" so genannt wurde, konnte ich nicht ermitteln. Vielleicht hatte er Karies oder ass permanent Blaubeeren?

Jedenfalls wurde vom vereinigenden Vikingerkönig "Bluetooth" die Bezeichnung einer Technologie zur drahtlosen Verbindung von Computern mit anderen Geräten abgeleitet.


...
Datenuebertragung per Funk - schnell, sicher und kabellos - das ist auch heute noch eine Zukunftstechnologie, weil die (Anwendungs-)Möglichkeiten von Techniken wie Bluetooth noch lange nicht ausgeschöpft sind. Mit dem Nahbereichsfunk sollen eines Tages praktisch alle Computer-Peripherie-Geräte bequem kabellos koppeln lassen.

Ueber Einsatzmöglichkeiten und Lösungen für technische Probleme rund um Bluetooth informierten sich am 29. und 30. Januar 2003 Fachleute auf dem 4. Bluetooth-Kongress in den Westfalenhallen Dortmund.
...


Erstellt: 2005-01

Hoover
Vacuum cleaner
William Henry Hoover (1849-1932) (W3)

(E?)(L?) http://www.ermel.org/usenet/desd/marken.txt


(E1)(L1) http://www.etymonline.com/index.php?l=h&p=11


(E?)(L?) http://www.hoover.de/geschichte.html


(E?)(L?) http://wordcraft.infopop.cc/eponyms.htm
Hier zeigt sich einmal wieder, wie Markennamen unser Leben beeinflussen.
Der Begriff "to hoover" = "staubsaugen" (instead of "vacuuming") wurde zum Eponym und kommt natürlich von der Staubsaugermarke "Hoover", die in GB weit bekannter ist als bei uns.
Und der Firmenname geht wiederum zurück auf "William Henry Hoover" einem amerikanischen Industrialisten (1849-1932).

Erstellt: 2005-01

tooth, Zahn, dent, dental, dentist, indent, dandelion, *dant, *dent-, *ed-, eat, Ecke, edge, tusk, indentured, indentured servant, indentures, dent de lion, pissenlit, Bettsaecher, Dens leonis, Leontodon, Swines's Snout, Priest's Crown, Dandelion Beer, Dandelion Wine, Dandelion Coffee, trident, Tridentinisches Glaubensbekenntnis, Tridentine, Trento, Trient, Tridentum, tenacious, tang, tough, tongs (W1)

(E?)(L?) http://www.cai.cam.ac.uk/college/archive/exhib/anni/indenture.php


(E?)(L?) http://www.botanical.com/botanical/mgmh/d/dandel08.html


(E1)(L1) http://www.heinrich-tischner.de/anlag/verz/22spra.htm


(E1)(L1) http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/1sprach/kelt/akelt/d.htm

*dant- Zahn tooth


(E1)(L1) http://www.etymonline.com/index.php?l=t&p=14


(E1)(L1) http://www.takeourword.com/TOW167/page1.html


(E?)(L?) http://www.teletour.de/italien/trentin/trient/
In das engl. "tooth" kann man sich wirklich verbeissen. Auf der Seite von "Take our Word" findet man ein ganzes Gebiss voller Zahnwörter. "Zahn", frz. "dent" und engl. "tooth" sind wortgeschichtlich noch sehr nahe Verwandte und gehen alle auf ein ide. "*dant" oder "*dent-" und weiter auf "*ed-" = "beissen" zurück, das man im engl. "eat" noch fast unverändert erkennen kann.
Auch die dt. "Ecke" und das engl. "edge" = "Ecke", "Zacke", "Kante" dürften darauf zurückgehen.

Die alten Germanen hatten bereits ein "*tanthuz" daraus gemacht. Die Angelsachsen schmissen das "n" weg und verkürzten es zu "toth", von wo es dann nur noch ein kleiner Schritt zu "tooth" war. Ein anderer germanischer Stamm machte es zu "*tunth-sk", woraus dann "tusk" = "Fangzahn", "(Elefanten-)Stoßzahn", "(Wildschwein)Hauer" wurde.

Dem "Dentisten" und "dental" sieht man die Verwandtschaft sofort an. Aber auch das engl. "indent" = "einrücken", "verzahnen" und "dandelion" = "Löwenzahn" gehören dazu. Die Zacken des - als Salat anrichtbaren Unkrauts - erinnerten viele an die Zähne eines Löwen, auch die Franzosen, die ihn "dent de lion" nannten, das dann zu engl. "dandelion" verballhornt wurde.

Nach diesem kleinen "Indent" also nun zum engl. "indent" = "einrücken" findet in der Übersetzung "verzahnen" eine ganz bildliche Entsprechung.

Besonders interessant finde ich "indenture" = "Vertrag", "Urkunde". Dies geht auf eine mittelalterliche Praxis zurück, bei der die Pergamente, auf die ein Vertragstext (in zweifacher Ausführung) geschrieben wurde, geteilt wurden; jeder Vertragspartner erhielt ein Teil des Dokuments. Bei Streitigkeiten konnten die beiden Dokumenthälften nebeneinander gelegt werden. Passten sie zusammen, waren sie also richtig "verzahnt", war zumindest die vertragliche Grundlage klar. (Was natürlich noch nicht zwangsläufig die friedliche Einigung zur Folge hatte.)

Und so wurde der "Kontraktarbeiter", "Vertragsarbeiter" zum engl. "indentured servant" (also nicht weil er etwa dauernd gebissen wurde).

Als nächsten haben wir noch den "Dreizack", engl. "trident", dessen "Zähne" ja offensichtlich sind.

Und nun kommt noch 'mal ein interessanter Verwandter: das "Tridentinische Glaubensbekenntnis".
Dieses katholische Glaubensbekenntnis musste bis 1967 noch von allen Geistlichen, beim Empfang der Subdiakonatsweihe beziehungsweise der Übernahme höherer kirchlicher Ämter, abgelegt werden.
Festgelegt wurde dieses Bekenntnis während des "Tridentinischen Konzils", dem "Konzil von Trient" ("Concilio di Trento"). 1564 wurde es durch Papst PiusIV. für verbindlich erklärt. Das ital. "Trento" hiess bei den alten Römern noch lat. "Tridentum". Hierdurch ist schon mal die Namensgebung "Tridentinisches Glaubensbekenntnis" und "Tridentinische Messe", engl. "Tridentine mass", erklärt.
Und die Stadt "Trient" wiederum hiess deshalb "Dreizahn", weil sich in unmittelbarer Nähe drei charakteristische Bergspitzen befanden.

Auf der Seite von "Take our Word" wird dann noch auf engl. "tenacious" = dt. "klebrig", "hartnäckig haltend" und auf engl. "tang" = dt. "Griffzapfen", "(See-)Tang" und damit auch auf engl. "tough" = dt. "hart", "zäh" und "tongs" = dt. "Zange" hingewiesen - womit sich der Kreis zum Zahnarzt schliesst.

Damit kommt man aber in die Domäne von "*ten" = dt. "halten", dessen Verwandtschaft ich bereits an anderer Stelle ausführlich vorgestellt habe. Allerdings kann man sich durchaus einen Zusammenhang zwischen ide. "*dent-" = dt. "beissen" und ide. "*ten" = dt. "halten" vorstellen.

Erstellt: 2005-01

alphadictionary
Today's Good Word
Word of the Day
Newsletter
Good Word Archive
Word List
Wort-Liste

(E1)(L1) http://www.alphadictionary.com/


(E1)(L1) http://www.alphadictionary.com/goodword/reg.jsp


(E1)(L1) http://www.alphadictionary.com/goodword/today.jsp


(E1)(L1) http://www.alphadictionary.com/goodword/archive.jsp
Neben einem grossen Verzeichnis mit Dictionaries zu vielen Sprachen der Welt gibt es auch täglich einen Newsletter mit einem (englischen) Wort mit einigen Hinweisen (auch zur Wortgeschichte). Im Archiv können die bisherigen Wörter nachgeschlagen werden.

Zu jedem Wort findet man: Pronunciation | Part of Speech | Meaning | Notes | In Play | Word History

Erstellt: 2005-01

Buchtipp

Die Buchempfehlung für heute ist:

Gutknecht, Christoph
Ich mach's dir mexikanisch - Erotische Wortgeschichten

(E?)(L?) http://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?docid=118282


(E?)(L?) http://www.wams.de/data/2004/08/15/319225.html


(E?)(L?) http://www.zeit.de/2004/53/Fragen_im_Stehen_53
Ich mach's dir mexikanisch - Lauter erotische Wortgeschichten
Erscheint am: 22. September 2004
2004. Etwa 256 Seiten. Paperback.
ca. EUR 9.90
ISBN 3-406-51099-X
Beck'sche Reihe

Herr Professor Christoph Gutknecht, der auch das "Wort des Monats" für das Etymologie-Portal zur Verfügung stellt, hat sich in seinem neuen Buch einem im wahrsten Sinne "delikaten" Thema gewidmet ("delikat" = "fein", "heikel" geht zurück auf lat. "delicere" = "anlocken", "ergötzen").

Obwohl eine der schönsten Hauptsachen der Welt, fehlen einem dazu oft die Worte. Obwohl der bereitstehende Wortschatz durchaus umfangreich ist. Herr Gutknecht beleuchtet das Thema von folgenden Seiten: "Erotisch gesehen" könnte man ja sagen "Es gibt nichts Schönes - ausser man tut es". Aber sprachlich gesehen kann man auch sagen "Es gibt nichts Gutes - ausser man liest es".

Wenn man nicht gerade ein Keuschheitsgelübde abgelegt hat, wird man dieses Buch gerne zur Hand nehmen und mit Überraschung feststellen, wie gross unser Wortschatz auch (oder vielleicht gerade) im Bereich der zwischenmenschlichen Kommunikation ist.

Weitere Hinweise findet man bei Amazon, beim Beck-Verlag und in der "Welt am Sonntag" und in der "Zeit".

Erstellt: 2005-01



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Bounty (W2)

(E1)(L1) http://www.etymonline.com/index.php?search=bounty&searchmode=none


(E?)(L?) http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/gloss.html#b


(E?)(L?) http://www.thebounty.com/


(E?)(L1) http://www.wasistwas.de/
Die Meuterei auf der Bounty - Abenteuer und Wirklichkeit
(E?)(L?) http://www.wispor.de/wpx-fahr.htm
Das engl. "bounty" = "generosity" = "Großzügigkeit", "Prämie", "Belohnung" wanderte im 13.Jh. vom altfrz. "bonte" = "goodness" nach England. Es stammt ab von lat. "bonitatem" (nom. bonitas) = "goodness" von "bonus" = "good".

"Bounty" war der Name des Handelsschiff (26m lang, 7,5m breit, 220t), mit dem Captain Bligh am 28. November 1787 aus England mit dem Auftrag lossegelte, auf Tahiti eine Schiffsladung voll Pflanzen des Brotfruchtbaumes einzusammeln und sie zur Aufzucht nach Westindien zu bringen.

Erstellt: 2005-02

Pitcairn (W3)

(E6)(L1) http://www.markuskappeler.ch/tex/fratex.html


(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_country_name_etymologies


(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/Pitcairn_Islands


(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/Crown_colony
Pitcairn Islands (overseas territory of the United Kingdom): the remote islands were discovered by a member of the English Captain Philip Carteret's crew in his boat HMS Swallow in July 1767. The man who discovered it was "son to Major Pitcairn" of the marines, and the main island was called Pitcairn's Island in his honour.

Erstellt: 2005-02

Pitcairnese, Pitkern, Pitcairnese Language - Norfolk English - Pitcairn English (W3)

(E?)(L?) http://www.ethnologue.org/show_language.asp?code=PIH


(E?)(L?) http://www.ethnologue.org/show_country.asp?name=Pitcairn


(E?)(L?) http://www.lareau.org/pitlang.html


(E?)(L?) http://www.ni.net.nf/users/nics/bounty/language.htm


(E?)(L?) http://www.pitcairners.org/language.html
"Pitcairnese" ist die Bezeichnung des Inseldialekts auf Pitcairn. Es entstand aus dem Englisch der Meuterer der Bounty, die sich hier niederliessen und dem Tahitianisch der Frauen, die sie aus Tahiti mitgebracht hatten.

Norfolk Islanders and our Pitcairn ancestors, speak among themselves in their language, a beautiful patois, a made-up language. Put together from pieces of English and Tahitian and from natural responses to the natural surroundings where they live in.
Here are some words and phrases: SINGLE WORDS - (CLICK ON THE NORFOLK WORD TO HEAR IT IN THE NORFOLK TONGUE)

Norfolk Island (Australia) (Norfolk Island: The Website)

Erstellt: 2005-02

Uni Toronto
Mots français d'origine non-latine
gaulois, celtique, germanique, allemand, néerlandais, italien, espagnol, portugais...

(E1)(L1) http://www.chass.utoronto.ca/epc/langueXIX/dg/


(E1)(L1) http://www.chass.utoronto.ca/epc/langueXIX/dg/08_t1-2.htm
Traité de la formation de la langue
par Adolphe Hatzfeld, Arsène Darmester, Antoine Thomas, Octave Gréard, Louis Baudrillart, Clément Marguerin, Frédéric Godefroy, Maurice Schöne, Alfred Delboulle, Pierre-Augustin Pelissier et Jules Bardoux
contenant: Paris, Delagrave, 1890

Das zweite Kapitel des "Dictionnaire général (1890-1900)" enthält eine 93 Seiten lange Liste von nicht-lateinischen französischen Fremdwörtern.
Darin werden Begriffe gelistet, die aus anderen Sprachen in die französische Sprache eingegangen sind. Viele dieser Begriffe sind auch ins Deutsche oder Englische aufgenommen worden. (Dabei kann die Schreibweise in den Empfängersprachen durchaus variieren.)
Ich habe die entsprechenden Abschnitte und die zugehörigen Kommentare des Anhangs als "Ismen" den jeweiligen Herkunftsländern / -kontinenten zugeordnet.

Gaulois | Celtique moderne | Grec | Germanique (allemand ancien) | Allemand moderne | Anglais | Norois | Néerlandais | Provençal | Italien | Espagnol | Portugais | Roumain | Patois français | Patois de la Suisse romande (franco-provençal) | Créole | Basque | Slave. -- Lithuanien | Hébreu | Arabe | Langues ouralo-altaïques (finnois, hongrois, turc, etc.) | Persan | Langues de l'Inde | ptien et copte | Langues de l'extrême Orient | Malais et langues océaniennes | Langues africaines | Langues américaines | Argot | Onomatopée

Erstellt: 2005-02

Buchtipp

Die Buchempfehlung für heute ist:

Althaus, Hans Peter
Chuzpe, Schmus & Tacheles
Jiddische Wortgeschichten

(E?)(L?) http://www.chbeck.de/Althaus-Peter-Chuzpe-Schmus-Tacheles/productview.aspx?product=14480


(E?)(L?) http://www.perlentaucher.de/autoren/12214.html


Broschiert - 176 Seiten - Beck
Erscheinungsdatum: April 2004
ISBN: 3406510655


Hans Peter Althaus erzählt ebenso prägnant wie unterhaltsam mehr als hundert Wortgeschichten von Ausdrücken wie "Reibach" und "Pleite", "Massel" und "Schlamassel", "Macke" und "Maloche", "Schtetl" und "Schul". Er erläutert, was diese Wörter im Jiddischen bedeuteten, welchen Nebensinn man oft aus ihnen heraushörte und wie sie Eingang in die deutsche Sprache gefunden haben. Dabei zeigen sich oftmals Polemik und Diffamierung, mehr noch aber überlegener Witz und feine Ironie.


Im Register findet man die Wörter:

Arbekanfes | auf Nile gehen | aus Daffke | Barthel | Barmizwe | benebbicht | beschickert | betucht | bleede gehen | Bonames | Bonum | Brismile | Broche | Bruch und Dalles | Bruch, Dalles & Co. | Chanukka | Chawwer | Chochem | Chuzpe | Cochem | Daffke | D.L.G. | Dalles | damit ist's Essig | Der Narr hot's Massel | Dietrich Schofelschreck | dufte | dufte Düfte | Eeljes Rachmones | Eezes, Eizes, Ezzes | Egel | Ehme, Eime | eine Meise haben | es zieht wie Hechtsuppe | Essig | flöten gehen | frisch, gesund und meschugge | für lau | G.m.b.H. | G.N. | Gasse | Gedibber | Geschäker | Geschichtelach | Geschmuse | Golus | Gut Pessach | Gut Schabbes | Guten Rutsch | Hals- und Beinbruch | Hechtsuppe | hoch | ja kuchen | ja Kuchen, nicht London | Judenschul | jüdische Chutzpe | kapores | kess | Kippe | knorke ist dreimal so dufte wie schnafte | kochem | kodesch, kaudesch | kommen wie die Srores und gehen wie die Maurer | könnt man den Schabbes anbinden | koscher, kauscher | koscher gekochter Kitsch | koscher Küche | koschere Redensarten | koschern | Koscherwurst | Kuchen | Laotselachs | lau | leschono tauwo | Levkoie | London | Lozelach | Lozelach-Stiftsdame | mach Schabbes davon | Macke | Maisse, Maase, Masse, Meiße | Maloche, Meloche | Massel | Massel tow | Massel und Broche | Massematten | mechulle, machulle | Mechulle | Medinegeier | meschugge | meschuggener Fisch | Mesummen | Mezie | mies, miese Sachen | mieser Baldower | mieses Schwein | Miesmacher | mit die Juden ist gut nach Schul gehn | Mitte | Moos | More, Maure, Moire | Mores | Moschel | Moser | Most | naß | Nassauer | nebbich | Nebbich | Nebbich - Mein Kampf | nicht ganz koscher | Nile | Oser sagt Schiller | pattersch | Pejes, Pajes | Peschore | Pg. | plete, pleite | pleite machen | pleite gehen | pleitene Drecksau | Pleite | Pleitegeier | Purim | Rachmones | Rebbach | Rebbes | Reibach | Sasserer | Saures geben | Schabbes | Schabbesdeckel | Schacher | schautig | Scheitel | schicker | schicker ist der Goi | Schlamassel | Schlamassel auf Wachstuch | Schmiere stehen | Schmu | Schmue | Schmus | schofel | Schofel | Schofelarchiv | Schofelschreck | Schofeltat | Schofelwerke | Schore | Schote | Schtetl | Schul | Schulklopfer | Schuttef | Sechel, Seichel | Srores | stikum | Stuss | supermies | Tacheles | Tachlis, Tachles | taff | Tallis, Talles | Tefillen | Tinnef | toff | toffte | trefe, treeif | trefe fallen | treifener Hals | Trefe, der Gerichtsdiener | trübe Tasse | Weihnukka | wissen, wo Barthel den Most holt | zeigen, was eine Harke ist | Zizzes | zureden wie einem lahmen Gaul

Erstellt: 2005-02




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(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
mit Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology




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Wortgeschichten

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Falls Sie ganz erpicht sind auf die heutigen Wortgeschichten, aber dann feststellen müssen, dass Sie deren Erörterung bereits kennen, dann haben Sie Pech gehabt.

erpicht - auf etwas erpicht sein, Pech haben (W3)

Vögel fing man in früheren Zeiten mit "Pechruten" = "Stöcken, die mit Pech bestrichen waren". Die Vögel, die das "Pech" hatten, sich darauf zu setzen, waren so "erpicht" von diesem Gerät, dass Sie sich gar nicht mehr loslösen konnten.
Seit dem 16.Jh. wurde der Ausdruck auch im übertragenen Sinn verwendet.
Pech wurde auch zum Abdichten von Booten benutzt. (Wer da kein Pech hatte, hatte wirklich Pech.)

Erstellt: 2005-03

Ort, orten, erörtern (W1)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Ort


(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Ortsname
Der "Ort" hat ein ähnliches Schicksal wie der Punkt. Mathematisch gesehen ist der Punkt ein Nichts, obwohl er zu den wesentlichen Begriffen in der Mathematik gehört. Und so ist auch der "Ort" eigentlich ein Nichts. Er bedeutete ursprünglich die "Spitze" (insbesondere soll er die "Spitze" einer (Stich-)Waffe bezeichnet haben. (Und welcher Teil gehört wirklich noch zur Spitze? -Je nach Wahl des Massstabs wird die Spitze immer kleiner, bis sie in einem virtuellen Punkt verschwindet.)
Das altengl. "ord" jedenfalls bezeichnete einen "Speer" (auch "Spitze"). In der Bergmannssprache ist der "Ort" auch heute noch das Ende einer Abbaustrecke.
Ganz interessant wird es in dem Begriff "erörtern" = "ausführlich besprechen". Gebildet wurde es im 16.Jh. als Lehnübertragung des lat. "determinare" = "abgrenzen", "festlegen". Bei der Suche nach einer deutschen Entsprechung, hatte man sicherlich die Vorstellung, dass die Erörterung einer Sachlage dazu dienen sollte, eine Sache auf den Punkt zu bringen, oder auch "bis ans Ende zu gehen".
Heute ist ein Ort meist etwas Grösseres. Ganze Ortschaften passen auf die alte "Spitze".
Nur in bestimmten Situationen versucht man den Ort wieder möglichst klein zu wählen - dann wenn man dringend auf's stille "Oertchen" muss.

Erstellt: 2005-03

Uni Erfurt - 'Etymologie'

(E?)(L?) http://www.christianlehmann.eu/ling/wandel/Ursprache.html

...
Etymologie genießt in der gebildeten Welt außerhalb und sogar innerhalb der Sprachwissenschaft einen ambivalenten Status. Einerseits wird sie als unterhaltsam und aha-erlebnisträchtig empfunden. Andererseits spielt sie in der heutigen (historischen Sprach-)Wissenschaft keine prominente Rolle, und viele Gebildete (ob Linguisten oder nicht) halten sie für nicht ganz seriös.
...


In dem 3-seitige Artikel zur Etymologie finden immerhin noch einige interessante Wort-Beispiele Platz.

Erstellt: 2005-03

Buchtipp

Die Buchempfehlung für heute ist:

Duden - Band 05 - Duden Fremdwörterbuch

(E?)(L?) http://www.duden.de/fremdwoerterduden/


(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=651782
Der erste Schritt auf der Suche nach interessanten Wortgeschichten ist ja schon getan, wenn man weiss, aus welcher Sprache es in die deutsche Sprache eingewandert ist. Wie viele Wörter dies sind, ahnt man erst, wenn man eines der bekannten Fremdwörterbücher zur Hand nimmt. Und dazu gehört sicherlich auch der Band 5 der "Zwölf Duden-Bände".
Im Februar 2005 hat die Dudenredaktion die 8. überarbeitet Auflage (mit CD-ROM) herausgebracht. Aus diesem Anlass sei im Etymologie-Newsletter darauf hingewiesen.


...
Mit 55.000 Stichwörtern, darunter 2.000 Neuaufnahmen, so umfangreich wie nie. (Auch als CD-ROM für Windows, Mac OS X und Linux sowie als Software für Handhelds und Smartphones. ) Digital mit über 9.000 akustischen Ausspracheangaben.
125 Jahre Duden: Zum Jubiläumsauftakt ist jetzt das "Fremdwörterbuch" von Duden in 8., neu bearbeiteter und erweiterter Auflage erschienen. (2005-02-25)
...
Rund 2.000 neue Wörter wie "Biochip", "Softskill", "Tomogramm", "verlinken" und "Zipdatei" sind in die Neuauflage eingegangen. Den Stichwortbestand der Vorgängerauflage hat die Dudenredaktion sorgfältig überarbeitet und aktualisiert.
...


Der Duden, Bd.5 : Duden Das Fremdwörterbuch, m. CD-ROM
Gebundene Ausgabe - 1056 Seiten - Bibliographisches Institut, Mannheim
Erscheinungsdatum: Februar 2005
ISBN: 3411716312

Der Duden, Bd.5 : Duden Das Fremdwörterbuch, m. CD-ROM
Sondereinband - Bibliographisches Institut, Mannheim
Erscheinungsdatum: Februar 2005
ISBN: 3411716320

Erstellt: 2005-03




Suchbegriffe und neue Begriffe der Woche
2005-03-27 - 2005-04-03



Suchbegriffe und neue Wörter der Woche
2005-04-03 - 2005-04-10



Neue Begriffe auf dem Etymologie-Portal - Die Site zur Lehre von der Wortherkunft.

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
mit Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology





Suchbegriffe und neue Wörter der Woche
2005-04-17 - 2005-04-24



Konklave (W2)

(E?)(L?) http://www.dbk.de/vatican/in_vatican_17.html


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Konklave
Die "Konklave" ist die vor der Öffentlichkeit verborgene Papstwahl. Die Bezeichnung ging von dem "abgeschlossenen Raum" auf die "(geheime) Versammlung" über. Geht man dem Wort weiter nach kommt man auf lat. "conclave" = "Zimmer", "Gemach" und schliesslich auf lat. "clavis" = "Schlüssel". Der Ursprung ist also der "mit dem Schlüssel" ("cum clave") abgesperrte Raum.

Erstellt: 2005-04

Sedisvakanz, Sedisvakanzmünzen (W3)

(E?)(L?) http://dbk.de/vatican/in_vatican_17.html


(E1)(L1) http://www.reppa.de/lex.asp?ordner=s&link=Sedisvakanzm.htm


(E2)(L1) http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_8180.html


(E2)(L1) http://www.beyars.com/lexikon/lexikon_3018.html
Es ist die sogenannte papstlose Zeit vom Tod des alten bis zur Wahl eines neuen Papstes. (statt Tod wäre theoretisch auch der Rücktritt eines Papstes möglich).
"Sedisvakanz" kommt von "sedes vacuus" = "der leere Stuhl" (des Papstes).

Für diese Zwischenzeit wurden im Auftrag des Domkapitels oder Kardinalskollegiums spezielle Münzen geprägt. Diese hiessen entsprechend "Sedisvakanzmünzen".

Erstellt: 2005-04

lrz-muenchen - Richter, Helmut - A Short History Of The German Language
Missingsch

(E?)(L?) http://www.lrz-muenchen.de/~hr/lang/dt-hist.html
Auf diesen 7 Seiten von Helmut Richter findet man eine (englische) Zusammenfassung der Entwicklung der deutschen Sprache.
Ich versuche, diese kurze Geschichte noch einmal in Kurzform zusammenzufassen:

Die Germanische Sprachfamilie spaltete sich in der sogenannten "ersten Lautverschiebung" von der grossen indogermanischen Sprachfamilie ab.
Die sogenannte "zweite Lautverschiebung" führte zur Abspaltung der "deutschen Sprache" von den restlichen germanischen Sprachen (Englisch, Niederländisch, Skandinavisch und dem untergegangenen Gotisch).
Die zweite Lautverschiebung ist im Wesentlichen durch folgende Übergänge gekennzeichnet:
p->f (hope-hoffen), pp->pf (apple-Apfel), t->ss (hate-hassen), tt->ts (written [t]z) (plant-Pflanze), k->ch (make-machen), kk->kch (weak-schwach).

Die zweite Lautverschiebung ging dabei quer durch das heutige Deutschland und teilte es in Niederdeutsch und Hochdeutsch. Niederdeutsch hat sich im heutigen Niederländisch erhalten während Hochdeutsch (mit der Lautverschiebung) zur Amtssprache für ganz Deutschland wurde.
(Wäre die Hanse - und ihr Einfluss - im 15.Jh. nicht untergegangen und hätte Luther die Bibel ins Niederdeutsche übersetzt wäre möglicherweise Niederländisch zur deutschen Amtssprache geworden und würde heute in Südafrika gesprochen.)
Luxemburgisch (Lëtzebuergesch) hat die Lautverschiebung zumindest teilweise mitgemacht.
Auch "Yiddisch", das sich aus dem Mittelhochdeutschen entwickelte, hat die Lautverschiebung mitgemacht.
Dabei gab es natürlich viele Übergänge vom Althochdeutschen (AHD) (ca. 8.Jh.-11.Jh.), Mittelhochdeutschen (MHD) (11.Jh.-14Jh.), Frühneuhochdeutsch (FNHD) (14.Jh.-17.Jh.) zum Neuhochdeutschen (NHD) (ab 17.Jh.).

Nachdem die "Angeln" und die "Sachsen" in die "angelsächsische Welt" gezogen waren und die Franken unter Zurücklassung einiger Verwandten in Bayern nach Frankreich gezogen waren, war auch der Begriff "fränkisch", die "nicht-römische" Sprache anderweitig besetzt. Und obwohl die Franzosen die "zurückgebliebenen" germanischen Stämme heute noch zusammenfassend als "Allemannen" (les Allemands) bezeichnen, suchten die noch namenlosen Deutschen einen neutralen Namen für die sich bildende gemeinsame deutsche Sprache.
Man "entschied" sich, sie einfach als "Sprache des Volkes", als "diutisc" = "zum Volk gehörend", zu bezeichnen. (Darauf geht übrigens auch das engl. "Dutch" = "Niederländisch" zurück.)
Im 11.Jh. hatte sich "diutisc" schliesslich für die Sprache und das Land durchgesetzt.

Zur Entwicklung der heutigen (deutschen) Standardsprache trugen nicht zuletzt alle umherziehenden Mitmenschen bei. Händler oder auch fahrende Spielleute waren daran interessiert in allen "deutschsprachigen" Regionen verstanden zu werden. Ab dem 14.Jh. wurden die ersten offiziellen Dokumente (z.B. Gesetzestexte) in "Deutsch" geschrieben.
Karl IV. hatte seinen Gerichtshof in Prag eingerichtet. Die dort standardisierte Sprache hatte damit einen grossen Einfluss auf die allgemeine deutsche Sprachentwicklung - obwohl sie nicht gerade als Alltagssprache verwendet wurde. Als dann Luther seine Bibelübersetzung schrieb bezog er sich auf diese Variante, versuchte jedoch auch andere allgemeinverständliche Begiffe einzubeziehen. Nicht zuletzt wurde die Verbreitung dieser Sprachvariante durch Johannes Gutenbergs Druckerei (15.Jh.) und die damit mögliche massenhafte Verbreitung dieser Bibelübersetzung unterstützt.
Die Tatsache, dass Luther in Thüringen (Meißen, Wittenberg, ...) lebte beeinflusste natürlich ebenfalls diese Übersetzung.
Dabei ergab sich noch eine seltsame Erscheinung. Die "Niederdeutschen", für die das "Hochdeutsche" sowieso fast einer Fremdsprache gleichkam, lernten nun die Prager und "Meissnische" "Hochsprache" und benannten sie nach der in Meissen gesprochenen Kanzleisprache "Missingsch". Und so ergab es sich, dass ausgerechnet die Hamburger und Kieler möglicherweise das beste "Meissnisch" sprachen (obwohl es natürlich mit niederdeutschen Ausdrücken durchsetzt war).

Als dann im 16./17.Jh. Jh. die ersten deutschen Diktionäre und Grammatiken aufkamen, bildete sich mehr und mehr eine standardisierte deutsche Sprache heraus. Zu erwähnen sind hier Martin Opitz (1597-1639), Justus Georg Schottel (1612-1676), Johann Christoph Gottsched (1700-1766), Johann Christoph Adelung (1732-1806).

Ein weiterer Schritt in Standardisierung der deutschen Sprache war 1879 die Erstellung einer bindenden Orthographie durch das Königreich Bayern. In Preussen trat dann (1829-1911) Konrad Duden auf den Plan und schuf den bis heute weiter entwickelten Standard. Seit 1880 wurde die deutsche Orthographie zwei Reformen unterzogen, einmal 1901 und einmal in den 1990er Jahren. Die letztere ist bis heute umstritten, da sie weniger "bestehende Entwicklungen vereinheitlichte" als vielmehr "neue Änderungen einführte".

Neben der Fixierung der Orthographie gab es auch Arbeiten zur Vereinheitlichung der Aussprache. So erstellte (1898) Theodor Siebs (1862-1941) Regeln für die "Deutsche Bühnenaussprache" ("German stage pronunciation"), die bis heute als bindend angesehen werden.
Auch hier wurde eine seltsame Entwicklung fixiert. Während also die Orthographie eher aus dem "Hochdeutschen" (Süddeutschen) stammt, legte Siebs die "Niederdeutsche" (Norddeutsche) Aussprache zu Grunde. Dadurch erscheint das erlernte und daher "reinere" Deutsch der Norddeutschen dem Standard näher zu sein als die vielfach salonfähigen Dialekte der Süddeutschen (z.B. bayrisch). Dafür pflegen die Norddeutschen zumindest teilweise noch ihre Muttersprache, wenn sie unter sich sind oder bleiben wollen.

Ich hoffe, ich habe den (am 20.03.2000 veröffentlichten) englischen Text von "© Helmut Richter" nicht allzu freizügig oder falsch gekürzt und rückübersetzt. Wer also des Englischen mächtig ist, sollte sich auch die 7 Seiten unter obigem Link ansehen.

Erstellt: 2005-04

Buchtipp

Die Buchempfehlung für heute ist:

Depenau, David
Die Ortsnecknamen in Heidelberg, Mannheim und dem Rhein-Neckar-Kreis
Von Bloomäulern, Lellebollem und Neckarschleimer

Gebundene Ausgabe - Verlag Regionalkultur
Erscheinungsdatum: September 2002
ISBN: 3897352052

Kurzbeschreibung
In seinem zweiten Band veröffentlicht David Depenau die Necknamen zu Heidelberg, Mannheim und dem Rhein-Neckar-Kreis. Im Gespräch mit Zeitzeugen und aus alten Quellen hat er liebevoll und sorgfältig die Namen zusammengetragen, mit denen sich die Einwohner dieser Städte und Gemeinden gegenseitig bedachten und die mit der Zeit zu festen Beinamen wurden.

"Bloomäuler" heissen die wortgewandten Mannheimer, weil sie "blauen Dunst" verbreiten.

"Lellebollem" heissen die auf "Lehmboden" wohnenden Heddesheimer.

"Neckarschleimer" heissen die die im Schwemmgebiet ("Schleim" = "Schlamm") Neckerstädter.

Natürlich sind die Geschichten von David Depenau wesentlich ausführlicher - ich habe sie zur Veranschaulichung auf das Wesentliche gekürzt.

Erstellt: 2005-04

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haben
habere (W1)

(E1)(L1) http://www.christianlehmann.eu/ling/wandel/index.html


(E?)(L?) http://www.christianlehmann.eu/ling/wandel/rekonstruktion.php

...
Z.B. liegt es nahe, dt. "haben" mit lat. "habere" = "haben" zu vergleichen und daraus eine indogermanische Vorform zu rekonstruieren. Wendet man dagegen zunächst den innergermanischen Vergleich auf dt. "haben" an, so kann man ein urgerm. "*haban" = "fassen", "halten" rekonstruieren, welches nach den Gesetzen der ersten Lautverschiebung auf die Wurzel ide. "*kap-" = "fassen" zurückgehen muß. Diese liegt auch im Lateinischen vor, und zwar in dem Verb "capere" = "fassen". Lat. "habere" dagegen geht auf eine Wurzel ide. "*gab-" = "nehmen" zurück.

Dt. "haben" und lat. "habere" haben also außer der Bedeutung nichts miteinander zu tun.
...


Erstellt: 2005-05

bess
*bess
*bass
bass
bass erstaunt (W1)

(E1)(L1) http://www.christianlehmann.eu/ling/wandel/index.html


(E?)(L?) http://www.christianlehmann.eu/ling/wandel/rekonstruktion.php

...
Wir stellen z.B. im Neuhochdeutschen das Komparationsparadigma vom Typ "schön - schön-er - schön-st" fest, und ferner eine Ausnahme wie "gut - bess-er - be-st", wo Suppletion herrscht. Dann können wir vermuten, daß es zu dem Komparativ und Superlativ auch einmal einen Positiv von derselben Wurzel gegeben hat. Er kann "*bess" gelautet haben. Aber wenn wir wissen, daß Komparation Umlaut auslösen kann, wie in "hart - härt-er - härt-est", kann jenes Adjektiv auch "*bass" gelautet haben. Die Form des Superlativs "best" wäre dann durch die im Deutschen allgemeingültige Degemination aus "*bess-st" hervorgegangen.

Bis hierhin ist diese Rekonstruktion weitgehend spekulativ. Bestätigt wird sie dadurch, daß "baß" in der Tat existiert, wenn auch nur in der Kollokation "baß erstaunt" "äußerst erstaunt". Wie bekannt, werden Evaluativa ständig erneuert. Es sieht also so aus, als sei älteres "baß" im Positiv von "gut" verdrängt worden, habe jedoch im Komparativ und Superlativ überlebt. So weit würde die innere Rekonstruktion auf der Basis von Neuhochdeutsch führen. Tatsächlich weisen die deutsche Sprachgeschichte und der germanische Vergleich aus, daß "baß" seinerseits im Althochdeutschen ein Komparativ war, der durch "besser" regularisiert wurde. Das wiederum konnte man durch innere Rekonstruktion nicht herausbekommen.
...


Erstellt: 2005-05

Uni Erfurt
Rekonstruktion
Wort-Rekonstruktion
Sternchen
*

In der Etymologie werden immer wieder Bezüge zu indogermanischen Wörtern hergestellt. Auch im Etymologie-Portal sind diese häufig zu finden. Um Missverständnisse zu vermeiden, muss auch einmal darauf hingewiesen werden, dass es sich hierbei immer um konstruierte also um vermutete Wortwurzeln handelt. Auch aus anderen Bereichen (z.B. Gotisch) werden gelegentlich konstruierte Wortwurzeln angegeben. Diese sind in der Regel mit einem vorangestellten "Sternchen" ("*") gekennzeichnet.

Der 9-seitige Beitrag von Prof. Dr. Christian Lehmann von der Universität Leipzig bietet eine gute Einführung in das Therma. Da es immer wieder Versuche gibt, alle Begriffe auf eine umfassende Ursprache zurückzuführen, ist der Hinweis erlaubt, dass sich die Seriosität der Bildung einer Wortwurzel umgekehrt proportional zur vergangenen Zeit verhält.

(E1)(L1) http://www.christianlehmann.eu/ling/wandel/index.html


(E?)(L?) http://www.christianlehmann.eu/ling/wandel/rekonstruktion.php

...
Allgemeine Prinzipien
Eine sprachliche Einheit zu rekonstruieren heißt, eine Hypothese darüber aufzustellen, wie sie war vor der Zeit, da historische Belege darüber vorliegen. Die Datenbasis einer Rekonstruktion sind stets diejenigen historisch dokumentierten Fälle, welche dem gesuchten Rekonstrukt zeitlich am nächsten kommen, d.h. normalerweise die ältesten Dokumente. Zur Rekonstruktion gehört notwendigerweise auch eine Hypothese darüber, wie die historisch belegten sprachlichen Einheiten aus dem Rekonstrukt entstanden sind.

Somit zerfällt die vollständige Geschichte einer Sprache ("Geschichte" im Sinne einer Disziplin, nicht im Sinne eines Aspekts des Objekts) in zwei Hauptphasen:

1) ihre Vorgeschichte, die methodisch auf historischem Vergleich und diachroner Interpretation der festgestellten Verhältnisse beruht,
2) ihre Geschichte i.e.S., d.i. ihre dokumentierte Geschichte, die einfach eine (zusammenfassende und interpretierende) Beschreibung der Chronologie vorliegender Daten ist.
...

Ein rekonstruiertes Wort wird mit "Sternchen" ("*") versehen, um diesen ihren methodologischen Status als nicht historisch belegte Form zu bezeichnen.
...

Fazit
Zusammenfassend kann man sagen, daß die Rekonstruktion in einer Stufenfolge abläuft:

Man wählt von den dokumentierten Stadien einer Sprache das älteste und zieht die jüngeren nur zur Vervollständigung der Daten heran.
Man analysiert die auf diesem Stadium bestehende Variation, indem man die Methoden der inneren Rekonstruktion darauf anwendet.
Die so rekonstruierte älteste erreichbare Vorform der gegebenen Sprache wird nun in den historischen Vergleich mit verwandten Sprachen einbezogen, und so wird deren gemeinsame Ursprache rekonstruiert.

Diese Stufenfolge läßt sich iterieren. Hat man z.B. auf diese Weise durch Vergleich der germanischen Sprachen das Urgermanische rekonstruiert, und ebenso durch Vergleich der keltischen Sprachen das Urkeltische und ebenso bei den anderen indogermanischen Zweigen, so kann man durch Vergleich von Urgermanisch mit Urkeltisch usw. das Urindogermanische rekonstruieren. Und weiter kann man mit denselben Methoden Urindogermanisch mit Ursemitisch und Uraltaisch vergleichen und daraus Nostratisch rekonstruieren. Wenn Rekonstruktionen nicht auf historischen Daten, sondern auf Rekonstrukten basieren, potenziert sich freilich der jeder Rekonstruktion anhaftende Unsicherheitsfaktor. Deswegen hören vorsichtige Wissenschaftler spätestens beim Urindogermanischen auf.


Erstellt: 2005-05

Buchtipp

Nachdem der heutige Linktipp in wissenschaftliche Bereiche der Etymologie führte, gehört der Buchtipp eher in die Kategorie "Wortgeschichten" insbesondere der "Marken-Geschichten".

Schrader, Halwart - Oldtimer-Lexikon
Geschichte, Marken, Technik

(E?)(L?) http://www.deuvet.de/
Oldtimer-Lexikon. Geschichte - Marken - Technik.
von Halwart Schrader
Gebundene Ausgabe - 300 Seiten - Motorbuch Verlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2003
ISBN: 3613872617

Am 21.04.2005 stöberte ich beim Warten auf den Zug in einem Bahnhofskiosk. Dabei fiel mir ein Buch mit dem Titel "Oldtimer-Lexikon" in die Hände. Da ich kein Autonarr bin, aber das Initialwort "Lexikon" gesehen hatte, las ich mir wenigstens den rückseitigen Klappentext durch:


... Was versteht man unter einem "Innenlenker"? ... Woher kommt das Wort "Phaeton"? Aus welchen Marken entstand der Chrysler- und der General-Motors-Konzern? Wann wurden Bugatti, Fiat, Maybach, Jaguar, Peugeot, Rolls-Royce gegründet? ...Welche Autos schufen die berühmten Konstrukteure Porsche, Giacosa, Issigonis oder Slevogt? Seit wann spricht man überhaupt von einem "Automobil"? ... Herkunft bedeutender Markennamen von 1886 bis heute. ... Definitionen: Oldtimer, Youngtimer, Vintage Car, ... Keimzellen der deutschen Automobilindustrie: Benz, Daimler, Horch, NAG, Opel, Stoewer, Wartburg. ...


Diese Hinweise weckten mein Interesse und ich musste das Buch erwerben. Ich habe es nicht bereut. Natürlich ist es kein wissenschaftliches etymologisches Werk. Aber es bietet (wie auch das Etymologie-Portal) viele Wortgeschichten. Die Herkunft von Automobil-Marken-Namen, mittlerweile untergegangene technische Begriffe, aber auch noch existierende Begriffe aus dem Fachjargon des Automobilbaus und - auch ganz interessant - Beispiele von umgangssprachlichen Scherzbezeichnungen (wie etwa "Buckeltaunus", "Dos-à-dos", "Laubfrosch" oder "Nagelfänger", .

Die Marken- und Wortgeschichten könnten zwar durchweg etwas ausführlicher sein, aber da das Buch verschiedene Interessensgebiete bedienen möchte (z.B. auch der Frage nachgeht, wie man zu einem Oldtimer kommt und diesen über den TÜV bringt) stellen sie nur einen Aspekt von vielen dar.
Dennoch bieten die wohl über 2.000 Lexikoneinträge genügend Lesestoff für Freunde von Wortgeschichten. Gewürzt werden die Beiträge mit 920 überwiegend schwarz-weiss gehaltenen, aber dennoch interessanten Fotografien.

An dem Werk hat auch der "DEUVET mitgewirkt.


Der DEUVET ist der Bundesverband der Deutschen Motorveteranen-Clubs e.V.. Er wird von den deutschen Oldtimerclubs getragen und vertritt die Interessen der gesamten Oldtimerszene gegenüber der Politik, dem Gesetzgeber, den Behörden, sonstigen Institutionen sowie gegenüber den Medien und der Öffentlichkeit. Den DEUVET gibt es seit 1976. Der DEUVET ist als Interessenvertretung registriert beim Deutschen Bundestag.


Damit Sie jedoch nicht warten müssen, bis Sie das Buch in Händen haben, hier ein paar (frei widergegebene) Beispiele.

Innenlenker
Aussenlenker (W3)

Bis 1920 waren die Autos "oben ohne". Die Autofahrer teilten das Schicksal der Kutscher und mussten ihr Fortbewegungsmittel an freier Luft lenken. Bis dann eben die Varianten mit geschlossenem Fahrgastraum kamen, die auch dem Fahrer Unterschlupf gewährten. Die "Innenlenker" hatten also den Lenker innen. Erst danach dürfte wohl zur Unterscheidung auch der Begriff "Außenlenker" entstanden sein (entsprechend dem Begriff "akkustische Gitarre", der erst entstand als es die "elektrische Gitarre" gab). Jedenfalls hielt sich der Begriff "Innenlenker" noch bis 1939 und wurde bis zu dieser Zeit der "Limousine" vorgezogen.

Phaeton (W3)

Der Phaeton war noch ein "Aussenlenker" mit großzügigem Fahrgastabteil. Benannt wurde er nach dem Sonnengeott der griechischen Mythologie. Allerdings erhielt der Tourenwagen seinen Namen auf dem Umweg, d.h. in Anlehnung an eine (ebenfalls geräumige) Kutsche, die bereits vorher nach dem Sonnengott benannt worden war.

Chrysler (W3)

Diese Automobilmarke trägt den Namen des Gründers "Walter P. Chrysler", der die Automobilfirma 1923 in Detroit gegründet hat.

General Motors (W4)

Warum "General Motors" diesen Namen trägt wird nicht explizit erklärt. Möglicherweise soll der Name die weite Verbreitung zum Ausdruck bringen. Immerhin gehörten dem Konzern eine grosse Anzahl bekannter Marken an.

Bugatti (W3)

Die Automarke "Bugatti" wurde 1909 von dem Italiener "Ettore Bugatti" in Molsheim im Elsaß gegründet.

Fiat (W3)

Die bekannteste italienische Automobilfirma ist die Abkürzung für "Fabbrica Italiana Automobili Torino" und wurde ursprünglich "F.I.A.T." geschrieben.

Maybach (W3)

Diese Automobilmarke wurde 1921 in Friedrichshafen von "Karl Maybach" als "Maybach Motoren Werke" gegründet.

Jaguar (W4)

Warum der "Jaguar" diesen Namen trägt wird aus dem Eintrag im Oldtimer-Lexikon nicht ersichtlich. Nachdem 1935 erstmals ein Sportwagen unter der Modellbezeichnung "Jaguar" herauskam wurde der Name (erst) nach 1945 zum Markennamen.
Neben Assoziationen zur Schnittigkeit der Modelle könnte vielleicht auch der Name des Gründers "William Lyons" (engl. "lion" = "Löwe") Anlaß zu Assoziationen gewesen sein. Dieser hatte ursprünglich 1920 die "Swallow Sidecar Company" gegründet.

Peugeot (W3)

Die Familie "Peugeot" hatte bereits ein Industrieunternehmen (Eisen- und Haushaltswaren, Eisengiesserei), als "Armand Peugeot" 1882 zunächst Fahrräder und dann 1888 Dampfwagen und ab 1894 (Auto-)Motoren baute. Daraus entwickelte sich die heutige Automarke.

Rolls-Royce (W3)

Der "Rolls-Royce" ist nicht der "rollende Royce" sondern trägt die Namen der Gründer "Charles Stewart Rolls" und "Henry Frederick Royce".

Porsche (W3)

Die Automarke "Porsche" trägt den Namen des Gründers "Ferdinand Porsche". Diesen gab es gleich in doppelter Ausführung; als Senior (1875-1951) und als Junior (1909-1998). Erst der Sohn machte den Namen zu einem Markennamen, der ab 1949 im Zusammenhang mit Sportwagen auftaucht.

Giacosa-Prinzip (W3)

Das "Giacosa-Prinzip" trägt den Namen des italienischen Ingenieurs "Dante Giacosa" und bezeichnet das Bauprinzip für einen quer eingebauten Frontmotor, bei welchem ein nicht mittig angeordneter Abtrieb zu den angetriebenen Vorderrädern durch ungleich lange Wellen erfolgt, die dennoch gleiche Massen aufweisen.

Automobil, automobile (W3)

Das "Automobil" erhielt seinen Namen 1891 von Peugeot in der Form des frz. "l'automobile". Anfang des 20.Jh. kam es dann auch nach Deutschland und wurde auch schon bald als "Auto" abgekürzt. Obwohl die offizielle Bezeichnung schon recht früh "Kraftwagen" oder "Kraftfahrzeug" lautete ist es umgangssprachlich noch recht lebendig.

Oldtimer, Youngtimer (W3)

Dem "Oldtimer" wird im "Oldtimer-Lexikon" noch im Vorspann ein eigener Artikel gewidmet. Diesem ist zu entnehmen, dass der "Oldtimer", wie das "Handy" keine englische sondern eine deutsche (Wort-)Erfindung ist. In der englischsprachigen Welt bezeichnet "Oldtimer" eher einen in die Jahre gekommenen Herrn.

In Erweiterung zum "Oldtimer" wurde der "Youngtimer" auch in Deutschland erfunden. Der "Youngtimer" ist ein altes Auto (20-35 Jahre), das jedoch noch nicht als "Oldtimer" gilt.

Da diese Begriffe jedoch nicht eindeutig sind, haben sich die internationalen Interessenvereinigungen auf weltweit einheitliche Bezeichnungen geeinigt:

Benz, Daimler, Daimler-Benz (W3)

Die 1926 gebildete "Daimler-Benz AG" ging aus der Fusion der von Carl Benz (1844-1929) gegründeten Firma mit der der von "Gottlieb Daimler" (1834-1900) gegründeten Firma hervor.

Horch, Audi (W2)

"August Horch" gründete 1900 in Köln-Eberfeld eine Automobilfirma. 1909 verließ er wegen grosser Unstimmigkeiten mit dem Vorstand seine eigene Firma um eine neue Firma "Audi" zu gründen. Die Anekdote besagt, dass er die Idee zu dem neuen Markennamen beim Vokabellernen seines Sohnes hatte (lat. "audi" = "höre!" = "horch!").

NAG (W3)

Dies Abkürzung steht für die von 1908 bis 1934 bestehende "Nationale Automobil Gesellschaft".

Opel, Lutzmann-Wagen (W3)

Der Markenname "Opel" geht auf "Adam Opel" zurück der in Rüsselsheim seit 1862 zunächst Nähmaschinen und dann ab 1887 Fahrräder herstellte. Seine Söhne stellten dann 1899 erstmals den "Lutzmann-Wagen" her, der seinen Namen dem Konstrukteur "Friedrich Lutzmann" (1859-1930) verdankt.

Stoewer (W3)

"Emil Stoewer" und "Bernhard Stoewer" stellten zunächst Nähmaschinen und Fahrräder her. 1899 stiegen sie dann ins Automobilgeschäft ein. In den 1930er Jahren wurde die Produktion jedoch eingestellt und der Markenname "Stoewer" ist heute nur noch in Liebhaberkreisen bekannt.

Wartburg (W2)

Der "Wartburg" klingt unweigerlich nach DDR. Dort wurde der Wagen mit dem Dreizylinder-Zweitaktmotor seit 1956 gebaut. Allerdings gab es bon 1898 bis 1903 schon mal einen "Wartburg", der in der Fahrzeugfabrig Eisenach hergestellt wurde. In beiden Fällen dürfte jedoch die über Eisenach gelegene "Wartburg" Namensgeber gewesen sein.
Die thüringische "Wartburg" (auf der Luther 1521-1522 Zuflucht fand) wurde um 1200 erbaut und verdankt ihren Namen dem ahd. "warta" = "Ausguck", "Wachtturm". Dass viele Burgen als "Wachtburgen" errichtet wurden zeigt sich schon an der Vielfalt der vorkommenden Burgen-Bezeichnungen: "Wart", "Wartau", "Wartburg", "Wartenau", "Wartenbach", "Wartenberg", "Wartenfels", "Wartensee", "Wartenstein", "Warthausen", "Warthenberg", "Warthof", "Wartleitern", "Wartstein".

Buckeltaunus, Buckelvolvo (W3)

Der Ford Taunus 1939 hatte einen ausgeprägten "Buckel", dem er die scherzhafte Bezeichnung zu verdanken hatte. Auch die Volvo-Modelle 444 (1945-1958) hatten einen ausgeprägten Rücken und wurde deshalb auch "Buckelvolvo" genannt.

Dos-à-dos (W2)

"Dos-à-dos"-Modelle dürften heute aus Sicherheitsgründen wahrscheinlich nicht mehr hergestellt werden. Jedenfalls sitzen die Fahrgäste darin mit dem Rücken zum Fahrer (also Rücken-an-Rücken) und nach blicken hinten auf die Strasse und die Landschaft. Als Beispiel sind der Dos-à-dos Benz 1896 und der Zündapp 1957 im Oldtimer-Lexikon abgebildet.

Laubfrosch, dasselbe in Grün (W1)

Zum "Laubfrosch" findet man eine wirklich interessante Wortgeschichte. Den 1924-1928 hergestellten Zweisitzer "Opel 4 PS" mit Spitzheck gab es anfangs nur in froschgrüner Lackierung. Es handelte sich dabei um eine Kopie des "Citroen 5HP". Diesen gab es vorwiegend in der Farbe Gelb. Und nun gab es "dasselbe in Grün".

Nagelfänger (W2)

Die "Nagelfänger" waren Konstruktionen die (während des Fahrens) Nägel aus den Reifen der Automobile und der Fahrräder entfernen sollten. Das Problem wurde durch die vielen verlorenen Huf-Nägel der Pferde verursacht. Da es heute kaum noch Pferdefuhrwerke auf den Strassen gibt, gibt es auch wesentlich weniger Nägel auf den Strassen. Damit ist der "Nagelfänger" an den Fahrzeugen und aus der Altagssprache verschwunden.

Erstellt: 2005-05



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Wortgeschichten

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/


Katalanisch, catalá, catalán, catalano, catalan

(E?)(L?) http://catalunya-lliure.com/curs/catala.html


(E?)(L1) http://cf.linguistlist.org/cfdocs/new-website/LL-WorkingDirs/forms/langs/get-language-by-country.cfm


(E?)(L?) http://www.ub.uni-konstanz.de/fi/rom/rom-spk.htm


(E?)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Katalanische_Sprache
Die von den "Katalanen", den "Goten & Alanaen" gesprochene Sprache wurde zu "katalanisch" ("gotalanisch"), katalanisch "catalá", span. "catalán", frz. "catalan", ital. "catalano", engl. "catalan".
"Katalanisch" gehört zu den romanischen Sprachen, die sich aus gotischen, spanischen, arabischen und natürlich lateinischen Anteilen speist.
Gesprochen wird Katalanisch als Amtssprache in Andorra (weshalb es hier unter "Andorra" behandelt wird), als anerkannte Verkehrssprache im spanischen Katalonien und teilweise in Aragonien, Valencia ("valenciano" genannt) und auf den Balearen, wo es "mallorquín" genannt wird. Auch im französischen Département Pyrénées-Orientales und im Roussillon spricht man noch teilweise Katalanisch und in der Stadt L'Alguer/Alghero auf Sardinien.
Bereits -200 gehörte das spanische Katalonien zum römischen Reich. Danach kamen Goten und Alanen nach Nordspanien.
Erste schriftliche Quellen stammen aus dem 9. Jahrhundert. Insgesamt wird Katalanisch von 11 Mio. Menschen gesprochen. Für 8 Mio. Menschen ist es die Muttersprache.

Erstellt: 2005-06

alberginia
Aubergine
berenjena
eggplant
melanzane (W3)

(E?)(L?) http://l.maison.pagesperso-orange.fr/etymo/


(E1)(L1) http://www.takeourword.com/TOW126/page2.html


(E?)(L?) http://www.chass.utoronto.ca/epc/langueXIX/dg/08_t1-2.htm


(E?)(L?) http://www.fl-ag.com/commodities/eggplant.htm
Die katalanische "alberginia", "albergina" = dt./frz. "Aubergine" = span. "berenjena" stammt ab von der arab. "bâdinjân" (persisch "badenjan"). Das "A"/"a" wurde vom vorangestellten arabischen Artikel "al" ("al badinjan") übernommen.
Die Araber haben die Aubergine von den Chinesen und Indern übernommen, wo sie schon seit ca. 4000 Jahren kultiviert wurde. Nach England kam sie im 17. Jh. aus Afrika.

Die englische/amerikanische Bezeichnung "eggplant" verdankt sie ihrer Form, Größe und der weissen Farbe.

Die Italiener verglichen die Frucht nicht mit einem Ei sondern mit einem Apfel und nannten die Frucht "melanzane". Dies geht auf "mela insana" = "mad apple" zurück, und bezieht sich auf die der Frucht nachgesagte Giftigkeit (ital. "insania" = "Wahnsinn", "Geisteskrankheit" / engl. "insane" = "geisteskrank", "wahnsinnig").

Le mot "aubergine" provençal ou catalan correspondant est d'origine arabe.

Übrigens ist es den Arabern (die von 711 bis 1492 mehr oder weniger grosse Teile der baskischen Halbinsel beherrschten) und ihren Bewässerungsmethoden zu verdanken, dass in Spanien und Europa weitere Nutzpflanzen eingeführt wurden, wie etwa Baumwolle, Zuckerrohr, Reis, Spinat, Artischicken, Wassermelonen, Zitronen, Orangen, Aprikosen, Bananen, Datteln, Mandeln, Äpfeln, Birnen, Feigen, Granatäpfel, Safran und andere Gewürze.
(nach Karfunkel Nr.58, Juni-Juli 2005)

Erstellt: 2005-06

Ase, Esel, ay, ásou, âne (W1)

(E1)(L1) http://www.etymologie-occitane.fr/


(E?)(L?) http://racamg.perso.sfr.fr/
Der katalanische/okzitanische "ase" kommt dem dt. "Esel" schon recht nahe. Im Provenzalischen wurde "ase" zu "ay" und im Gaskognisch zu "ásou".
Der Frz. "âne" scheint mit dem dt. "Esel" nichts mehr zu tun zu haben. Dennoch gehen alle auf lat. "asinus" zurück. Im dt. "Esel" überlebte das "s", das jedoch auch im frz. "âne" (ursprünglich "asne") als "Accent circonflexe" noch zu erkennen ist (vgl. altfrz. "hostel" > frz. "hôtel").
Damit hat eher der dt. "Esel" das "n" verloren - oder wurde im Laufe der Zeit das "n" zu "l"?.

Erstellt: 2005-06

iecat - Diccionari català-valencià-balear (DCVB)
auch Alcover genannt

(E1)(L1) http://dcvb.iecat.net/
Ein 10-bändiges, einsprachiges, katalanisches Wörterbuch online.
In diesem hervorragenden Angebot findet man auch viele etymologische Hinweise zu katalanischen Begriffen - sofern man es versteht.

Erstellt: 2005-06

racamg
Mots catalans

(E1)(L1) http://www.etymologie-occitane.fr/


(E?)(L?) http://racamg.perso.sfr.fr/


(E?)(L?) http://racamg.perso.sfr.fr/Index%20reste.html#cat
Auf dieser Seite findet man viele katalanische Worte (Mots catalans) mit etymologischen Erklärungen und illustrierenden Bildern.

Erstellt: 2005-06

Buchtipp

Leider habe ich - wohl auf grund fehlender Sprachkenntnisse - kein etymologisches Werk zur Katalanischen Sprache in Papierform entdecken können. Deshalb führt die Buchempfehlung wieder zurück in etwas bekanntere Gefilde.

Die Buchempfehlung für heute ist:

Koester, Rudolf
Duden
Redensarten - Herkunft und Bedeutung

Duden Taschenbücher, Bd.29
Broschiert - 250 Seiten - Bibliographisches Institut, Mannheim
Erscheinungsdatum: Mai 1999
ISBN: 3411705019

Die Bedeutung und der kulturhistorische Hintergrund von rund 1.000 alltagssprachlich geläufigen Redensarten werden in diesem neuen Taschenbuch ausführlich erklärt.

Erstellt: 2005-06

Ausser Konkurenz

Als Offline-Werk ohne etymologische Absichten, jedoch zur katalanischen Sprache, sei wenigstens auf folgende Reisehilfe hingewiesen.

Radatz, Hans-Ingo
Kauderwelsch, Katalanisch Wort für Wort
Katalanisch für Globetrotter

Reise Know-How Verlag, Bielefeld
August 2001
Broschiert

Kauderwelsch, Katalanisch für Globetrotter
1 Hörkassette
Reise Know-How Verlag, Bielefeld

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Wortgeschichten

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Als Wortgeschichten habe ich mir heute einiges um "redout" vorgenommen.

Diesen Monat möchte ich Ihnen am Beispiel von "redout" auch etwas zur Entstehung der Beiträge des Etymologie-Portals vermitteln. Ausserdem erhalte ich ab und zu Hinweise von Lesern, denen die Gesamt-Struktur nicht ersichtlich ist. Deshalb möchte ich Ihnen auch gleichzeitig etwas zum Aufbau der Internetpräsenz näherbringen.

Ich hatte mir also vor einigen Wochen ein Buch von "Pierre-Joseph Redouté" mit dem Titel "Romantic Roses" gekauft. Und zwar weil "Pierre-Joseph Redouté" der Hofmaler der Kaiserin Joséphine Bonaparte die Rosen ihres Rosengartens "Malmaison" ("Jardin de Malmaison") gemalt hat ("Malmaison" = "schlechtes Haus", vielleicht weil das ursprüngliche - längst nicht mehr vorhanden Gebäude in schlechtem Zustand war...?). Die Lithographien der "Rosen" Redouté's erschienen 1817-1824.

Und natürlich gibt es auch eine Rose "Redouté", die nach ihm benannt wurde.

Frz. "redouté" geht zurück auf lat. "reducere" = "zurückführen" von lat. "re-" = "zurück" und lat. "ducere" = "führen", worauf auch "reduzieren" zurückgeführt werden kann. Und wer sich "zurückzieht", der "fürchtet" sich. Auch im Deutschen findet man gelegentlich noch die "Redoute" zum Beispiel als Bezeichnung für einen Ortsteil oder ein noch real vorhandenes "Bollwerk". Die "Festung" war eben das Bauwerk, in das man sich vor dem Feind "zurückzog".

(E?)(L?) http://www.laredoute.at/at/qui/qui.php
Einige Leser kennen vielleicht das französische Versandhaus "La Redoute". Das Stammhaus wurde 1875 von Joseph Pollet als Wollweberei in Roubaix gegründet - und zwar auf dem Gelände einer alten Festung (frz. "redoute"). Der Firmenname "LA REDOUTE" entsteht.

Und dann gibt es da z.B. noch engl. "redoubt" und "redoubtable" die auf der Seite "UK Militarismen" im "Etymologie-Portal" untergebracht sind.

redoubt
Duce
reduzieren (W3)

(E1)(L1) http://www.etymonline.com/


(E?)(L?) http://dictionary.reference.com/wordoftheday/archive/1999/06/11.html


(E?)(L?) http://dictionary.reference.com/wordoftheday/archive/2002/01/23.html


(E?)(L?) http://dictionary.reference.com/wordoftheday/archive/2005/04/12.html


(E1)(L1) http://www.wordsmith.org/awad/
Jul 03

Das engl. "redoubt" = "A small and usually temporary defensive fortification" = "Schanze", "Bollwerk", "Zuflucht" kam 1608 von frz. "redoute" nach England. Nach Frankreich kam es von ital. "ridotto" = "verkleinert", "reduziert", "gekürzt". Das lat. "reductus" hatte schon die Bedeutung "Zuflucht", "Schlupfwinkel", "verborgener Platz" und ist abgeleitet von lat. "reducere" = "zurückführen" von lat. "re-" = "zurück" und lat. "ducere" = "führen".

Die "Redoute" ist also der "Rückzugs-Ort" zum Sammeln der Verteidigungskräfte.

Mit lat. "ducere" hat man auch die Übersetzung von "Duce (del fascismo)" = "Führer (des Faschismus)", des Titels des italienischen Faschistenführers Benito Mussolini (1883-1945).
Das "b" in engl. "redoubt" hat sich übrigens, unter dem Einfluss von engl. "doubt" = "zweifeln", "misstrauen", eingeschmuggelt.

Übrigens lässt sich auch "reduzieren" direkt auf lat. "reducere" zurückführen und zwar im Sinne von "(auf das richtige Maß) zurückführen.

Erstellt: 2005-07

redoubtable (W3)

(E1)(L1) http://www.etymonline.com/


(E1)(L1) http://www.marthabarnette.com/learn.html


(E?)(L?) http://dictionary.reference.com/wordoftheday/archive/2004/05/17.html


(E1)(L1) http://www.wordsmith.org/awad/archives/0403
Das engl. "redoubtable" = "arousing fear or alarm", "formidable", "illustrious", "eminent", "worthy of respect or honor" = "furchtbar", "schrecklich", "gewaltig" geht zurück auf altfrz. "redouter" = "to dread" = "fürchten" und weiter auf lat. "redubitare" = "to fear", wörtlich "to doubt back at" von lat. "re-" + "dubitare" = "to doubt".
Wer "zweifelt" macht schon einen kleinen "Rückzieher".

Das, was einen zum "Rückzug" zwingt, ist also etwas "Furchteregendes", wörtlich eben "das zum Rückzug (zwingende)".

Worauf sich lat. "reducere" = "zurückführen" und lat. "redubitare" = "zurückzweifeln" gemeinsam zurückführen lassen ist allerdings noch etwas im Dunkeln.

Erstellt: 2005-07

Buchtipp

Die Buchempfehlung für heute ist:

Post, Rudolf
Kleines Pfälzisches Wörterbuch

Gebundene Ausgabe - Edition Tintenfaß
Erscheinungsdatum: Dezember 2000
ISBN: 393746705X

Der Text auf der Rückseite des Buches lautet:

Im Gegensatz zum großen, mehrbändigen Pfälzischen Wörterbuch soll dieses hier vorgelegte Wörterbuch vor allem einen Überblick über wichtige und interessante Wörter im Pfälzischen bieten, wobei diejenigen Wörter, die nicht in der Standardsprache vorkommen oder die sich in Lautung, ihrem Genus, der Flexion oder Bedeutung von ihr abheben, bevorzugt herausgestellt werden. In erster Linie wird also das mundartliche Sondergut berücksichtigt, besonders wenn es in einem größeren Gebiet bezeugt ist.

Das 167-seitige Werk versteht sich also nicht in erster Linie als etymologisches Werk, aber man findet denoch genügend Hinweise auf die Herkunft Pfälzischer Ausdrücke.

Erstellt: 2005-07



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Wortgeschichten

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Als Wortgeschichten habe ich heute einige Anmerkungen zum schnellfüssigen Achilles ausgesucht.

Die griechische und römische Mythologie (griech. "mythología" = "die Kunde, das Erzählen von (Götter-)Geschichten") haben durchaus einen kulturellen Status und können als Frühformen der Psychoanalyse und soziologischer Studien durchgehen.
(Eigentlich ist es ja ein weisser Schimmel: griech. "mýthos" = "Rede" & griech. "lógos" = "Rede" ergibt "Rede-Rede".)
Dagegen gibt es andere Mythologien, die eher als mystische (griech. "mystikós", lat. "mysticus" = "geheimnisvoll"), also geheimnisvolle Phantasien erscheinen.

Aus beiden Bereichen gibt es heute ein Beispiel.

Und da es sich hier ansatzweise um Personen, wenn auch eingebildete Erscheinungen handelt ist eine Literaturempfehlung mit dem Thema "Namen, die zu Wörtern wurden", also sogenannter Eponyme", sicherlich nicht fehl am Platz (griech. "epi-" = "daneben", "bei" & "ónyma" = "Name", also etwa griech. "eponymos" = "nach einem Namen").

Achille (W3)

(E?)(L?) http://www.behindthename.com/php/view.php?name=achille


(E?)(L?) http://www.behindthename.com/php/view.php?name=achilles


(E?)(L?) http://www.heiligenlexikon.de/Vornamen/A.htm#Achilleus


(E?)(L?) http://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Achilleus.htm


(E?)(L?) http://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Achillas.html
Der frz., ital. "Achille" geht auf den griech. "Achilles" zurück.

Erstellt: 2005-08

Achilles (W3)

(E?)(L?) http://www.behindthename.com/php/view.php?name=achilles


(E?)(L?) http://www.achilles.de/


(E?)(L?) http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/122.html
Der aus der griech.Mythologie bekannte "Achilles" hat seinen Namen möglicherweise von griech. "achos" = "Schmerzen", "Kummer" oder von dem griech. Fluß "Achelous".

(E?)(L?) http://www.zoope.com/a/a_names.html
Hiernach bedeutet der Name "Achilles" griech."AH-kil-eez" = "without lips".

(E?)(L?) http://www.achilles.de/
Die "Achilles-Gruppe" scheint nach einem Gründer "Werner Achilles" benannt worden zu sein.

(E?)(L1) http://www.gutenberg.org/etext/4714
Lee, Jennette Barbour Perry (1860-1951)
Mr. Achilles
English

(E?)(L1) http://www.gutenberg.org/etext/2395
Creator: Colum, Padraic (1881-1972)
Title: The Golden Fleece and the Heroes Who Lived Before Achilles
Language: English
LoC Class BL: Philosophy, Psychology, Religion: Religion: General, Miscellaneous and Atheism
Subject: Mythology, Classical
Subject: Mythology, Greek
Subject: Argonauts (Greek mythology)
EText-No. 2395
Release Date 2000-11-01
Copyrighted No
Reviews There is a review of this book available.

(E?)(L1) http://www.perseus.tufts.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.04.0010
John H. Oakley, The Achilles Painter

Erstellt: 2005-08

Achillesferse, Achilles heel (W3)

(E2)(L2) http://www.blueprints.de/wortschatz/


(E?)(L?) http://wordcraft.infopop.cc/eponyms.htm


(E?)(L?) http://www.kl.oakland.edu/kraemer/edcm/


(E?)(L?) http://www.lib.ru/ENGLISH/american_idioms.txt


(E?)(L?) http://www.perseus.tufts.edu/cgi-bin/vor?lookup=achilles&collection=


(E?)(L?) http://www.perseus.tufts.edu/Secondary/Painter_Essays/Achilles_7.html


(E?)(L?) http://www.phrases.org.uk/meanings/23400.html


(E1)(L1) http://www.prismenfernglas.de/etymologie1.html


(E1)(L1) http://www.w-akten.de/begrifflichkeiten.phtml


(E?)(L?) http://www.wein-plus.de/glossar/Achilles.htm


(E?)(L?) http://en.wikipedia.org/wiki/Achilles


(E?)(L?) http://www.wispor.de/wpx-ku91.htm#achill


(E1)(L1) http://www.wordsmith.org/awad/archives/0500
Der Wunde Punkt eines Menschen wird oft nach dem verwundbaren Punkt des Achilles benannt.

Nach der griechischen Sage tauchte die Meeresgöttin Thetis ihren Sohn Achilles, um ihn unverletzlich zu machen, in das Wasser des unterweltlichen Flusses Styx. Nur die Ferse, an der sie ihn hielt, blieb unbenetzt und daher verwundbar. Später wird Achilles durch Apollo (in der Gestalt des Paris) durch einen Pfeilschuss in ebendiese Ferse getötet.
Als "Archillesverse" bezeichnet man heute die schwache, verwundbare Stelle eines sonst tüchtigen Menschen bzw. den "wunden Punkt" einer Person.
(© blueprints Team)

Erstellt: 2005-08

Abraxas
Abraxassteine
Abraxasgemme (W3)

Der geheime Name Gottes in der Gnostik (auch "Aeon" genannt) wird spätgriech. für "Zauberformel" benutzt und heute für "Zauberwort" auf Amuletten. Es geht zurück auf den Gnostiker Basileides (365 n.Chr.). Das Wort "Abraxas" setzt sich möglicherweise aus den Anfangsbuchstaben hebr. Gottesnamen zusammen.

"Abrax" und "Abraxas" kommen auch als Pferdenamen vor.

(E2)(L1) http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_48.html


(E2)(L1) http://www.beyars.com/lexikon/lexikon_11.html


(E1)(L1) http://www.takeourword.com/Issue061.html


(E?)(L?) http://www.beepworld.de/members22/jaara/pferdenamen.htm


(E?)(L?) http://www.abraxasrecords.com/
Auch ein Label "ABRAXAS Records" ist bekannt.

(E?)(L?) http://www.quakpiep.de/Barks.html
In Barks Tierleben gibt es einen Schmetterling namens "Abraxas ambulantus".

Der "Abraxas-Stein" war eine magische Gemme, die als Amulett genutzt wurde.

Erstellt: 2005-08

germanenglishwords - Deutsche Wörter im Englischen

(E3)(L1) http://www.germanenglishwords.com/
Hier findet man eine alphabetisch sortierte Sammlung von deutschen Wörtern, die ihren Weg nach England geschafft haben.

This is a dictionary of some German words used in the English language (Germanisms), each with a literal or German meaning, English definition and sometimes actual sample sentence(s) from literature and the Internet.

Some German words like "kindergarten" are so Anglicized that they are now considered English words borrowed from German. Such words are called loan words or loanwords. "Loan word" itself is a literal translation of the German "Lehnwort", making it a "loan translation", "loan translation" itself being a "loan translation" of "Lehnübersetzung". "Loan translations" are also called "calques".

Other German words like "Waldsterben" are still considered foreign words used in English and often describe a particular technical term. Foreign words are usually italicized.
...


Erstellt: 2005-08

Buchtipp

Die Buchempfehlung für heute ist:

Lewinsky, Tamar
Geflügelte Namen
Das Lexikon unbekannter Bekannter von Achilles bis Graf Zeppelin

Gebundene Ausgabe
325 S.
Vma-Vertriebsgesellschaft, Wiesbaden
Erscheinungsdatum: 2001


In diesem Band ranken sich Fakten, Bilder, Anekdoten, Geschichten und Histörchen um über 250 Begriffe, die auf Eigennamen zurückgehen. Neben einer höchst vergnüglichen Lektüre bietet das Buch gleichzeitig eine spannende und faszinierende Kulturgeschichte von Achilles bis Graf Zeppelin.


Vorgestellt werden:

Achillesferse | Adamsapfel | Adonis | Alexandriner | Algorithmus | Alzheimerkrankheit | Amerika | Ammoniak | Ampère | Äolsharfe | Äolsball | Äolisch | Äonen | Aphridisiakum | Apollinaris | Äskulapstab | Argusaugen | Arlber-Kandahar-Rennen | Atlas | Augiasstall | August | Axel | Baedeker-Reiseführer | Ballhornisieren | Verballhornen | Bandoneon | Bandonion | Basedowsche Krankheit | Basedowaugen | Béchamelsauce | Becircen | Bernhardinerhund | Biedermeierstil | Bilharziose | Birchermüesli | Bobby | BörseBougainvilla | Boykott | Brailleschrift | Brockhaus-Enzyklopädie | Büchmann | Büchse der Pandora | Bunsenbrenner | Buridans Esel | Cabal | Kabale | Cadillac | Caran d'Ache | Casanova | Cäsarenwahn | Cäsarismus | Celsius | Chauvinismus | Chinarinde | Cinchona | Chippendale | Colt | Coulomb | Coulombsche Gesetze | Daguerreotypie | Dahlie | Damoklesschwert | Davidstern | Davis Cup | Derby | Dicke Bertha | Dienstag | Dixieland | Dollar | Dolomiten | Donnerstag | Draisine | Drakonische Strafe | Duden | Dummer August | Echo | Eiffelturm | Enzian | Epikureer | Erotik | Eros | Esperanto | Europa | Everest | Fahrenheit | Farad | Faradayscher Käfig | Faradaysche Gesetze | Fara Morgana | Fatzke | Faun | Fauna | Fiaker | Flora | Freitag | Frisbee | Fuchsie | Furie | Gallium | Galvanismus | Geigerzähler | Glaubersalz | Gordischer Knoten | Götze | Grahambrot | Grog | groggy | Guillotine | Halleyscher Komet | Hammondorgel | Hanswurst | Haribo-Goldbären | Harlekin | Herkulesarbeit | Aphroditos | Hermaphroditos | Hermetisch | Hermeneutik | Hermetismus | Hertz | Hiobsbotschaft | Hiobspost | Hippokratischer Eid | Homerisches Gelächter | Homerische frage | Hortensie | Hyazinthe | Hygiene | Hypnose | Iris | Isabellen-Schimmel | Isabellenfarbe | Jacke | Januar | Joule | Jovialität | jovial | Juni | Juli | Julianischer Kalender | Kabale | Cabal | Kainsmal | Kaiser | Kaiserschnitt | Kamelie | Kardangelenk | Kardanische Aufhängung | Kardanwelle | Kardanische Formel | Kneippkur | Knickerbocker | Knigge | Köchelverzeichnis | Kondom | Krösus | Kyrillisches Alphabet | Lappalie | Lazarett | Leibnizkeks | Leviten lesen | Litfaßsäule | Lobelie | Lukullisches Mahl | Lynchen | Mach | Maggi-Suppenwürze | Maggikraut | Mansarde | Marionette | Marotte | März | martialisch | Masochismus | Mausoleum | Megäre | Furie | Melitta-Filtertüten | Mentor | Mercedes | Mercerisieren | Merian-Reiseführer | Methusalem | Molotowcocktail | Moneten | Monroedoktrin | Montessori-Schulen | Montgolfiere | Morsen | Münze | Myrrhe | nach Adam Riese | Nansen-Paß | Narzisse | Narzißmus | Nescafé | Newton | Nickel | Pumpernickel | Nikotin | Nimrod | Notar | Ödipuskomplex | Odyssee | Ohm | Ölgötze | Götze | Götzendienst | Omnibus | Onanie | Oscar (Academy Award) | Ottomotor | Ozean | Pamphlet | Panik | Panflöte | Paparazzo | Paparazzi | Pappenheimer | Parkinsonsche Krankheit | Parkinsonsches Gesetz | Pasteurisation | Philippika | Piepmatz | von Pontius zu Pilatus | Platonische Liebe | Plutokrat | Plutokratie | Pompadour | Potemkinsche Dörfer | Praline | Prießnitzumschlag | Pulmannwagen | Pumpernickel | Pyrrhussieg | Quisling | Rasta | Reaumur-Skala | Reineclaude | Reneklode | Röntgenstrahlen | Rorschachtest | Rüpel | Sachertorte | Sadismus | Sandwich | Saxophon | Scharwenzel | scharwenzeln | Schillerlocke | Schillerkragen | Schinderhannes | Schlendrian | Schmock | Schrapnellgeschoß | Schrebergarten | Schrothkur | Schwarzpulver | Silhouette | Silvester | Sisyphusarbeit | Sorbonne | Sousaphon | Steinerschule | Sütterlinschrift | Syphilis | Harter Schanker | Lustseuche | Franzosenkrankheit | Taler | Dollar | Talmi | Tantalusqualen | Teddybär | Thespiskarren | Tournedos à la Rossini | Veitstanz | Venus | Venerische Krankheit | Volt | Von Pontius zu Pilatus | Vulkan | Waldorf-Astoria-Hotel | Waldorfsalat | Waldorfschule | Walpurgisnacht | Wankelmotor | Watt | Weckglas | Xanthippe | Yale-Universität | Zar | Zeppelin

Erstellt: 2005-08

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Etymologie-Portal - Newsletter

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Liebe Etymologie-Amateure (und Profis),

ich begrüsse Sie zum neuen Etymologie-Newsletter.

In den vergangenen Wochen habe ich (u.a.) einige Beiträge und Links zur "Indogermanischen Sprache" ausgewertet und gesammelt. Da ich immer wieder Hinweise erhalte, dass den Besuchern des Etymologie-Portals die Naviagtion schwer fällt, möchte ich an diesem Beispiel einmal auf die Gedanken dahinter eingehen.

Bisher hatte ich vier Seiten zum Thema "Indogermanisch": "AT Indogermanisch", "DE Indogermanisch", "UK Indogermanisch", "US Indogermanisch". Ich habe mich nun jedoch entschlossen, hier nicht die Herkunft der entsprechenden Sites zu berücksichtigen, sondern das Thema "Indogermanisch" auf einer Seite zusammenzufassen. Und nun stellte sich die Frage, welchem Land ordne ich dieses Thema zu und welchem Thema. Ich habe mich entschieden es "Europa" zuzuordnen, weil ausserhalb Deutschlands eher von "Indoeuropäisch" (engl. "indo-european") als von "Indogermanisch" gesprochen wird. ("Indien" wäre auch möglich gewesen.)
Und als Thema habe ich mich für "Untergegangene Worte" entschieden, da es sich bei den indogermanischen Wörtern, die allgemein mit vorangestelltem "*" gekennzeichnet werden, um untergegangene Wörter handelt (die zudem noch komplett konstruiert wurden).
Somit sind die Beiträge zu "Indogermanisch"/"Indoeropäisch" komplett auf der Seite "EU untergegangene Wörter" zu finden.
Der Zugang ist natürlich auch über die Stichwortliste in der rechten Navigationsleiste über "Indogermanisch" und "Indoeuropäisch" möglich.

Ich hoffe, dass dieser Hinweis nicht zur Verwirrung beiträgt sondern zum Verständnis der Zuordnungskriterien auf dem Etymologie-Portal.

Die HTML-Version finden Sie auf dem Etymologie-Portal in der Rubrik "Newsletter".

Sie finden in diesem Newsletter:

Das Wort des Monats September ist "Das kommt mir spanisch vor"

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Die Wortgeschichte von Christoph Gutknecht ist auf dem Etymologie-Portal in der rechten Navigationsleiste unter "Das Wort des Monats auf http://www.etymologie.info/" aufzurufen.

Wortgeschichten

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Als Wortgeschichten habe ich mir heute den Zwitter "Grimm'sche Gesetze" und die Herkunft der Begriffe "indogermanisch" und "indoeuropäisch" vorgenommen.

Grimm's law, Grimm'sche Gesetze (W2)

(E2)(L2) http://www.encyclopedia.com/html/g/grimmsla.asp's_law.htm


(E1)(L1) http://www.historychannel.com/thcsearch/thc_resourcedetail.do?encyc_id=210992


(E2)(L2) http://www.infoplease.com/ce6/society/A0821874.html


(E?)(L1) http://agora.qc.ca/mot.nsf/Dossiers/Jacob_Grimm


(E1)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Grimms_Gesetz

"Grimm's Gesetz" ist ein Prinzip der Etymologie - it is a principle of relationships in Indo-European languages, first formulated by Jakob Grimm in 1822 and a continuing subject of interest and investigation to 20th-century linguists. It shows that a process - the regular shifting of consonants in groups—took place once in the development of English and the other Low German languages and twice in German and the other High German languages. The first sound shift, affecting both English and German, was from the early phonetic positions documented in the ancient, or classical, Indo-European languages (Sanskrit, Greek, Latin) to those still evident in the Low German languages, including English; the second shift affected only the High German languages, e.g., standard German.
Grimm's law shows that


Jakob Grimm wird also die Formulierung der Gesetze der Lautverschiebung zugeschrieben. Diese Gesetzmäßigkeiten erlauben es, Entwicklungen heutiger Wörter zurück zu verfolgen um auf mögliche gemeinsame Ausgangswörter zu schliessen. Diese Gesetze bilden somit eine wesentliche Grundlage der Etymologie.
Dennoch gibt es Stimmen, die besagen, dass jegliche Aussagen, die sich nicht auf schriftliche Belege beziehen, unseriös sind. Das ist auch der (nachvollziehbare) Grund, weswegen viele Angaben zur Herkunft von Wörtern bei den Römern und den Griechen enden. Davor sind schriftliche Quellen eher selten und die Germanen hatten noch nicht flüssig schreiben gelernt.

"rasscass" bietet Biographien zu den Grimms.

Übrigens gibt es neben der wissenschaftlichen Bedeutung der "Grimm'schen Gesetze" noch einen weiteren Grund, sie im Etymologie-Portal aufzunehmen. Als Begriff, der nach einem Personennamen gebildet wurde, handelt es sich ja auch um ein Eponym (wenn auch nicht um ein sauberes wie etwa beim Verb "röntgen").

Erstellt: 2005-09

Indoeuropäisch, Indoeuropäische Sprachen
Jones, William - Bopp, Franz - Schleicher, August (Sprachforscher)

(E?)(L?) http://culturitalia.uibk.ac.at/hispanoteca/Lexikon%20der%20Linguistik/i/INDOEUROPÄISCH.htm


(E?)(L?) http://culturitalia.uibk.ac.at/hispanoteca/Lexikon%20der%20Linguistik/i/INDOGERMANISCH%20%20%20Indogermánico.htm


(E1)(L1) http://en.wikipedia.org/wiki/IndoEuropean


(E1)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Indogermanen


(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Indoeurop%C3%A4ische_Sprachen


Während in Deutschland überwiegend von "indogermanisch" gesprochen wird, findet man in anderen Ländern vorwiegend die Bezeichnung "indoeuropäisch" bzw. "indoeuropean". Da die germanischen Sprachen ja nicht die einzigen westlichen Vertreter dieser grossen Sprachfamilie sind ist der räumliche Bereich "Indien-Europa" wohl eher zutreffend. Man sollte also eher von "indoeuropäisch" als von "indogermanisch" sprechen. Aber da es hier noch keine eindeutige Festlegung gibt, sei es auch dem "Etymologie-Portal" nachgesehen, wenn die Bezeichnungen "indogermanisch", abgekürzt "idg." und "indoeuropäisch", abgekürzt "ie.", "ide." nebeneinander verwendet werden.

Um 1800 rückte die Ähnlichkeit indischer und europäischer Sprachen ins Bewusstsein. Wegbereiter war der englische Orientalist "William Jones" (1786) der für Sanskrit und einige europäische Sprachen eine gemeinsame Wurzel postulierte. Der Deutsche "Franz Bopp" brachte 1816 in seinem Buch "Über das Konjugationssystem der Sanskritsprache in Vergleichung mit jenem der griechischen, lateinischen, persischen und germanischen Sprache" den methodischen Beweis für die Verwandtschaft dieser Sprachen und gilt daher - zumindest im deutschen Sprachraum - als Entdecker des Indoeuropäischen - von ihm "indogermanisch" genannt.

Der deutsche Linguist "August Schleicher" erstellte einen "Stammbaum", der den Ursprung und die Verwandtschaftsstruktur der als indoeuropäisch erkannten Sprachen wiedergibt. August Schleicher war wohl auch der erste, der den Versuch unternahm, das hypothetische Protoindoeuropäische zu rekonstruieren. Er übersetzte sogar die Fabel "Das Schaf und die Pferde" in die von ihm konstruierte Sprache als "Avis akvasas ka".
Man muss sich aber darüber im klaren sein, dass solche Rekonstruktionen in der Regel zu Wortwurzeln führen, aus denen durch Erweiterung einzelsprachliche Wörter entstanden sind. Eine Grundsprache im Sinne eines kommunikativen Verständnisses ist dies nicht.

Zur Lokalisierung der ehemaligen "Indoeuropäischen Sprache", also die Heimat der "Indoeuropäer" gibt es bis heute unterschiedliche Ansichten. Es ist sogar strittig, ob eine "Urheimat" überhaupt definiert werden kann, weil schon deren Existenz nicht gesichert werden könne, geschweige denn eine auch nur mehr als vage zeitliche und räumliche Ansetzung möglich sei.

Die Unterteilung der indoeuropäischen Sprachen sieht folgende Untergruppen:

Erstellt: 2005-09



Bei meinem Streifzug durch die indoeuropäische Webwelt sind mir einige Seiten aufgefallen. Zwei davon möchte ich Ihnen im heutigen Newsletter empfehlen. Weitere Links und Hinweise zu indoeuropäischen Sites finden Sie im Etymologie-Portal.

koeblergerhard.de
Köbler, Gerhard
Indogermanisches Wörterbuch, (3. Auflage) 2000

(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/idgwbhin.html

Das vielleicht um 2000 v. Chr. in der Mitte zwischen Indien und Europa verbreitete, nur wissenschaftlich aus jüngeren Folgesprachen (z. B. Altindisch, Altiranisch, Griechisch, Lateinisch, Germanisch usw.) rekonstruierbare Indogermanische eines namentlich unbekannten Volks ist die seit etwa 200 Jahren erkannte, gemeinsame Vorstufe für die mit rund 70 lebenden Sprachen am weitesten verbreitete Sprachengruppe der Erde. Weil die Sprachwissenschaft kein meinen Vorstellungen vollständig entsprechendes Wörterbuch aufwies, versuchte ich schon 1980 ein indogermanisch-neuhochdeutsches und neuhochdeutsch-indogermanisches Wörterbuch, das 1982 in 2. Auflage erschien. Mit Hilfe der modernen Elektronik kann ich es im Rahmen meiner Internationalen Germanistischen Etymologischen Lexikothek in maschinenlesbarer, erweiterter und verbesserter Form der Allgemeinheit zur Verfügung stellen (835 S., etwa 6500 Ansätze und Verweise).

Das ins Internet gestellte Wörterbuch wird nach den einzelnen Buchstaben aufgeteilt in:
Vorwort | A | B | Bh | C | D | Dh | E | F | G | Gh | Gw | Gwh/Gwh | H | I | I (J) | K | Kw | L | M | N | O | P | Ph | Q | R | S | T | TH | U | U (W) V | W | X | Y | Z


Erstellt: 2005-09

Buchtipp

Die Buchempfehlung für heute ist:

Meier-Brügger, Michael - Indogermanische Sprachwissenschaft

Meier-Brügger, Michael - Fritz, Matthias - Mayrhofer, Manfred - Krahe, Hans
Broschiert - Gruyter
ISBN: 3110172437

Kurzbeschreibung
Mit der 8., überarbeiteten Auflage des Studienbuchs "Indogermanische Sprachwissenschaft" liegt nun eine verbesserte Fassung vor. Dieses Studienbuch ist als Einführung konzipiert. Es stellt verständlich und informativ die Probleme und Themen der Indogermanischen Sprachwissenschaft aus heutiger Sicht dar. Die Forschung von 1945 bis heute wurde umfassend eingearbeitet. Nicht nur die Laut- und Formenlehre, sondern auch Syntax und Wortschatz werden ausführlich dargestellt.

Erstellt: 2005-09

Neue Begriffe im Etymologie-Portal
2005-09-25 - 2005-10-02



Neue Begriffe im Etymologie-Portal
2005-10-02 - 2005-10-09



Neue Begriffe im Etymologie-Portal
2005-10-09 - 2005-10-16



Neue Begriffe im Etymologie-Portal
2005-10-16 - 2005-10-23

Neue Begriffe im Etymologie-Portal
2005-10-23 - 2005-10-30

Das Wort des Monats Oktober ist "Mätresse"

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Die Wortgeschichte von Christoph Gutknecht ist auf dem Etymologie-Portal in der rechten Navigationsleiste unter "Das Wort des Monats auf http://www.etymologie.info/" aufzurufen.

Wortgeschichten

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Als Wortgeschichten stelle ich Ihnen heute die Kunstsprachen "Esperanto" und "Volapük" und das Gesetz von Zipf vor.

Esperanto (W3)

"Esperanto" (von span., "der Hoffende"), ist eine Welthilfssprache, die vom Warschauer Augenarzt Zamenhof konstruiert und 1887 veröffentlicht wurde. Sie sollte der internationalen Verständigung dienen.
"Esperanto" besteht aus rund 80.000 Wörtern und wird heute weltweit von zwischen 1 und 8 Mio. Menschen gesprochen.

Erstellt: 2005-10

Volapük (W3)

(E?)(L?) http://www.omniglot.com/writing/volapuk.htm


(E?)(L?) http://www.google.de/search?hl=de&q=volapük&meta=
Der erste, der nachweislich das Problem einer Universalsprache anschnitt ist Galen, ein griechischer Arzt, der seine Praxis im 3.Jh. in Rom hatte.
Der erste, der das Thema in einem eigenen Werk behandelte war P. Hermann Hugo in seinem Werk "De prima scribendi origine et universa rei litterariae antiquatate", das 1617 in Antwerpen veröffentlicht wurde.
Johann Martin Schleyer machte sich schliesslich Ende des 19.Jh. daran eine solche Weltsprache zu definieren. Seine Ergebnisse wurde 1879 zum ersten Mal veröffentlicht.

Die Bezeichnung "Volapük" setzt sich dabei aus den Volapük-Wörtern "vol" = frz. "univers", dt. "Welt" und "pük" = frz. "langue", dt. "Sprache" zusammen; heisst also "Universalsprache".

Erstellt: 2005-10

Zipfs Gesetz (W2)

(E6)(L1) http://linkage.rockefeller.edu/wli/zipf/
Dieses Gesetz trägt den Namen seines Erschaffers. Es wurde in den 30er Jahren von dem Linguisten George K. Zipf aufgestellt und besagt, dass zwischen dem Rang eines Worts in einer Häufigkeitsliste und der absoluten Häufigkeit des Worts in einem Text eine konstante Beziehung besteht.
Zipf's law, named after the Harvard linguistic professor George Kingsley Zipf (1902-1950), is the observation that frequency of occurrence of some event (P), as a function of the rank (i) when the rank is determined by the above frequency of occurrence, is a power-law function P(i) ~ 1/i**a with the exponent a close to unity.

Um Ihnen die Rechenarbeit abzunehmen:
Vereinfacht gesagt das am zweithäufigsten vorkommende Wörter eines grösseren Textes kommt 1/2 mal so oft vor wie das häufigste; das dritthäufigste kommt 1/3 mal so oft vor und so weiter. Also das i-t-häufigste Wort kommt 1/i mal so oft vor wie das häufigst vorkommende Wort.
Interessant ist, dass dieses Gesetz auch in anderen Bereichen zu erkennen ist: in Bevölkerungszahlen von Städten, in Einkommensverteilungen, und auch in den Zugriffsstatistiken im Internet.

Erstellt: 2005-10

ethnologue - Languages of the world and a whole lot more! - Language family index - Language name index

(E1)(L1) http://www.ethnologue.com/


(E1)(L1) http://www.ethnologue.com/web.asp


(E1)(L1) http://www.ethnologue.com/language_index.asp


(E?)(L?) http://www.ethnologue.com/codes/default.asp
Three-letter codes for identifying languages

(E1)(L1) http://www.ethnologue.com/web.asp
Artikel zu 6.800 Sprachen in 228 Ländern; 39.000 Stichwörter zu Sprachennamen, Dialekten und Varianten; SIL International:
Languages of the world; Country index with maps; Language names; Language codes; Language families; Introduction to Etymology; Sources of First Names; Elements in First Names; The Most Popular Names; Namesakes

Diese Site bietet eine wirklich umfassende Übersicht der Sprachen der Erde!!!

Erstellt: 2005-10

Buchtipp

Die Buchempfehlung für heute ist:

Klose, Albrecht
Sprachen der Welt
Languages of the World

Ein weltweiter Index der Sprachfamilien, Einzelsprachen und Dialekte, mit Angabe der Synonyma und fremdsprachigen Äquivalente.
A Multi-lingual Concordance of Languages, Dialects and Language-Families

Sprache: Englisch
Sondereinband - 556 Seiten - Saur
Erscheinungsdatum: Dezember 2001
Auflage: 2nd Rev&Ex
ISBN: 3598114044

Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe - 870 Seiten
Erscheinungsdatum: 1987
ISBN: 359810443X

Erstellt: 2005-10

Neue Begriffe im Etymologie-Portal
2005-10-30 - 2005-11-06

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2005-11-06 - 2005-11-13

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2005-11-13 - 2005-11-20



Neue Begriffe im Etymologie-Portal
2005-11-20 - 2005-11-27

Das Wort des Monats November ist "Lebemann"

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Die Wortgeschichte von Christoph Gutknecht ist auf dem Etymologie-Portal in der rechten Navigationsleiste unter "Das Wort des Monats auf http://www.etymologie.info/" aufzurufen.

Wortgeschichten

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Als Wortgeschichten habe ich mir heute zwei Hausdiener ausgesucht, die aus Frankreich nach England kamen, dort zu achtenswerten Berufen avancierten und schließlich zu Familiennamen wurden. Einer brachte es sogar zur Ehrenbezeichnung.

Butler (W2)

Der englische Familienname "Butler" geht auf den Berufsstand des Kellermeisters zurück. Der Kellermeister der später auch zum Hausdiener mutierte, erhielt seinen Namen von der Flasche: engl. "butler" geht zurück auf afrz. "bouteillier" = "Kellermeister" eigentlich "Flaschner", und stammt weiter vom lat. "buticula" = "Fässchen", "Krug" ab.


"Butler" is an English and Irish Occupational name for the wine steward, who was the chief servant of a medieval household, from Anglo-Norman French "butuiller" = "bottle". In the households of nobility, the title denoted an officer of rank and responsibility.


Erstellt: 2005-11

Chamberlin, Chamberlain, Chamberlaine, Chamberlayne, Chamberlen, Champerlen (W2)

Dem engl. "Chamberlin" erging es ähnlich wie dem "Butler". Während der "Butler" im Keller die Weinflaschen sortierte, musste sich der "Kammerdiener" um die standesgemäße Kleidung des Hausherrn kümmern. Später wurde er zur Rangbezeichnung und zum Familiennamen.


Chamberlin: is a variation of Chamberlain, an English Occupational name that originally was the job held by the one who was in charge of the private chambers of the master of the house, and later was a title of high rank. Variations include Chamberlaine, Chamberlayne, Chamberlen, and Champerlen.


Der Kammerdiener konnte sogar zum "Lord Chamberlain of the Household" = "Vorsteher des königlichen Hofstaates" aufsteigen.

Erstellt: 2005-11

Buchtipp

Die Buchempfehlung für heute ist:

passend zum Thema gibt es auch eine Buchempfehlung zu englischen Vornamen.

Hanks, Patrick
A Dictionary of First Names

von Patrick Hanks, Flavia Hodges
Sprache: Englisch
Broschiert - 443 Seiten - Oxford University Press
Erscheinungsdatum: 30. März 2005
ISBN: 0198607644


...
A wonderful book that provides the origins of 7,000 names found in the English-speaking world, giving their history, usage trends, and explaining how they are used in other languages. In addition, each entry highlights influences that determine popularity. Supplements list names from the often difficult to find Arab world and the Indian subcontinent.
...
It gives detailed etymologies of names, of famous persons bearing the name, and cross-references different forms of the name (as nick, male/female, and other languages).
...


Erstellt: 2005-11

Neue Begriffe im Etymologie-Portal
2005-11-27 - 2005-12-04

Neue Begriffe im Etymologie-Portal
2005-12-04 - 2005-12-11

Neue Begriffe im Etymologie-Portal
2005-12-11 - 2005-12-18



Neue Begriffe im Etymologie-Portal
2005-12-18 - 2005-12-25

Das Wort des Monats Dezember ist "Hals- und Beinbruch"

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Die Wortgeschichte von Christoph Gutknecht ist auf dem Etymologie-Portal in der rechten Navigationsleiste unter "Das Wort des Monats auf http://www.etymologie.info/" aufzurufen.

Wortgeschichten

(E1)(L1) http://www.etymologie.info/
Als Wortgeschichten habe ich heute zwei Beispiele aus der unten aufgeführten Linkempfehlung ausgewählt.

Amtsschimmel (W2)

(E?)(L?) http://www.bedrohte-woerter.de/

Ebenso wie der Büro- und der Paragraphenhengst bevorzugt dieses Pferd eine natürliche Umgebung aus Yuccapalmen und Topfpflanzen und ernährt sich bevorzugt von Heftklammern und Ringlochverstärkern. Wenn Bürokraten den Amtsschimmel satteln, dann kann man sich auf lange Wartezeiten einstellen. Das alte Wort hat allerdings nichts mit verschimmelten Akten oder berittenen Amtmännern zu tun.

Sprachhistoriker leiten es von einem "simile" (lat. für "ähnlich") genannten Standardformular der österreichischen Monarchie her, das ursprünglich bürokratische Prozesse beschleunigen sollte. Dies lief irgendwann schief, wie der Seufzer aus dem Volksmund belegt: "Von der Wiege bis zur Bahre: Formulare, Formulare...". Heute versucht man die Amtsschimmel in den zu Kompetenzzentren und Jobagenturen umgetauften Behörden zu dressieren. Wer allerdings glaubt, dass ein vormaliger Amtsschimmel für die Galopprennbahn taugt, der kann sich schon mal eine Nummer ziehen.


Erstellt: 2005-12

Xanthippe (W2)

(E?)(L?) http://www.bedrohte-woerter.de/

Früher, als man noch wusste, dass Sokrates mit einem echten Hausdrachen verheiratet war, ein ehrverletzendes Schimpfwort. Gab einem feministischen Zentralorgan der 1970er Jahre den Namen. Heute im Zuge der Emanzipation nicht mehr üblich. Stattdessen drucken sich Frauen "Zicke", "Schlampe" oder "Bitch" aufs T-Shirt. "Xanthippe" wurde dort noch nicht gesehen. Künftige Steigerungsformen will man sich lieber nicht vorstellen.


Erstellt: 2005-12

bedrohte-woerter
Bedrohte Wörter

Bedrohte Wörter erkennt man daran, dass sie nur noch selten benutzt werden und einem altmodisch vorkommen. Es können alte Modewörter sein, die sich inzwischen überlebt haben, zum Beispiel "dufte" oder "knorke". Oder Wörter, die in Vergessenheit zu geraten drohen, weil die Dinge, die sie bezeichnen, aussterben, z.B. "Wählscheibe" oder "Jutebeutel". Ebenso alte Wörter, die von neuen Wörtern (Neologismen) verdrängt werden, wie "Hagestolz" (heute "Single") oder "Backfisch" (heute "Teenager").

(E?)(L?) http://www.bedrohte-woerter.de/

Amtsschimmel | Bandsalat | Duttengretel | Elchtest | Flegel | Hupfdohle | intim werden | Jutebeutel | Kreiswehrersatzamt | Mittelläufer | Neufünfländer | Ober | Philister | Quarre | Rauke | Sommerfrische | tofte | urst | Vollbeschäftigung | Wählscheibe | Xanthippe | Yuppie | zechen


(E3)(L1) http://www.bedrohte-woerter.de/cgi-bin/guestbook.php.cgi
Im Gästebuch kann man ebenfalls einige Hinweise zu "bedrohten Wörtern" finden.

Erstellt: 2005-12

Buchtipp

Die Buchempfehlung für heute ist:

Mrozek, Bodo
Lexikon der bedrohten Wörter

(E?)(L?) http://www.bedrohte-woerter.de/
Sprache: Deutsch
Broschiert - 224 Seiten - Reinbek: Rowohlt-Verlag - Rowohlt Tb.
Erscheinungsdatum: Dezember 2005
8,90 Euro
ISBN: 3499620774

Am 2005-12-13 machte mich Herr Mrozek auf sein Projekt "Bedrohte Wörter" aufmerksam. Dieses beschäftigt sich mit vom Aussterben bedrohten Wörtern.
Veraltende Wörter werden gesammelt und auf einer roten Liste des Verschwindens veröffentlicht.
Eine Auswahl mit unterhaltsamen Wortgeschichten erscheint am 1. Dezember 2005 im Buchhandel.


Info:

Nichts bleibt wie es mal war: Kontinente versinken, Tierarten sterben aus, Bauwerke und Kunstgegenstände zerfallen zu Staub. Artenschutz und Konservierung haben heutzutage eine größere Bedeutung denn je. Den seltenen Tierrassen bleibt der Zoo als letzter Lebensraum, den Kulturgütern das Museum.

Doch auch zahlreiche Wörter der deutschen Sprache sind mehr und mehr vom Zahn der Zeit bedroht. Sei es, weil die Dinge, die sie bezeichneten, in der heutigen Welt nicht mehr existieren. Oder weil es sich um Modewörter der Vergangenheit handelt, die inzwischen einem Anglizismus unter die Räder gekommen sind.

Werden unsere Kinder und Kindeskinder noch wissen, was eine "Wählscheibe" ist, wenn sie auf den Tasten ihres Mobiltelefons tippen? Kann sich der aktive Sportler noch daran erinnern, dass sein flottes "Joggen" einstmals als "Dauerlauf" bezeichnet wurde, sein Schweiß treibendes "Fitnessprogramm" schlicht "Trimm Dich" war? Ob sich kommende Generationen noch entsinnen, dass es sich bei "Pomadenhengst" und "Hupfdohle" keinesfalls um seltene heimische Tierarten handelt?

Dem langsamen aber sicheren Aussterben seltener Wortgattungen tritt der Berliner Autor und Journalist Bodo Mrozek entgegen. Auf der Website "www.bedrohte-woerter.de" hat er ein Auffanglager für all die alten und aus der Mode geratenen Formulierungen erschaffen, die im schnelllebigen Sprachgebrauch der heutigen Zeit keinen Platz mehr gefunden haben.

Und er bittet auch Sie um Mithilfe: All jene, die noch den einen oder anderen dieser Wortveteranen in ihrem Wortschatz ihr eigen nennen, werden gebeten, ihn auf der genannten Webseite abzugeben. Die Sammlung erscheint im Dezember 2005 als "Lexikon der bedrohten Wörter" im Rowohlt Verlag.


Erstellt: 2005-12


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🀿 🁀 🁁 🁂 🁃 🁄 🁅
🁆 🁇 🁈 🁉 🁊 🁋 🁌
🁍 🁎 🁏 🁐 🁑 🁒 🁓
🁔 🁕 🁖 🁗 🁘 🁙 🁚
🁛 🁜 🁝 🁞 🁟 🁠 🁡

🁣 🁤 🁥 🁦 🁧 🁨 🁩
🁪 🁫 🁬 🁭 🁮 🁯 🁰
🁱 🁲 🁳 🁴 🁵 🁶 🁷
🁸 🁹 🁺 🁻 🁼 🁽 🁾
🁿 🂀 🂁 🂂 🂃 🂄 🂅
🂆 🂇 🂈 🂉 🂊 🂋 🂌
🂍 🂎 🂏 🂐 🂑 🂒 🂓

🂡 🂢 🂣 🂤 🂥 🂦 🂧
🂨 🂩 🂪 🂫 🂬 🂭 🂮
🂱 🂲 🂳 🂴 🂵 🂶 🂷
🂸 🂹 🂺 🂻 🂼 🂽 🂾
🃁 🃂 🃃 🃄 🃅 🃆 🃇
🃈 🃉 🃊 🃋 🃌 🃍 🃎
🃑 🃒 🃓 🃔 🃕 🃖 🃗
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