Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
EI Alles ist im Eimer
Etymologische Verwandtschaften, Bekanntschaften und Assoziationen
ist, *ues-

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*ues- (ide.) (W3)

Auf die Wurzel ide. "*ues-" werden folgende Worte und Konjugationsformen von "sein" zurück geführt:

Duden - Das Herkunftswörterbuch, 4. Aufl. Mannheim 2007


Die Formen des Hilfszeitworts werden in allen germ. Sprachen aus drei verschiedenen Stämmen gebildet:

1. Das Präteritum nhd. "war", "waren" (mhd. "was", "waren", ahd. "was", "warun", entsprechend got. "was", engl. "was" usw.) und das zweite Partizip "gewesen" (mhd. Neubildung) gehören zu dem unter "Wesen" dargestellten gemeingerm. Verb ahd. "wesan", got. "wisan" »sein«;

2. Die Präsensformen nhd. "ist", "sind", "seid" (Indikativ), "sei", "seist", "seien", "seiet" (Konjunktiv) werden in allen germ. Sprachen von der idg. Wurzel "*es-" = "sein" gebildet, die auch den Präsensformen von lat. "esse" (s. die Fremdwörter um "Essenz") und griech. "einai" = "sein" zugrunde liegt. Beachte besonders die Übereinstimmung von mhd., ahd., got. "ist", engl. "is", aisl. "es" mit lat. "est", griech. "estí", aind. "ásti" = "er ist" und von mhd., ahd. "sint", got., aengl. "sind" mit lat. "sunt", aind. "sánti" = "sie sind". Deutsche Neubildungen zu diesem Stamm sind der Infinitiv mhd., ahd. "sin", nhd. "sein", das erste Partizip mhd. "sinde", nhd. "seiend" und der Imperativ mhd. "bis" (s. unter 3), "sit", nhd. "sei", "seid". Hier galten früher nur Formen von ahd. "wesan";

3. Ursprünglich wurden auch die 1. und 2. Person des Indikativs mit Formen der idg. Wurzel "*es-" gebildet (z. B. engl. "I am", got. "im", aisl. "em" = "ich bin", entsprechend griech. "eimí", aind. "ásmi").

In den westgerm. Sprachen hat hier jedoch die Wurzel "*bheu-" = "wachsen", "werden", "sein" eingewirkt, die z. B. in engl. "to be" = "sein", aber auch in lat. "fui" = "bin gewesen" zugrunde liegt (vgl. "bauen"). So kam es zu den Mischbildungen nhd. "bin" (mhd., ahd. "bin", älter "bim", entsprechend aengl. "beom") und nhd. "bist" (mhd., ahd. "bis", "bist", aengl. "bis").

Der substantivierte Infinitiv "Sein" wird erst in nhd. Zeit gebräuchlich und bezeichnet im Unterschied zu dem ursprünglich gleichbedeutenden Wort "Wesen" (s. d.) vor allem die Tatsache oder Art des Vorhandenseins von Lebewesen und Dingen. Siehe auch den Artikel "Dasein".

Das Substantiv (mhd. "wesen", ahd. "wesan" = "Sein"; "Aufenthalt"; "Hauswesen"; "Wesenheit", "Ding") ist die Substantivierung des im Nhd. veralteten gemeingerm. Verbs "wesen", mhd. "wesen" = "sein", "sich aufhalten", "dauern", "geschehen", ahd. "wesan" (vgl. aber den Artikel "sein"), got. "wisan", aengl. "wesan", aisl. "vesa".

Es gehört zur idg. Wurzel "*ues-" = "verweilen", "wohnen", "übernachten". Vgl. aus anderen idg. Sprachen z. B. aind. "vásati" = dt. "verweilt", "wohnt", "übernachtet", "vástu-h" = "Aufenthalt", "Übernachten". Eine Bildung zu dem gemeingerm. starken Verb ist das unter "währen" behandelte Verb. Siehe auch die Artikel "abwesend", "Abwesenheit", "Verweser", "Anwesen" und "hiesig".

Abl.: "wesentlich" "besonders wichtig"; "grundlegend" (mhd. "wesen[t]lich", ahd. als Adverb "wesentliho" = "wesentlicherweise").


(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/idg/4A/idg.html

Köbler, Gerhard, Indogermanisches Wörterbuch, (5. Auflage) 2014

"*ues-" (1), idg., V.: neuhdt. "weilen", "verweilen", "wohnen"; engl. "tarry" (V.), "live" (V.), "stay (V.) overnight";

Rekonstruktionsbasis: Pokorny 1170 (2012/88), ind., iran., arm., griech., ill., ital., kelt., germ., toch., heth.;

Hinweis: s. "*uestis", "*au-" (2);




(E?)(L?) https://lrc.la.utexas.edu/lex/master

"*ues-" | "*ues-no-" | "*uesperos", "uekeros" | "*ues-r"




Erstellt: 2020-01

V

W

was (engl.) (W3)

Engl. "was" (engl. "I was" = dt. "ich war"), wird auf die Wurzel ide. "*ues-" / "*wes-" = dt. "sein" zurück geführt, die auch für die Existenz von dt. "Wesen" verantwortlich gemacht wird.

In English, the complicated irregular verb "be" / "is" / "were" has forms from several different roots:

(E?)(L?) https://www.etymonline.com/word/was

"was" (v.), Old English "wesan", "wæs", "wæron" 1st and 3rd person singular of "wesan" "to remain", from Proto-Germanic "*wesanan" (source also of Old Saxon "wesan", Old Norse "vesa", Old Frisian "wesa", Middle Dutch "wesen", Dutch "wezen", Old High German "wesen" "being", "existence", Gothic "wisan" "to be"), from PIE root "*wes-" (3) "remain", "abide", "live", "dwell" (cognates Sanskrit "vasati" "he dwells", "stays"; compare "vestal"). "Wesan" was a distinct verb in Old English, but it came to supply the past tense of "am". This probably began to develop in Proto-Germanic, because it is also the case in Gothic and Old Norse. See "be".

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(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=0&content=was
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Engl. "was" taucht in der Literatur um das Jahr 1520 auf.

Erstellt: 2020-02

were (engl.) (W3)

Engl. "were" (engl. "we were" = dt. "wir waren"), wird auf die Wurzel ide. "*ues-", "*wes-" = dt. "sein" zurück geführt, die auch für die Existenz von dt. "Wesen", "war", "warst", "waren", "wart", verantwortlich gemacht wird.

In English, the complicated irregular verb "be" / "is" / "were" has forms from several different roots:

(E?)(L?) https://www.etymonline.com/word/were

"were" (v.), Old English "wæron" (past plural indicative of "wesan") and "wære" (second person singular past indicative); see "was". The forms illustrate "Verner's Law" (named for Danish linguist "Karl Verner", 1875), which predicts the "s" to "z" sound shift, and rhotacism, which changed "z" to "r". "Wast" (second person singular) was formed 1500s on analogy of "be"/"beest", displacing "were". An intermediate form, "wert", was used in literature 17c.-18c., before "were" reclaimed the job.

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(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=0&content=were
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Engl. "were" taucht in der Literatur um das Jahr 1520 auf.

Erstellt: 2020-02

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